Zacks Tennis

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Rente für Kottkamp

Zum Abschied ein Lob vom Chef: "Volker Kottkamp ist ein Meister des dosierten Wortes: Als Fernsehkommentator besaß er die große Gabe, nie zu viel und immer das Richtige zu sagen", zitiert der SWR seinen Intendanten Peter Boudgoust. Kottkamp kam 1971 zum Südwestfunk, und er war schon Tennisexperte, bevor Boris Becker Wimbledon gewann. In den Achtzigern, als Boris und Steffi im deutschen Fernsehen rauf und runter lief, war Kottkamps Stimme in bald jedem Wohnzimmer präsent, ähnlich wie Gerd Szepanski.

Sein letztes Tennismatch kommentierte er 2001 beim Damenturnier in Hamburg. Seither arbeitete er hinter den Kulissen. In diesem Jahr war er ARD-Teamchef bei der Fußball-EM und Chef vom Dienst bei den Olympischen Spielen.

Am 8. Dezember wurde Volker Kottkamp 65. Heute geht er in Rente.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Drewett neuer ATP-Chef?

Nur noch zwei Kandidaten sollen im Rennen um den ATP-Chefposten sein: Brad Drewett und Adam Helfant. Der australische Ex-Profi Drewett gehoert dem ATP-Vorstand schon jetzt an und duerfte Favorit der Spieler sein, die sich an der Spitze der ATP jemanden mit viel Tennis-Sachverstand wünschen. Helfant ist ein ehemaliger Nike-Manager.

Der bisherige ATP-Chef Etienne de Villiers scheidet zum Jahresende aus. Eigentlich hatte die ATP schon im November einen Nachfolger präsentieren wollen.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Zurück nach St.Pölten?

Das ATP-Turnier von Pörtschach (Kärnten) kehrt angeblich zurück nach St.Pölten (Niederösterreich). Dort war die Veranstaltung (17. bis 23. Mai, in der Woche vor den French Open) schon bis vor drei Jahren zu Hause.

Turnierdirektor und Lizenzinhaber Ronald Leitgeb hat bislang offiziell nur erklärt, dass er die Lizenz vermietet hat, aber nicht, wohin. Die Grazer "Kleine Zeiung" meint unter Berufung auf einen Leitgeb-Vertrauten, es könne nur St.Pölten sein.

Leitgeb hatte vergeblich mit der Kärntner Landesregieung um einen Zuschuss für das Turnier in Pörtschach verhandelt. Der neue Landeshauptmann Gerhard Dörfler scheint aber nicht so Tennis-begeistert zu sein wie sein verungückter Vorgänger Jörg Haider.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Deutscher Tennis Preis für Schüttler

Die Jury hat entschieden: Der erstmals verliehene Deutsche Tennis Preis des Deutschen Tennis Bunds in der Kategorie "Profi männlich" geht an den Wimbledon-Halbfinalisten Rainer Schüttler. Die weiteren Gewinner sind Anna-Lena Grönefeld (Profi weiblich), Cedrik-Marcel Stebe (Nachwuchs), Julia Görges (Match des Jahres), Heide Orth (Senioren) und die U18-Junioren (Mannschaft)

Montag, 22. Dezember 2008

Neue ATP-Seite ist online


Nanu. Die neu gestaltete Internet-Seite der ATP war eigentlich für die erste Jahreshälfte 2009 versprochen. Jetzt ist sie plötzlich schon online.

Bevor ich ein Werturteil abgebe, muss ich mich erstmal an sie gewöhnen. Jedenfalls sieht sie irgendwie amerikanisch aus.

Sehr interessant ist dies. Die ATP erklärt endlich, wie genau die Weltrangliste nächstes Jahr funktioniert.

Wild Card für Haas in Doha

Tommy Haas hat eine Wild Card für das ATP-Turnier in Doha (Katar) bekommen. Zum Saisonauftakt ab dem 5. Januar spielen dort unter anderem auch Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray.

Haas hat wegen seiner Schulterverletzung seit den US Open kein Turnier mehr gespielt. In der Weltrangliste steht er nur noch auf Platz 82. Damit wird er im neuen Jahr häufiger auf Wild Cards angewiesen sein. In Doha allerdings wäre er auch regulär ins Hauptfeld gerutscht, wenn er rechtzeitig gemeldet hätte. Stattdesse hatte er aber für Brisbane gemeldet, wo er nur fünfter Nachrücker gewesen wäre.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Safin macht weiter


Die Meldung ist jetzt zwar schon zwei Tage alt, der Vollständigkeit halber sei es trotzdem erwähnt: Marat Safin (28) beendet seine Karriere nicht. Im Herbst hatte er anderslautende Spekulationen ausgelöst, als er sagte, als ehemalige Nummer eins mache es keinen Spaß, irgendwo zwischen Platz 30 und 50 zu stehen.

Im Januar spielt er zusammen mit seiner Schwester Dinara den Hopman Cup in Perth, dann das Schauturnier von Kooyong (Melbourne) und die Australian Open.

Samstag, 20. Dezember 2008

ATP wechselt Internet-Adresse

Wenn man sowieso schon neue Turnierkategorien einführt und das Logo ändert, dann wäre es natürlich inkonsequent, die gewohnte Internet-Adresse zu behalten. Statt www.atptennis.com heißt es deshalb ab 2009 www.atpworldtour.com. (Die Adresse funktioniert schon.) Im Laufe des ersten Halbjahrs 2009 soll der Internet-Auftritt der ATP komplett umgestaltet werden.

(Danke für die Info an Zucker Kommunikation, die PR-Agentur der ATP im deutschsprachigen Raum.)

Freitag, 19. Dezember 2008

Neuer Tennispreis erfunden

Der Deutsche Tennisbund (DTB) hat einen neuen Preis erfunden. "2008 haben wieder viele unserer Profis, Nachwuchstalente und Senioren herausragende Leistungen gezeigt. Diese würdigen wir in diesem Jahr erstmals mit dem Deutschen Tennis Preis", zitiert der DTB seinen Präsidenten Georg von Waldenfels.

Wann und wo der Preis vergeben wird und wer die 26 Funktionäre und Journalisten sind, die in der Jury sitzen, verrät der DTB nicht. Wohl aber, wer alles nominiert ist. In der Kategorie "Profi männlich" sind es Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer, Philipp Kohlschreiber, Denis Gremelmayr und Philipp Petzschner.

Die interessanteste Kategorie finde ich das "Match des Jahres": Rainer Schüttlers Wimbledon-Viertelfinale gegen Arnaud Clement seh ich da vorne. Das Davis-Cup-Doppel gegen Spanien und Julia Görges' Wimbledonmatch gegen Katarina Srebotnik waren auch nicht schlecht.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Neue Kapitäne für Davis-Cup-Finalisten

Albert Costa, French-Open-Sieger von 2002, ist neuer Kapitän der spanischen Davis-Cup-Mannschaft. Sein Vorgänger Emilio Sanchez war nach dem Titelgewinn zurückgetreten - unter anderem wegen Differenzen mit dem spanischen Tennisverbandspräsidenten. Finalgegner Argentinien hatte schon vor ein paar Tagen einen neuen Kapitän bekommen: Modesto Vazquez ist Nachfolger von Alberto Mancini.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

ATP hat neues Logo


Statt erstmal aufzuschlagen, wird jetzt von Anfang an gejubelt. So sieht es jedenfalls auf dem neuen Logo aus, mit dem die ATP ins nächste Jahr geht.

Wie das Logo aussieht, ist mir rechtschaffen egal. Eine kleine Anmerkung zu den neuen Namen der verschiedenen Turnierkategorien, die gleichzeitig mit dem Logo eingeführt werden: Barclays ATP World Tour Finals, ATP World Tour Masters 1000, ATP World Tour 500, ATP World Tour 250 sind dann doch etwas unhandlich. Ich werde einfach Masters, 500er- und 250er-Turniere schreiben. Und der Nachfolger des Masters-Cups, der hat es wohl vollauf verdient, WTF abgekürzt zu werden

Dienstag, 16. Dezember 2008

Davis-Cup in Garmisch-Partenkirchen

Die Frist läuft in dieser Woche ab, aber der Deutsche Tennisbund (DTB) hat noch immer nicht verlauten lassen, wo das Davis-Cup-Heimspiel gegen Österreich (6. bis 8. März) stattfindet. Die Anzeichen verdichten sich, dass es ein Ort direkt an der österreichischen Grenze sein wird. Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen bestätigt, dass ihr eine Anfrage des DTB vorliegt. Da soll dann wohl auf der Olympia-Eisbahn gespielt werden.

Nachtrag: Immer noch kein Wort vom DTB. Aber jetzt ist es offiziell auf der Davis-Cup-Seite des Welttennisverbands.

Montag, 15. Dezember 2008

Ranglistenpunkte für World Team Cup

Beim World Team Cup in Düsseldorf (17. bis 23. Mai) werden im nächsten Jahr erstmals Weltranglistenpunkte vergeben. Ein Spieler, der alle Matches und für sein Land den Titel gewinnt, kann 250 Punkte holen - so viele, wie der Sieger eines kleinen ATP-Turniers bekommt.

Auch im Davis-Cup gibt es ab 2009 erstmals Weltranglistenpunkte, das hatten ATP und der ausrichtende Tennis-Weltverband ITF schon im Frühjahr bestätigt.

Nach Angaben des Turnierveranstalters sieht der Punkteschlüssel für den World Team Cup so aus:

Einzel (Spieler Nr. 1)
Sieg im Gruppenspiel:35 Punkte
Sieg im Finale:95 Punkte
Bonus-Punkte:50 Punkte, wenn der Spieler alle vier Matches gewinnt und zum siegreichen Team gehört.

Einzel (Spieler Nr. 2)
Sieg in Gruppenspielen:25 Punkte
Sieg im Finale:50 Punkte
Bonus-Punkte:50 Punkte

Doppel (wenn es nach den Einzeln 1:1 steht)
Sieg in Gruppenspielen:35 Punkte
Sieg im Finale:95 Punkte
Bonus-Punkte:50

Doppel (wenn es nach den Einzeln 2:0 steht)
Sieg in Gruppenspielen:10 Punkte
Sieg im Finale:20 Punkte

Teilnehmer der ATP-Mannschafts-WM sind voraussichtlich Spanien, Frankreich, die Schweiz, die USA, Argentinien, Russland, Tschechien und Deutschland.

Traditionalisten wenden ja ein, Weltranglistenpunkte für Mannschaftswettbewerbe seien ungerecht, weil die Chancen, um diese Punkte kämpfen zu können, von äußeren Faktoren wie der Spielstärke der Landsleute und der Mannschaftsaufstellung des Team-Kapitäns abhängen. Ich fand es aber jedes Mal noch viel ungerechter, wenn ein in der Rangliste vergleichsweise schlecht platzierter Spieler im Davis-Cup mehrmals über sich hinauswuchs und ihm das fürs Ranking überhaupt nichts nützte.

Mehr über die Änderungen im Weltranglistensystem gibt's hier.

Rothenbaum-Prozess: Neuer Schlichtungsversuch

Während der neue Turnierdirektor Michael Stich längst für die Nach-Masters-Zeit plant, kämpft der Deutsche Tennis-Bund (DTB) weiterhin vor Gericht um den Status seines größten Turniers. Das Berufungsgericht in den USA ordnete jetzt für den 12. Januar ein Vermittlungsgespräch zwischen dem DTB und der ATP an.

In der ersten Instanz war der DTB mit dem Versuch gescheitert, gegen die Aberkennung des Masters-Status vorzugehen, der dem Turnier am Hamburger Rothenbaum bisher die Teilnahme aller Spitzenspieler garantierte.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Florian Mayer ist Deutscher Meister

Das Comeback ist gelungen. Nach fast sieben Monaten Spielpause hat Florian Mayer heute das Finale der Deutschen Meisterschaften gewonnen: 7:6, 6:3 gegen Dieter Kindlmann (ATP Nr. 236). Das Teilnehmerfeld war vergleichsweise schwach, Mayer hat sich nach meinem Eindruck aber sehr souverän durchgespielt. Da scheint mir sein Ziel, bis zu den US Open Ende August wieder unter die Top 100 der Welt zu kommen, realistisch. Im Moment steht er nur noch auf Platz 408.

Florian Mayer hatte sich im Sommer wegen einer mehrere Jahre alten Fingerverletzung operieren lassen und die Pause auch genutzt, um nach einer heftigen Formkrise etwas Abstand vom Tennis zu gewinnen. (Mehr dazu in diesem Interview aus dem August.)

Freitag, 12. Dezember 2008

Michael Stich Turnierdirektor in Hamburg

Michael Stich wird neuer Turnierdirektor am Hamburger Rothenbaum und damit Nachfolger von Carl-Uwe Steeb.

Mit dieser Personalie leitet der Deuschte Tennisbund einen gründlichen Neuanfang für sein nach wie vor größtes Turnier ein. Charly Steeb gehörte zu denjenigen, die erzählt haben, wie schlimm es wäre, wenn das Turnier seinen Masters-Status verlöre und vom Mai in den Juli wechselte. Während des Kampfes um den alten Status mag das eine sinnvolle Strategie gewesen sein. Um das Turnier in seiner neuen Form zu vermarkten, ist das eher hinderlich.

Michael Stich kann da ganz umbefangen rangehen. Der Nachrichtenagentur sid sagte er heute: "Das Turnier findet in der ersten Ferienwoche statt, wenn das Hamburger Wetter hoffentlich besser ist als im Mai. Wir bieten Kindern und Jugendlichen eine Wochenkarte für 99 Euro an, mit der sie täglich von morgens bis abends Zutritt haben."

Termin für das Rothenbaum-Turnier ist der 20. bis 26. Juli. Statt als Masters wird es als Turnier der "500-er Kategorie" ausgetragen, bei dem die Stars nicht mehr zu Teilnahme verpflichtet sind. Das Preisgeld beträgt 1,2 Millionen Euro statt bisher rund 1,8 Millionen.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Livestream von den Deutschen Meisterschaften

Für Florian Mayer sind bei seinem Comeback bald keine Gegner mehr übrig: Nach Andreas Beck und Daniel Brands hat jetzt hat auch noch Benedikt Dorsch die Deutschen Meisterschaften abgesagt. Trotzdem kann man ja mal reinklicken, wenn Tennislive.tv ab Freitag die Spiele im Livestream zeigt.

Wenn Florian Mayer sein Auftaktmatch am Donnerstag gegen Gerhard Fahlke gewinnt, trifft er am Freitag im Viertelfinale auf den deutschen Jamaikaner Dustin Brown.

Bei den Frauen, von denen dieses Blog ja nicht handelt, sind ein paar mehr halbwegs illustre Namen dabei, zum Beispiel Kristina Barrois, Julia Görges, Tatjana Malek und Andrea Petkovic.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Davis-Cup-Spielort noch offen

Also, es ist ja so: Ich kann sehen, mit welchen Suchbegriffen die Leute über Google auf meinem Blog landen. Das hab ich mir grad mal angeguckt. Ergebnis: Die deutschen und österreichischen Tennisfans versuchen verzweifelt herauszubekommen, in welcher Stadt die Davis-Cup-Begegnung Deutschland-Österreich (6. bis 8. März 2009) stattfindet.

Hier die Antwort: Man weiß es nicht. Der Deutsche Tennisbund hat noch bis Dienstag, 16. Dezember - also genau eine Woche - Zeit, sich zu entscheiden. Gerüchteweise heißt es, Nürnberg habe die Nase vorn. Andere Orte, von denen ich gehört/gelesen habe, sind Mannheim, Düsseldorf, Regensburg oder "auf jeden Fall in Bayern".

Montag, 8. Dezember 2008

Verkerk hört auf

Martin Verkerk (30), holländischer French-Open-Finalist von 2003, beendet seine Karriere. Nach einer fast zwei Jahre langen Verletzungspause von 2004 bis 2006 hatte er vergeblich versucht, zu seiner alten Spielstärke zurückzufinden. In diesem Jahr gewann er immerhin ein Challenger in Athen. "Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass ich in die Weltspitze zurückkehren kann", sagte er.

Aber wer weiß, ob dies das letzte Wort ist. Verkerks gleichaltriger Landsmann Raemon Sluiter hat neulich seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Komplette Ranglisten-Punktetabelle für 2009

In einem Monat stellt die ATP ihr Weltranglisten-Punktesystem um. Noch immer sind viele Fragen offen. Aber nach und nach sickern die Details durch.

Hier ist die vollständige Punktetabelle. Der für gewöhnlich gut informierte Benutzer Super-Fabio hat sie heute im menstennisforums gepostet. Ich nehme an, er hat sie aus der ATP-Playerzone, dem geschlossenen Onlineportal für die Profis. Die ATP selbst hat die Übersicht der Allgemeinheit noch nicht zugänglich gemacht. Insbesondere die Aufschlüsselung der Punkte für Challengers und Futures kannte ich bisher nicht.

Hintergründe zum neuen Ranglistensystem in diesem Artikel vom 2. November.

Freitag, 5. Dezember 2008

Beck sagt DM ab


Rückschlag für die Deutschen Tennismeisterschaften (9. bis 14. Dezember in Offenburg): Titelverteidiger Andreas Beck (Foto) hat abgesagt. Auf der aktualisierten Meldeliste taucht sein Name nicht mehr auf. Beck wäre als Nummer 109 der Weltrangliste der bestplatzierte Teilnehmer gewesen.

Ich frage mich gerade, ob Beck überhaupt je ernsthaft vor hatte, nach Offenburg zu kommen. Auf seiner Internetseite schrieb er schon vor drei Wochen, er werde "in den Urlaub gehen und dann ab dem 4. Dezember wieder fleißig trainieren und mich gut auf Australien vorbereiten".

Auch Daniel Brands (ATP Nr. 150) steht nicht mehr auf der Meldeliste. Damit ist jetzt Benedikt Dorsch (Nr. 167) der Topspieler des Turniers. Am gespanntesten indes bin ich darauf, wie Florian Mayer abschneidet, der nach einem halben Jahr Turnierpause zurückkehrt.

Der Sieger der DM bekommt eine Wild Card für das Rothenbaum-Turnier in Hamburg, aber nur wenn er höchstens 21 Jahre alt ist oder im Sommer unter den besten 150 der Welt steht. Die Wild-Card-Regelung praktiziert der DTB schon seit Jahren In der Vergangeneheit gab es aber, soweit ich weiß, die Einschränkung hinsichtlich Alter und Weltranglistenposition nicht.

Federer ab sofort superreich

Welch Ehre: Roger Federer steht neuerdings auf der Liste der 300 Superreichen, die das Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz jährlich veröffentlicht. Um auf diese Liste zu kommen, braucht man mindestens 100 Millionen Franken (65 Millionen Euro). Den Sprung auf die Bilanz-Liste schaffte Federer mit seinem 130-Millionen-Dollar-Werbevertrag von Nike.

Bis an die Spitze der Liste ist es aber noch ein weiter Weg. Dort steht seit 20 Jahren Ikea-Gründer Ingvar Kamprad (derzeit 36 Milliarden Franken). Der Schwede wohnt am Genfer See.

Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes führt Federer auf Platz 5 der bestbezahlten Promis unter 30 Jahren - hinter den Hupfdohlen Beyonce Knowles und Justin Timberlake und den Basketballern Kobe Bryant und LeBron James.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Niki Pilic Turnierdirektor in Belgrad

Jetzt ist es wohl offiziell bestätigt: Das ATP-Turnier von Amersfoort (Niederlande) wird nach Belgrad verlegt. Masters-Cup-Sieger Novak Djokovic samt Familie haben den Deal selbst eingefädelt. Direktor des ersten ATP-Turniers in Serbien wird ein Kroate: Niki Pilic. Novak Djokovic hat ihn heute auf einer Pressekonferenz persönlich vorgestellt.

Djokovic hatte als Jugendlicher bei Pilics Tennisakademie in München trainiert. Im vergangenen Jahr wurde er als Berater des serbischen Davis-Cup-Teams verpflichtet.

Das Turnier in Belgrad findet parallel zur Veranstaltung in München vom 4. bis zum 10. Mai statt. Im offiziellen Turnierkalender hat die ATP Amersfoort bereits gestrichen. Belgrad steht aber noch nicht drin.

Dienstag, 2. Dezember 2008

ATP findet keinen, der sie führt

Bis Ende November hatte die ATP ursprünglich ihren neuen Präsidenten präsentieren wollen. Die Spieler- und Turniervertreter haben sich aber anscheinend noch auf niemanden einigen können. Der US-Branchendienst Sports Business Journal meldet, für die nächste Woche seien Vorstellungsgespräche mit den Kandidaten aus der engeren Wahl geplant. (Falls das jemanden interessiert: Der verlinkte Artikel nennt übrigens auch die Jahresgehälter der ATP-Vorstandsmitglieder.)

Neben den ATP-Direktoren für Amerika und für Asien/Australien, Mark Young und Brad Drewett, und dem früheren Turnierdirektor der French Open, Patrice Clerc, scheint weiterhin Larry Scott, Chef der WTA-Damentennistour, gehandelt zu werden, obwohl der anfangs abgesagt hatte. Die Bewerber Paul McNamee und Butch Buchholtz sind aus dem Rennen. Von der Bewerbung John P. McEnroes, des Vaters von John McEnroe, die von Insidern nur teilweise ernst genommen wurde, hat man lange nichts gehört.

Der amtierende umstrittene ATP-Chef Etienne de Villiers scheidet Ende des Jahres aus. Mittlerweile heißt es, sein Nachfolger werde möglicherweise erst Anfang 2009 feststehen.

Ältere Meldungen zum Thema:

Radfahrer an die ATP-Spitze? (25. November)

ATP-Europachef wieder Fußballer (20. November)

Bewerbungsräusperer für den ATP-Chefposten (21. September)

Etienne de Villiers: Das Micky-Maus-Missverständnis (1. Juni)

Montag, 1. Dezember 2008

Del Potro will Stuttgart-Titel verteidigen



Die irre Siegesserie von Juan Martin del Potro begann in diesem Sommer in Stuttgart. (Das Foto ist vom Viertelfinale gegen Philipp Kohlschreiber.) Der damals 19-jährige Argentinier gewann vier Turniere hintereinander und stürmte innerhalb weniger Wochen von Platz 65 in die Top Ten. Auch im nächsten Jahr wird del Potro wieder in Stuttgart (13. bis 19. Juli) dabeisein. Seine Teilnahme stehe jedenfalls "so gut wie fest", sagte Turnierdirektor Edwin Weindorfer heute. Weindorfer hat das Ziel ausgegeben, sieben Top-20-Spieler zu verpflichten. Rafael Nadal, der nach seinem Wimbledon-Finale in diesem Jahr kurzfristig absagte, steht dabei "ganz oben auf der Wunschliste".

Falls Weindorfers Wünsche in Erfüllung gehen sollten, wäre das Stuttgarter Turnier wohl kaum schlechter besetzt als die German Open in Hamburg eine Woche später, obwohl Stuttgart in der neuen ATP-Turnierstruktur als 250er-Event eine Stufe niedriger eingruppiert ist.

Samstag, 29. November 2008

Hendrik Dreekmann gibt's auch noch

Heute morgen las ich in der Klatschspalte meines Leib-und-Magen-Blattes, dass Susen Tiedtke (39) der Mann weggelaufen ist. Susen Tiedtke war in den 90ern mal eine relativ berühmte Weitspringerin, deren Ruhm im Wesentlichen auf ihren langen Beinen und langen Haaren beruhte. Als ich das las, erinnerte ich mich an Bilder von einer Hochzeit in Tondern. Die Fachpresse bestätigte meinen Verdacht: Der weggelaufene Mann von der Tiedtke, das ist Hendrik Dreekmann, Roland-Garros-Viertelfinalist von 1994. Den gibt's also auch noch. Wenn er schon in der Klatschspalte meines Leib-und-Magen-Blattes nicht erwähnt wird, soll er doch wenigstens in diesem Blog vorkommen. In der Saisonpause ist man ja dankbar für jede Meldung, die entfernt mit Tennis zu tun hat.

Freitag, 28. November 2008

Nadal und Federer starten Saison am Golf

Rafael Nadal und Roger Federer könnten gleich beim ersten Turnier des kommenden Jahres aufeinandertreffen. Beide haben für das 250er-Turnier von Doha (Katar) gemeldet, das vom 5. bis zum 11. Januar ausgetragen wird, zwei Wochen vor den Australian Open. Federer spielte dort zuletzt 2006, Nadal nur 2005. Auch Titelverteidiger Andy Murray ist in Doha am Start. In der Woche davor spielen alle drei bei einem Schauturnier in Abu Dhabi mit.

Novak Djokovic spielt parallel in Brisbane.

Daran sieht man: Ein Turnierveranstalter, der ein paar Antrittsprämien in der Portokasse hat, kann auch im nächsten Jahr Stars zu den 250er-Tunrieren locken, die im neuen Weltranglistensystem an Bedeutung verlieren.

Philipp Kohlschreiber, Philipp Petzschner und Denis Gremelmayr stehen übrigens auch auf der Starterliste für Doha.

Mittwoch, 26. November 2008

DTB verkauft Rothenbaum-Erbbaurecht

Ist das der Anfang vom Abschied vom Tennisstadion am Hamburger Rothenbaum? Der Deutsche Tennis-Bund (DTB) hat das Erbbaurecht an dem Grundstück, auf dem das Stadion steht, für 1,15 Millioen Euro an den Club an der Alster verkauft. Das hat das Hamburger Abendblatt heute berichtet.

Der DTB brauchte offenbar dringend das Geld. Im vergangenen Jahr hatte der Verband 2,3 Millionen Euro Verlust gemacht. Der renommierte Hockey- und Tennisclub an der Alster finanziert den Deal mit Hilfe einer Umlage seiner 3400 Mitglieder. Der Club hat das Grundstück schon bisher mitgenutzt und will verhindern, dass das Areal an einen sportfremden Investor geht, falls sich der DTB vom Stadion verabschiedet. Das Stadion selbst bleibt Eigentum des DTB, der das Gelände jetzt vom Club an der Alster mietet. Das Erbbaurecht ist bis 2049 befristet. Eigentümer des Grundstücks ist die Stadt Hamburg

Dienstag, 25. November 2008

Thomas Muster bei Raabs Stock-Car-Rennen

An diesem Sonnabend (29. November) um 20.15 Uhr auf Pro Sieben werden bei Stefan Raab Autos zu Schrott gefahren.

Bei der "TV total Stock Car Crash Challenge 2008" ist neben allerlei B-Promis von Alexander Klaws bis Alida Lauenstein auch ein echter Tennis-Star dabei: Thomas Muster. Der ehemalige Weltranglistenerste aus der Steiermark tritt in einem Team gemeinsam mit Mario Basler und Axel Schulz an. Muster fährt einen VW Scirocco.

Radfahrer an die ATP-Spitze?

Der Countdown läuft. In den nächsten Tagen wird die ATP den Namen ihres neuen Chefs bekanntgeben. Nachdem Mitfavorit Andy Anson es vorgezogen hat, die englische Bewerbung für die Fußball-WM 2018 zu leiten, wird die Zahl der Kandidaten immer kleiner. Weiterhin auf der Liste stehen die ATP-Direktoren für Amerika und für den Rest der Welt, Mark Young und Brad Drewett.

Weil viele der einflussreichen europäischen Spieler aber gern einen Europäer an der Spitze sähen, hat nach Ansons Abschied auch Patrice Clerc ganz gute Chancen. Er war von 1984 bis 2000 Turnierdirektor der French Open. Der 59-jährige Franzose wurde vor ein paar Wochen als Chef der Amaury Sport Organisation, die die Tour de France organisiert, entlassen.

Weil ich von Radsport nicht viel verstehe, kann ich nicht beurteilen, ob es stimmt, dass einer der Gründe für seinen Abschied sein Zwist mit dem Weltradsportverband war, dem Clerc einen zu laschen Umgang mit Dopingsündern vorgeworfen habe. (Das legt dieser Artikel nahe.)

Hier gibt's einen Überblick über die bisher gehandelten Kandidaten

Kühnen soll Käptn bleiben

Der Deutsche Tennis-Bund (DTB) will in den nächsten Tagen den Vertrag mit Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen, der zum Jahresende ausläuft, um zwei Jahre verlängern. Es sei zwar noch nichts unterschrieben, aber es gehe in den
Gesprächen nur noch um kleine Details, zitiert die Presseagentur sid den DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard.

Kleiner Blick über den Tellerrand: Auch der Vertrag von Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner soll um zwei Jahre verlängert werden.

Montag, 24. November 2008

Emilio Sanchez geht als Sieger

Am Tag nach dem Davis-Cup-Triumph hat sich Emilio Sanchez als Kapitän der spanischen Mannschaft verabschiedet. Der 43-jährige frühere Top-10-Spieler war drei Jahre im Amt. Als Nachfolger wird der French-Open-Sieger von 2002, Albert Costa (33), gehandelt.

Sanchez' Abgang dürfte auch mit seinem Dauerclinch mit dem Präsidenten des spanischen Tennisverbands, Pedro Muñoz, zu tun haben. Im Sommer hatte die Entscheidung des Verbandes für Aufsehen gesorgt, das Davis-Cup-Halbfinale gegen die USA in Madrid auszutragen. Die spanischen Spieler selbst hätten lieber an der Küste gespielt. Sie waren der Meinung, die dünne Luft in der Höhe von Madrid (670 Meter) würde dem schnellen Spiel der Amerikaner zu sehr entgegenkommen.

Alberto Mancini, Kapitän der unterlegenen Argentinier, ist übrigens auch zurückgetreten.

Mayer spielt Deutsche Meisterschaften

Nach über einem halben Jahr Turnierpause kehrt Florian Mayer zurück. Er hat für die Deutschen Meisterschaften gemeldet, die vom 9. bis zum 15. Dezember in Offenburg ausgetragen werden. Auch Titelverteidiger Andreas Beck hat zugesagt. Außerdem dabei: Benedikt Dorsch, Daniel Brands, Matthias Bachinger und Youngster Peter Gojowczyk.

Florian Mayer hat seit Anfang Mai keine Turniere mehr bestritten. Nach einer andauernden Formkrise hatte er sich entschlossen, ein paar Monate Abstand vom Tennis zu gewinnen und bei der Gelegenheit eine alte Fingerverletzung auszukurieren.

Hier die Meldeliste für die Deutschen Meisterschaften. Bis Mittwoch können noch weitere Spieler hinzukommen.

Sonntag, 23. November 2008

Nalbandian soll sich geprügelt haben

Die Nerven liegen blank im argentinischen Davis-Cup-Team. Nach der Absage von Rafael Nadal waren die Argentinier im Davis-Cup-Finale vor heimischem Publikum gegen Spanien die haushohen Favoriten. Nach dem zweiten Tag führen aber plötzlich die Spanier mit 2:1, und Argentiniens Spitzenspieler Juan Martin del Potro, der am Freitag schon verloren hatte, wird heute nicht antreten.

Argentinische Medien berichten jetzt von Faustschlägen innerhalb des Davis-Cup-Teams. David Nalbandian soll in die Schlägerei verwickelt gewesen sein. Wer noch, weiß man nicht genau. Nalbandian nimmt es del Potro offenbar übel, dass der in der letzten Woche zum Masters-Cup nach Schanghai geflogen ist, statt sich fürs Davis-Cup-Finale zu schonen.

Hier der aktuelle Stand des Finals:

Argentinien - Spanien 1:2

David Nalbandian - David Ferrer 6:2, 6:3, 6:2
Juan Martin del Potro - Feliciano Lopez 6:4, 6:7, 6:7, 3:6
Calleri/Nalbandian - Lopez/Verdasco 7:5, 5:7, 6:7, 3:6

heute (ab 15 Uhr MEZ)
Jose Acasuso - David Ferrer
David Nalbandian - Feliciano Lopez

Mehr auf www.daviscup.com

Jimmy Connors festgenommen

Jimmy Connors ist am Freitagabend festgenommen worden. Nachdem die Polizei in Santa Barbara seine Personalien aufgenommen hatte, wurde er wieder freigelassen.

Der frühere Weltranglistenerste war am Rande eines College-Basketball-Spiels in einen heftigen Streit geraten. Ordner wollten ihn aus der Halle komplimentieren. Als Connors sich weigerte zu gehen, holten sie die Polizei.

Freitag, 21. November 2008

Roddick hat neuen Trainer

Andy Roddick will mit neuer Unterstützung den Anschluss an die absolute Weltspitze wiederfinden. Er hat Larry Stefanki als Trainer angeheurt, der schon Marcelo Rios und Jewgeni Kafelnikow auf ihrem Weg zur Nummer 1 begleitete.

Roddick hatte im März seine Zusammenarbeit mit Jimmy Connors offiziell beendet. Seither fungierte sein Bruder John als sein Coach.

Donnerstag, 20. November 2008

Davis-Cup-Finale beginnt mit David gegen David

Morgen geht in Mar del Plata das Davis-Cup-Finale zwischen Argentinien und Spanien los. Hier der Spielplan:

Freitag ab 16 Uhr MEZ:

David Nalbandian - David Ferrer
Juan Martin del Potro - Feliciano Lopez

Sonnabend ab 17 Uhr MEZ:
Jose Acasuso/Agustin Calleri - Feliciano Lopez/Fernando Verdasco

Sonntag ab 15 Uhr MEZ:
Juan Martin del Potro - David Ferrer
David Nalbandian - Feliciano Lopez


Wer bei den Argentiniern die Einzel spielen würde, war sowieso klar. Nalbandian (Foto) und del Potro überragen im Moment alle ihre Landsleute um Längen. Spaniens Kapitän Emilio Sanchez hatte es ohne den verletzten Rafael Nadal etwas schwerer. Nur Feliciano Lopez ist einigermaßen in Form. David Ferrer ist zwar immer noch Weltranglistenelfter, hat aber seit Monaten kaum mal was gewonnen. Verdasco spielte zuletzt besser als Ferrer. Aber Sanchez wollte wohl wenigstens einen der beiden Doppelspieler am Freitag schonen.

ATP-Europachef wieder Fußballer

Andy Anson, Europa-Direktor der ATP, hat einen neuen Job. Er koordiniert für den englischen Fußballverband die Bewerbung für die WM 2018. Damit ist Anson auch als Kandidat für die Nachfolge von ATP-Chef Etienne de Villiers aus dem Rennen. Diese Personalie, heißt es, soll in den nächsten Tagen geklärt werden.

Anson war, bevor er vor zwei Jahren zur ATP ging, bei Manchester United.

Dienstag, 18. November 2008

Länder für World Team Cup stehen fest

Mit dem Masters-Cup ist die Saison 2008 zu Ende, und das heißt auch: Die Weltrangliste für diese Woche bestimmt, welche Länder am World Team Cup in Düsseldorf (17. bis 24. Mai 2009) teilnehmen dürfen. Dazu werden einfach die Ranglistenpositionen der beiden bestplatzierten Spieler jedes Landes addiert.

Die sieben direkt quailifizierten Länder sind:
Spanien 13 (Rafael Nadal 1, David Ferrer 12
Frankreich 13 (Jo-Wilfried Tsonga 6, Gilles Simon 7)
Schweiz 15 (Roger Federer 2, Stanislas Wawrinka 13)
USA 18 (Andy Roddick 8, James Blake 10)
Argentinien 20 (Juan Martin del Potro 9, David Nalbandian 11
Russland 24 (Nikolaj Dawydenko 5, Igor Andrejew 19)
Tschechien 46 (Tomas Berdych 20, Radek Stepanek 26)

Deutschland steht nach Kroatien und Serbien auf Platz 10 und bekommt, wie immer, wenn Deutschland nicht direkt qualifiziert ist, die Wild Card.

Zu den nicht Qualifizierten gehört auch Titelverteidiger Schweden. Da gibt es zwar noch Robin Söderling auf Platz 17. Aber ansonsten sieht es nach dem Karriereende von Jonas Björkman und wohl auch Thomas Johansson sehr mau aus bei der früheren Tennis-Weltmacht. Die nächstbesten Schweden heißen Björn Rehnquist (Platz 193) und Michael Ryderstedt (Platz 373).

Montag, 17. November 2008

Terminpanne: Challenger in Dresden fällt aus

Das Challenger-Turnier von Dresden Anfang Mai fällt 2009 aus. Grund ist eine Panne bei der Turnierplanung: Das Challenger wurde bislang immer in der Woche nach dem ATP-Turnier von München ausgetragen. Das machten Dresden für Spieler attraktiv, die von Bayern gleich weiter nach Sachsen reisten.

2009 wird in München eine Woche später als üblich gespielt. Davon bekamen die Dresdner zu spät Wind. Sie verständigten sich mit der ATP auf den üblichen Termin in der zweiten Maiwoche - und fanden sich plötzlich in direkter Konkurrenz zu München. Das hatten die Turnierplan-Komponisten bei der ATP entweder übersehen oder es war ihne egal. Normalerweise vermeidet die ATP solche Überschneidungen.

Turnierdirektor Peter Gorka versuchte noch, sein Challenger zu verschieben. "Aber da haben wir bei dem voll gestopften Terminkalender einfach keine Lücke gefunden", sagte er gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

Sonntag, 16. November 2008

DTB-Präsident wiedergewählt

Georg von Waldenfels bleibt Präsident des Deutschen Tennis-Bunds (DTB). Der ehemalige bayerische Finanzminister erhielt heute in Hamburg 90 der 115 Delegiertenstimmen.

Djokovic holt auf

Novak Djokovic hat den Masters-Cup gewonnen. Im Endspiel schlug er heute Nikolai Dawidenko mit 6:1 und 7:5. Roger Federer, der in der Vorrunde ausgeschieden war, bleibt damit nur hauchdünn auf Platz 2 der Weltrangliste. Er hat jetzt 5305 Punkte, Djokovic hat 5295. Wenn Djokovic nicht selber ein Vorrundenspiel (gegen Jo-Wilfried Tsonga) verloren hätte, wäre er jetzt schon die Nummer 2.

Hier gibt's alle Ergebnisse aus Schanghai.

Samstag, 15. November 2008

Vijay und Roger

Wer Vijay Amritraj, Asiens besten Tennisspieler der Siebziger, in Aktion sehen will, schaltet heute Abend um 22.55 Uhr die ARD ein. Im James Bond "Octopussy" von 1983 spielt Amritraj neben Roger Moore den indischen Kontaktmann von 007 - und hantiert dabei stilecht mit einem Tennissschläger.

Freitag, 14. November 2008

2:6, 6:1, 6:10 - Björkmans letztes Match

Vorbei: Jonas Björkman (36) hat seine Profikarriere beendet. Der Schwede, ehemals Nummer 4 der Einzel- und Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste, hat heute beim Masters-Cup in Schanghai sein letztes Match bestritten. Mit seinem Partner Kevin Ullyet (Simbabwe) verlor er gegen das polnische Gespann Mariusz Fyrstenberg und Marcin Matkowski mit 2:6, 6:1, 6:10 (Match-Tiebreak). Bei einem Sieg wäre Björkman auf seine alten Tage sogar noch mal ins Masters-Cup-Halbfinale eingezogen.

Donnerstag, 13. November 2008

Rothenbaum-Turnier fällt nicht aus


Der DTB vermietet Büroflächen am
Rothenbaum. Das Stadion insgesamt soll
aber seine ursprüngliche Funktion behalten.



An diesem Sonntag will sich Georg von Waldenfels (CSU) als Präsident des Deutschen Tennisbunds (DTB) wiederwählen lassen. Auch wenn er diesmal wohl keinen Gegenkandidate befürchten muss, weiß der ehemalige bayerische Finanzminister, dass man sich für den Wahlkampf die eine oder andere gute Nachricht aufheben sollte.

Heute hat er verkündet, dass der DTB sich schon am 30. Oktober gegenüber der ATP darauf festgelegt hat, das Hamburger Rothenbaum-Turnier auch 2009 stattfinden zu lassen.
Bisher hatte der DTB diese Entscheidung unter anderem davon abhängig gemacht, ob die Hansestadt Hamburg eine halbe Million Euro Zuschuss gewährt, was der Senat nicht tun zu wollen scheint.

Termin für das Rothenbaum-Turnier ist der 20. bis 26. Juli. Statt als Masters wird es als Turnier der "500-er Kategorie" ausgetragen, bei dem die Stars nicht mehr zu Teilnahme verpflichtet sind. Das Preisgeld beträgt 1,2 Millionen Euro statt bisher rund 1,8 Millionen. Den Gesamtetat einschließlich Antrittsgelder (die wegen der Teilnahmepflicht bisher nicht nötig waren) beziffert von Waldenfels auf 3,5 Millionen Euro. Diese Summe sei noch nicht gesichert, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur sid.

Mittwoch, 12. November 2008

World Team Cup auch 2009 im WDR

Der Masters Cup in Schanghai läuft selbstverständlich nicht im deutschen Fernsehen. Aber wenigstens der World Team Cup in Düsseldorf bleibt auch im nächsten Jahr (17. bis 23. Mai) auf Sendung. Der WDR hat die vertraglich vereinbarte Option für die Übertragungsrechte im
nächsten Jahr gezogen. Ob das TV-Angebot erneut durch das DSF erweitert wird, sei "zur Zeit noch im Gespräch", heißt es in einer Mitteilung von Turnierdirektor Dietloff von Arnim.

Dienstag, 11. November 2008

Montag, 10. November 2008

Davis-Cup-Finale ohne Nadal

Rafael Nadal hat heute seine Teilnahme am Davis-Cup-Finale zwischen Argentinien und Spanien (21. bis 23. November) abgesagt. Grund ist eine Sehnenentzündung im rechten Knie.

Deshalb hatte er auch schon den Masters-Cup in Schanghai abgesagt. (Da fehlt er also offensichlich nicht einfach, weil er sich für den Davis-Cup schonen will, sondern weil er wirklich verletzt ist.)

Für den Davis-Cup dürfte Argentinien mit Juan Martin del Potro und David Nalbandian nun wohl haushoher Favorit sein.

Sonntag, 9. November 2008

Gremelmayr verteidigt Titel

Schon im vergangenen Jahr lautete das Finale beim Challenger in Eckental bei Nürnberg: Denis Gremelmayr gegen Roko Karanusic. 2007 konnte der Kroate Karanusic wegen einer Magenverstimmung nicht antreten und Gremelmayr gewann kampflos.

In dieser Woche standen sich die beiden wieder im Endspiel gegenüber. Gremelmayr (ATp Nr. 89) gewann gegen Karanusic (Nr. 93) mit 6:2 und 7:5.

Hier gibt's alle Ergebnisse aus Eckental.

Samstag, 8. November 2008

Rückschlag für Waske

Das sieht nicht gut aus: Beim zweiten Turnier nach seinem Comeback musste Alexander Waske schon wieder verletzt aufgeben. Das Doppel-Halbfinale gestern beim Challenger in Eckental (Franken) brach er im dritten Spiel des ersten Satzes ab. Zum Einzel-Halbfinale heute trat er nicht an.

Was genau mit ihm los ist, ob seine alte Armverletzung wieder augebrochen ist, weiß ich noch nicht.
Es war schon Waskes dritter Comebackversuch in diesem Jahr nach den Australian Open und dem Hamburger Rothenbaum. Bis gestern sah alles prima aus. In Aachen in der vorigen Woche holte er mit Michael Kohlmann gleich den Doppeltitel.

Nachtrag: Was Alex Waske jetzt auf seiner Internetseite schreibt, klingt nach Entwarnung. Er hat sich den Rücken gezerrt, was er darauf zurückführt, dass sein Körper die vielen Matches nicht mehr gewohnt war. Sein Arm ist also in Ordnung.

Mittwoch, 5. November 2008

Masters-Cup: Federer und Murray in einer Gruppe

Die Vorrundengruppen für den Masters-Cup in Schanghai sind ausgelost:

Rote Gruppe:
Roger Federer
Andy Murray
Andy Roddick
Gilles Simon

Gelbe Gruppe:
Novak Djokovic
Nikolai Davydenko
Jo-Wilfried Tsonga
Juan Martin del Potro

Am Sonntag geht's los mit dem Spiel Djokovic gegen del Potro.

ZDF bleibt dabei: Boris und Sandy kommen

So steht es immer noch auf der Internetseite des ZDF:

"Nach dem erfolgreichen Auftakt der Wetten, dass..?-Staffel meldet sich Thomas Gottschalk mit seinen Gästen am 8. November aus der Bundeshauptstadt Berlin. Mit dabei: Die Wettpaten [...] Boris Becker & Sandy Meyer-Wölden."

Offline hat ein ZDF-Sprecher indes erklärt, man wisse noch nicht, ob Boris Becker alleine komme oder gar nicht.

Für die Hintergründe zur Auflösung der Verlobung verweisen wir auf einschlägige Fachorgane:

http://www.bunte.de/society/liebes-aus-boris-und-sandy-haben-sich-getrennt_aid_7145.html

http://www.gala.de/stars/story/39267/Boris-Becker-und-Sandy-Meyer-Woelden-Die-Schuldfrage.html

Bewährungsstrafe für Maximilian Abel

Tennisprofi Maximilian Abel, der vor zwei Monaten verhaftet wurde, kommt wohl bald raus aus der Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Frankfurt hat in gestern zu 16 Monaten Freiheitsstrafe wegen Diebstahls und Betrugs verurteilt und die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Abel (26) hatte Geld und Kreditkarten gestohlen, offenbar um seine Kokainsucht zu finanzieren.

Montag, 3. November 2008

ATP will 17,7 Millionen Dollar vom DTB

Die ATP leistet sich teure Anwälte: 17,7 Millionen Dollar hat die Organisation für den Prozess ausgegeben, den der Deutsche Tennisbund angestrengt hatte, um dem Hamburger Rothenbaum-Turnier den Masters-Status zu erhalten. Die Summe verlangt die ATP nun vom Prozessverlierer aus Deutschland.

Angeblich legen die ATP-Statuten fest, dass ein Turnier, das erfolglos gegen die ATP klagt, die Prozesskosten auch in solch Schwindel erregenden Höhen erstatten muss.

Der DTB hat gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt. Vom Urteil des Berufungsgerichts wird abhängen, ob der DTB tatsächlich alle Prozesskosten tragen muss. 17,7 Millionen Dollar jedenfalls würden den finanziellen Rahmen des Deutschen Tennis-Bundes deutlich sprengen.

Sonntag, 2. November 2008

Waske kehrt mit Turniersieg zurück

Das war ein perfektes Comeback: Alexander Waske hat gleich bei seinem ersten Turnier nach seiner langwierigen Verletzung den Doppel-Titel geholt. Zusammen mit Michael Kohlmann schlug er heute im Endspiel des Aachener Challengers Filip Polasek (Slowakei) und Travis Parrott (USA) mit 6:4, 6:4. Im Einzel war Waske in der zweiten Runde ausgeschieden.

Samstag, 1. November 2008

Onkel Toni: Nadal sagt Schanghai wohl ab

Rafael Nadal wird beim Masters-Cup in Schanghai in der übernächsten Woche voraussichtlich nicht antreten. Das meldet zumindest der französischsprachige Dienst von tennistalk.com, der sich dabei auf Nadals Trainer und Onkel Toni beruft. "Im Moment glaube ich nicht, dass Rafa in Schanghau spielen wird", sagte Toni. Nadal hatte gestern im Viertelfinale von Paris-Bercy gegen Nikolai Davidenko verletzt aufgegeben.

Buenos Aires will Masters-Turnier

Das Hallenmasters in Paris-Bercy, das in dieser Woche ausgetragen wird, könnte das vorletzte gewesen sein. Ab 2010 könnte das Turnier in Argentinien stattfinden. Der Sport-Stadtrat von Buenos Aires, Francisco Irarrázaval, sagt jedenfalls, er befinde sich in Verhandlungen mit der ATP. Angeblich unterstützt Ion Tiriac das Vorhaben der Argentinier. Tiriac hatte ja auch schon seine Finger im Spiel, als Hamburg seinen Masters-Status zu Gunsten von Schanghai und Madrid verlor.

Freitag, 31. Oktober 2008

Beck will DM-Titel verteidigen

Wenn der Profizirkus in der Winterpause ist, dann trägt der Deutsche Tennisbund (DTB) seine nationalen Meisterschaften aus - in diesem Jahr vom 9. bis zum 14. Dezember in Offenburg.

Vorjahressieger Andreas Beck will seinen Titel verteidigen. Diese Nachricht ist nicht ganz selbstverständlich. 2007 gewann er als Nummer 210 der Weltrangliste. Heute ist er Nummer 102 und somit in Regionen vorgedrungen, in denen Spieler sich im Dezember meist lieber auf den Saisonstart mit den Australian Open im Januar vorbereiten. "Ich versuche aber, die Deutschen Meisterschaften in meine Vorbereitung auf die kommende Saison einzubauen", sagt Beck.

Seit Jahren hat der DTB dem Deutschen Meister immer eine Wild Card für das Hamburger Rothenbaum-Tunrier spendiert. Weil Hamburg im nächsten Jahr seinen Masters-Status verliert, wäre dieser Preis - sofern er denn weiterhin vergeben wird - nur noch halb so bedeutend. Da darf man beim DTB doppelt erleichtert sein, dass jemand wie Andreas Beck trotzdem noch bei den Deutschen Meisterschaften mitmacht.

Federer schont sich für Schanghai

Roger Federer hat heute sein Viertelfinale gegen James Blake (USA) beim Masters-Turnier in Paris wegen Rückenbeschwerden abgesagt:

"Als vorbeugende Maßnahme und da ich sowieso nicht in der Lage wäre, heute Abend 100% Leistung zu bringen, musste ich den schwierigen Entscheid fällen, nicht anzutreten", steht auf seiner Internet-Seite.

Paris war sein drittes Turnier innerhalb von drei Wochen. So einen Kraftakt tut er sich sonst so gut wie nie an. Da ist es nicht wirklich überraschend, dass er das Turnier nicht zu Ende spielt und sich stattdessen fürs Masters-Finale in der übernächsten Woche in Schanghai schont. James Blake, der wegen Federers Absage ins Halbfinale vorrückt, hat damit plötzich auch wieder ganz gute Chancen, sich für Schanghai zu qualifizieren.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Nadal wünscht sich ATP-Chef aus Europa

Im November, so heißt es, will die ATP ihren neuen Chef präsentieren. Namen werden viele gehandelt, seitdem der umstrittene Etienne de Villiers auf Druck der Spielervertreter seinen Abschied zum Jahresende bekanntgab.

Es sind australische Namen und vor allem Namen aus den USA, die gehandelt werden. Das scheint mir aber in erster Linie daran zu liegen, dass die amerikanischen Medien am fleißigsten rumspekulieren. Gegen eine amerikanische Lösung spricht: Einer der wichtigsten Kritikpunkte an de Villiers war, er würde seine Politik zu stark am amerikanischen Markt orientieren.

Ein gewichtiges Wort bei der Neubesetzung wollen Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic als Mitglieder des ATP-Spielerrats mitreden. Und Nadal stelle jetzt in einem Interview mit der französischen Sportzeitung L'Equipe klar: "Ich wünsche mir, dass es ein Europäer wird und dass er nicht so arrogant ist wie de Villiers." (Das vollständige Interview inklusive der Passage zu de Villiers ist nicht online, aber hier gibt's ein paar Ausschnitte.)

Mögliche Kandidaten für den ATP-Chefsessel hatte ich neulich schon vorgestellt. Damals hatte ich es für eher unwahrscheinlich gehalten, dass der ATP-Direktor für Europa, Andy Anson, das Rennen macht. Ich war der Ansicht, im fehle noch der nötige Stallgeruch, weil er erst vor einem Jahr von Manchester United zur ATP wechselte. Jetzt liest man aber in britischen Medien (und zwar genauer gesagt im Guardian), dass die Suche nach einem neuen Chef für den englischen Fußballverband FA ist Stocken geraten sind - und zwar deshalb, weil Andy Anson einer der Favoriten für den Job ist und der sich jetzt aber möglicherweise für den ATP-Spitzenposten entscheiden könnte.

Übrigens steht auch die Variante im Raum, zwei ATP-Chefs zu installieren, einen für den wirtschaftlichen und einen für den sportlichen Bereich. Das Team könnte dann zum Beispiel aus Anson und einem angesehen Ex-Spieler bestehen.

Montag, 27. Oktober 2008

Gewinner der Woche: Murray, Federer, Söderling

Andy Murray in Topform: Eine Woche nach seinem Titel beim Masters-Turnier von Madrid hat der Schotte am Sonntag auch das Finale von St.Petersburg gewonnen. Er bezwang im Finale Andrej Golubew. Im Vereinigten Königreich fragt man sich schon, ob Murray jetzt der beste Spieler der Welt ist.

Da könnte allerdings Roger Federer noch ein Wörtchen mitzureden haben, der wie in alten Zeiten eher glanzlos durch die ersten Runden in Basel marschierte, um dann im Endspiel voll aufzudrehen.
Glatter Sieg gegen den Hallenspezialisten David Nalbandian. Noch vor zwei Wochen hatte Nalbandian in Stockholm einen Heimsieg verhindert, als er im Finale Robin Söderling (Foto) bezwang.

Söderling seinerseits revanchierte sich gestern im Finale von Lyon, wo er den Heimsieg von Julien Benneteau verhinderte. Mein Eindruck ist, dass Söderling sein ohnehin schon sehr starken Aufschlag noch weiter verbessert hat. Wenn er das stabilisiert, ist er bald Stammgast unter den ersten 20.

Samstag, 25. Oktober 2008

Federico Luzzi gestorben

Der italienische Davis-Cup-Spieler Federico Luzzi (28) ist heute an Leukämie gestorben. Die Krankheit war erst vor einer Woche diagnostiziert worden und verlief rasend schnell. Sein letztes offizielles ATP-Match bestritt er vor vier Wochen bei einem Challenger in Neapel. Noch vor einer Woche spielte er ein Ligaspiel in Italien.

Luzzis höchste Weltranglistenposition war Nummer 92. Im Februar war er einmal kurz in den Schlagzeilen: Er hatte sich - wie mehrere andere Italiener - beim Onlinewetten auf Tennismatches erwischen lassen und war für 200 Tage gesperrt worden. Allerdings hatte er keine Spiele manipuliert und nur ein einziges Mal auf eines seiner eigenen Spiele gewettet: Drei Euro darauf, dass er gewinnt.

Hier eine Quelle (auf Italienisch)

Freitag, 24. Oktober 2008

McEnroe: Nadal wird nicht lange dominieren

John McEnroe glaubt nicht, dass Rafael Nadal den Tennissport so dominieren wird, wie es Roger Federer in den vergangenen Jahren getan hat.

"Nadal ist ein sehr starker Spieler, der stärkste, den ich je gesehen habe. Er spielt sehr aggressiv, aber es ist nicht einfach, diesen Stil ein Leben lang durchzuhalten. Es wird ihn zermürben, und ich habe Grund zu der Annahme, dass er die Tour nicht so wie Federer dominieren wird." Federer dagegen sei ein kompletter Spieler, und wenn er wieder zu seiner Leistungsspitze zurückfinde, werde er auch wieder dominieren, wird McEnroe in der malaysischen New Straits Times zitiert. (McEnroe kommt im Novemver zusammen mit Björn Borg, Federer und James Blake zu einem Schaukampf nach Kuala Lumpur.)

Nicht ganz neu, diese These, aber immer wieder eine Diskussion wert.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Hiermit hat sich der Senat nicht befasst

Die Zukunft des Hamburger Rothenbaumturniers ist noch immer offen. Der Deutsche Tennisbund (DTB) hat sich hilfesuchend an den Senat der Freien und Hansestadt gewandt.

Der Senat hält sich mit seinen Aktionen sehr bedeckt, wie aus den Antworten einer kleinen Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Jule Timmermann und Jan Balcke hervorgeht. Standardantwort: "Hiermit hat sich der Senat nicht befasst."

Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass der Senat sich wirklich mit nichts befasst, aber auf außerordentlich rührige Aktivitäten deuten die Antworten nicht hin.

Montag, 20. Oktober 2008

Waske-Comeback nächste Woche in Aachen


Nach seiner langwierigen Ellenbogen-Verletzung wird Alexander Waske nächste Woche beim Challenger in Aachen an den Start gehen. Er bekam eine Wild Card fürs Einzel und fürs Doppel mit Michael Kohlmann.

Am Wochenende war er schon in Basel, wo er auf einen Startplatz in der Qualifikation gehofft hatte. Das klappte aber nicht.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Update: Wer schafft es nach Schanghai?

Vor zwei Wochen hatte ich mich zu einer Prognose hinreißen lassen, welche Spieler die besten Aussichten haben, sich für das Saisonfinale der besten Acht in Schanghai zu qualifizieren. Nach dem Masters von Madrid ist es höchste Zeit für eine kritische Durchsicht meiner Prognosen.

Hier die aktuelle Tabelle:
1. Rafael Nadal (Spanien)
2. Roger Federer (Schweiz)
3. Novak Djokovic (Serbien)
4. Andy Murray (Großbritannien)
5. Nikolai Dawidenko (Russland)
6. Andy Roddick (USA)

7. David Ferrer (Spanien) 338
8. Juan Martin del Potro (Argentinien) 337
--------------------------------------------
9. Gilles Simon (Frankreich) 331
10. James Blake (USA) 310
11. Stanislas Wawrinka (Schweiz) 301
12. Fernando Gonzalez (Chile) 284
13. Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) 270
14. Gael Monfils (Frankreich) 264

Es sind immer noch zwei der acht Plätze offen (Roddick sind praktisch durch). Die Vorhersage, dass Juan Martin del Potro einen dieser Plätze einnehmen wird, war nicht sonderlich gewagt, und es sieht nach wie vor ganz gut für ihn aus. David Ferrer zehrt immer noch von seinem Vorsprung auf die Konkurrenz. Vielleicht rettet er sich irgendwie ins Ziel, ich halte das aber für eher unwahrscheinlich. Mein dritter Kandidat Stanislas Wawrinka muss sich langsam mal ranhalten. Er ist auf Platz elf zurückgefallen. Aber weil ich ihn vor allem deshalb so weit nach oben gestellt hatte, weil sein Heimturnier in Basel noch kommt, kann das ja in der kommenden Woche noch was werden mit ihm.

Der Kracher ist natürlich Gilles Simon. Von dem hab ich vor zwei Wochen gesagt, ich könne ihn mir beim besten Willen nicht unter den ersten Acht vorstellen. Nach seinem Halbfinalsieg über Rafael Nadal in Madrid muss ich aber zur Kenntnis nehmen, dass es in der Welt Dinge gibt, die meine Vorstellungskraft übersteigen. Simon hat nicht nur Glück und die Fähigkeit, seinen Gegner schlecht aussehen zu lassen, er ist auch wahnsinnig nervenstark: Vier seiner fünf Matches auf dem Weg ins Finale von Madrid hat er im Tie-Break im dritten Satz gewonnen. Ein paar Siege in Lyon und Paris, und plötzlich ist Simon in Schanghai dabei.

Neu im Kreis der Kandidaten ist Gael Monfils: Finalist von Wien und Viertelfinalist von Madrid. Er müsste aber schon in Paris den Titel holen, um sich noch für Schanghai zu qualifizieren. Dafür wird es nicht reichen.

Samstag, 18. Oktober 2008

Djokovic holt ATP-Turnier nach Belgrad

Das ATP-Sandplatzturnier von Amersfoort (Niederlande) zieht nach Belgrad um. Der serbische Australian-Open-Sieger Novak Djokovic hat den Deal zusammen mit seiner Familie eingefädelt.

Amersfoort hatte in den letzten Jahren Mühe, Spieler und Zuschauer anzuziehen. Turnierdirektor Hans Felius macht auch die Finanzmarktkrise dafür verantwortlich, dass er keinen neuen Sponsor fand.

In Serbien haben Djokovic (ATP Nr.3), Ana Ivanovic (WTA Nr. 4) und Jelena Jankovic (WTA Nr. 1) einen Tennis-Boom ausgelöst. Bislang gab es dort kein ATP-Turnier. Die Niederlande indes sind mit den Veranstaltungen von Rotterdam (Februar) und 's Hertogenbosch (Juni auf Rasen) immer noch ganz gut versorgt.

Das Turnier in Belgrad wird vom 4. bis zum 10. Mai 2009 ausgetragen, parallel zu München.
Die ATP muss dem Deal noch zustimmen.

Amersfoort war übrigens 2006 das erste ATP-Turnier überhaupt, das Novak Djokovic gewinnen konnte.

Freitag, 17. Oktober 2008

Rothenbaum komplett vor dem Aus?

Bis jetzt war ich immer ganz zuversichtlich, dass das Hamburger Rothenbaum-Turnier im nächsten Jahr wenigstens als herabgestuftes 500er-Turnier fortbestehen wird. Wenn man aber liest, was die DTB-Granden dem Hamburger Abendblatt erzählt haben, sieht das eher schlecht aus.

Der DTB will eine Million Euro Zuschuss von der Stadt Hamburg. Die Stadt will nicht zahlen und versucht, stattdessen Hamburger Unternehmen als neue Sponsoren zu gewinnen, was sich schwierig zu gestalten scheint.

Möglicherweise pokert der DTB auch ein bisschen mit seiner Drohung, das Turnier einzustampfen?

Haas-Comeback frühestens im Januar

Nach mehreren Wochen auf Tauchstation hat Tommy Haas heute etwas von sich hören lassen. Gerüchten um sein Karriereende tritt er vorsichtig entgegen, ein hartes Dementi ist es aber nicht unbedingt. Frühestens im Januar will er auf die Tour zurückkehren.

"Ich schufte derzeit schwer und trainiere hier in Las Vegas hart für mein Comeback. Wann allerdings mit meiner Rückkehr zu rechnen ist, kann ich selbst noch nicht sagen. [...] Vielleicht kann ich im Januar bereits wieder spielen, vielleicht aber auch erst später. [...] Wirklich freuen würde ich mich natürlich, 2009 auch wieder bei einem der Grand-Slam-Turniere dabei sein zu können. Aber auch dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne und gehört sicher nicht zu den primären."

Hier der Link auf seine Internet-Seite

Haas steht zwar noch auf der offiziellen Teilnehmerliste des Turniers in Basel, das am Montag beginnt, aber auch vorige Woche in Stockholm hatte er erst auf den letzten Drücker abgesagt.

Zoff unter Dänen: Pless gegen Carlsen


Tennis, das ist in Dänemark vor allem Caroline Wozniacki, die 18 Jahre alte Nummer 15 der Welt.

In dieser Woche aber stehen ausnahmsweise auch die männlichen Tennisspieler mal auf den Sportseiten der dänischen Zeitungen: Kristian Pless (Foto) und Kenneth Carlsen, die beiden einzigen Dänen, die es in den letzten zehn Jahren unter die Top 100 geschafft haben.

Carlsen (35) hat seine Karriere vor genau einem Jahr beendet und die freie Zeit dazu genutzt, seine Memoiren zu verfassen. Pless (26) versuchte in dieser Woche, seine lang anhaltende Formkrise beim Challenger in Taschkent zu überwinden. Weil er vermutete, dass in Usbekistan wohl sonst nicht viel los sein würde, nahm er sich was zu Lesen mit: Das Buch von Carlsen. Den Typen konnte er zwar immer schon nicht ausstehen, aber immerhin hatte er ihm ein Exemplar persönlich überreicht - und zwar, wie Dänemarks Medien berichten, im Hause von Pless' Schwiegereltern.

Was Pless da las, brachte in offensichtlich ziemlich in Rage. Nach seiner Erstrundenniederlage in Taschkent schrieb er einen langen "offenen Brief" an den "lieben Kenneth" und stellte den ins Internet. Vor sieben Jahren hatten die dänischen Medien schon einmal über Streit zwischen den "zwei Hähnen in einem zu kleinen Hühnerhof" berichtet. Damals ging es, soweit ich das nachvollziehen konnte, um die Frage, wer mehr finanzielle, materielle und personelle Unterstützung vom dänischen Tennisverband bekommen hat.

Pless verübelt Carlsen nun, dass er diese alte Geschichte in seinem Buch wieder aufgewärmt hat und antwortet mit einer Generalabrechnung. In seinem Brief erzählt er, dass er nie erzählt habe, dass sich alle Profis über Carlsens Macken lustig gemacht hätten und behauptet, Carlsen habe 2006 in Nottingham eine Verletzung vorgetäuscht, nur um nicht gegen ihn antreten zu müssen und sich seinen Nimbus zu bewahren, auf der Tour nie gegen einen dänischen Landsmann verloren zu haben. So geht das über viele Absätze, und Pless zitiert auch, was Carlsen noch alles so Negatives über ihn schreibt.

Hier gehts zum offenen Brief (auf Dänisch)

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Details zur Weltrangliste 2009

Die ATP hat heute ein paar Einzelheiten zu ihrem neuen Weltranglisten-System herausgerückt, das ab 2009 gelten soll.

Was ATP-Statistiker Greg Sharko heute bekanntgab, enthält einige Überraschungen. Bisher war nur publik, dass die Weltranglistenpunkte für Turniersiege teilweise verdoppelt werden, nicht aber, was Finalisten, Halbfinalisten und so weiter bekommen sollen. Die Überraschung: Deren Punkte werden nicht annähernd verdoppelt. Für ein Viertelfinale bei einem normalen ATP-Turnier zum Beispiel, für das es bisher 40 Punkte gibt, gibt es nächstes Jahr 45 Punkte.

Da wundert es sehr, dass angeblich zum Jahreswechsel alle Punkte, die die Spieler 2008 erspielt haben, pauschal verdoppelt werden sollen. Es gibt noch einige andere offene Fragen und Ungereimtheiten. Damit werde ich mich dann wohl mal in einem Hauptartikel an diesem oder einem der kommenden Sonntage befassen.

Hier der Link zum Artikel von "ATP stats and information guru" Greg Sharko

Preisgeld-Rekord für Federer

Roger Federer hat gestern den Preisgeld-Rekord von Pete Sampras gebrochen. Mit seinem Zweitrundensieg in Madrid gegen Radek Stepanek kommt Federer auf ein Karriere-Preisgeld von 43.289.000 Dollar. Sampras muss mit seinen 9.000 Dollar weniger kleinere Brötchen backen.
Dabei geht es nur um die Perostelder aus offiziellen Turnieren. Werbe-Einnahmen, Antrittspraemien und Schaukampf-Honorare gehen extra.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Foto-Ratespiel läuft noch!

Das Foto-Ratespiel von letzter Woche läuft noch. Wer ist der Spieler auf dem Foto im Titelkopf? Drei Tipps wurden bisher abgegeben: David Ferrer, Benjamin Becker und Sebastien Grosjean. Die könnten es echt alle sein, wenn ich mir das Bild so anschaue. Sie sind es aber nicht.

Zwei kleine Tipps: Das Foto hab ich in Hamburg gemacht, und der Spieler ist ein amtierender Grand-Slam-Titelträger.

Montag, 13. Oktober 2008

Pokal für Nadal - ohne de Villiers

Der Termin war schon vor Wochen angekündigt: Beim Masters-Turnier in Madrid nahm Rafael Nadal gestern die "Number-One-Trophy" entgegen. Das ist eine Art gläsernes Schiffchen, von dem ich offen gesagt vorher noch nie etwas gehört hatte und das man offenbar bekommt, wenn man Weltranglisten-Erster geworden ist. Der Termin war schon vor Wochen angekündigt, und bis unmittelbar vor der Verleihung hieß es, der scheidende ATP-Chef Etienne de Villiers solle die Trophäe überreichen. Eine pikante Vorstellung, schließlich war Nadal einer der Spitzenspieler, die im Sommer erfolgreich an de Villiers Stuhl gesägt hatten.

Nun, Etienne de Villiers kam dann doch nicht. Stattdessen durfte Turnierdirektor Manolo Santana das Schiffchen überreichen.

Hier der offizielle ATP-Bericht dazu samt Foto von der Trophäe.

Deutsche Karawane nach Usbekistan

Was kann man machen, wenn die Weltranglistenplatzierung fürs Masters in Madrid nicht reicht? Man kann auch zum Challenger nach Kolding fahren. Ist sowieso näher als Madird. Kolding liegt in Dänemark, 80 Kilometer nördlich von Flensburg.

Oder man reist nach Usbekistan. Für diese Variante haben sich in dieser Woche auffallend viele deutsche Spieler entschieden. Drei der fünf topgesetzten Spieler beim Challenger in Taschkent, 4500 Kilometer südöstlich von Flensburg, sind Deutsche: Denis Gremelmayr, Michael Berrer und Björn Phau. Hinzu kommen Simon Stadler, Daniel Brands, Michael Kohlmann und Frank Moser. Damit sind die Deutschen die größte Fraktion im Teilnehmerfeld. Wien-Gewinner Philipp Petzschner wollte ursprünglich auch mitkommen, legt jetzt aber doch lieber eine Erholungspause ein.

In Taschkent gibt es 50 Prozent mehr Ranglistenpunkte als in Kolding. Da kann sich die Reise lohnen, auch wenn das Preisgeld nur mit viel Fantasie fürs Flugticket reicht, zumal in abgelegenen Weltgegenden die Teilnehmerfelder oft sehr schwach sind. Der Haken bei der Rechnung: Ein paar andere Leute hatten dieselbe Idee. Sogar der Däne Kristian Pless spielt lieber in Usbekistan als im heimatlichen Kolding. Taschkent hat ein überraschend stark besetztes Challenger bekommen.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Davis-Cup-Finale in Mar del Plata


In Stockholm ist David Nalbandian (Foto) in dieser Woche furios ins Finale gestürmt. Aber seine gute Laune ist begrenzt. Davis-Cup-Finale (21. bis 23. November) zwischen Argentinien und Spanien findet nicht wie geplant in Nalbandians Heimatstadt Cordoba statt, sondern in Mar del Plata. Das entschied der Davis-Cup-Ausschuss des Welttennisverbands ITF. Die Halle in Cordoba ist der ITF zu klein. Die für Davis-Cup-Endspiele vorgeschriebenen 12000 Zuschauerplatze gibt es zwar auch in Mar del Plata nicht, dort ließe sich die Kapazität aber eher erweitern als in Cordoba, meint die ITF. Das überzeugt Nalbandian nicht: "Es müssen unter dem Tisch andere Gründe eine Rolle gespielt haben", raunte der Weltranglistensiebte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Federer nächste Woche wieder an Deck

Das Geraune (bei dem ich mitgemacht habe), Roger Federer würde vielleicht erst nächstes Jahr wieder Turniere spielen, ist vorbei. Heute hat er bestätigt, dass er beim Masters nächste Woche in Madrid antreten wird.

Die alten Schweden gehen

Joachim Johansson hat in dieser Woche in Stockholm sein umjubeltes Comeback gefeiert und sein Auftaktmatch auch gleich gewonnen.

Für einen anderen Johansson könnte das Erstrundenspiel in Stockholm das letzte Match seiner Karriere gewesen sein. Thomas Johansson, Australian-Open-Sieger von 2002, verlor gegen den Spanier Albert Montanes und teilte anschließend mit, dass die Saison für ihn vorbei ist, weil er sich eine chronische Schleimbeutelentzündung am Fuß operieren lassen werde. Auf die Frage, ob das Spiel gegen Montanes sein letztes Profimatch war, sagte der 33-jährige Johansson, das sei möglich. Vor einem Jahr hatte er in Stockholm noch das Finale erreicht. Weil er die Ranglistenpunkte von damals nun verliert, fällt er nächste Woche aus den Top 100 und müsste künftig Qualifikationswettbewerbe oder Challenger-Turniere spielen. Gut möglich, dass er sich das nicht mehr antun will.

Jonas Björkman (36), ehemalige Nummer 4 im Einzel und Nummer 1 im Doppel, hat am Montag gegen Juan Monaco (Argentien) sein letztes Einzelmatch bestritten. Im Doppel ist er aber noch im Wettbewerb und will zusammen mit seinem Partner Kevin Ullyett (Simbabwe) auch noch die Masters-Turniere von Madrid in Paris spielen. Die beiden haben gute Aussichten, sich für den Masters-Cup im November in Schanghai zu qualifizieren.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Kiwi wieder da

Nicolas Kiefer ist wieder da. Drei Wochen lang war er abgetaucht und hatte die Turniere von Peking und Tokio kurzfristig abgesagt. Kurz darauf war auf seiner Internet-Seite zudem die Mitteilung verschwunden, er werde beim Masters in Madrid wieder dabei sein. Da konnte man spekulieren, ob die Pause, für die er persönliche Gründe angab, länger dauern könnte. Es gab nur eine Meldung vom Hopman-Cup in Perth, dass Kiefer und Sabine Lisicki im Januar dort starten würden.

Nun steht Madrid wieder auf seiner Internetseite: Morgen fliegt er hin.

Nichts Neues gibt es hingegen von Tommy Haas. Der ist seit den US Open nicht mehr gesehen worden. Das Turnier in Stockholm diese Woche hat er kommentarlos abgesagt. Aus gegebenem Anlass verlinke ich mal diesen Artikel vom März.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Petzschner ist nicht zu stoppen

Mit Ergebnis-Berichterstattung halten wir uns an dieser Stelle ja gemeinhin zurück. Heute machen wir eine Ausnahme, und zwar für Philipp Petzschner. Der Mann hat in den letzten paar Tagen ein feines Husarenstück hingelegt:

Am Freitag spielte ein Doppel-Viertelfinale in Tokio. Danach stieg er ins Flugzeug nach Wien. Dort traf er am Sonnabend um 16 Uhr an. Um 19.30 Uhr begann dort sein Match in der ersten Qualifikationsrunde gegen den Österreicher Philipp Oswald. Die Zeit kann gerade gereicht haben, um das Gepäck vom Förderband zu holen und von Schwechat in die Stadthalle zu rasen. Petzschner gewann das Spiel. Das zweite Qualifikationsspiel am Sonntag gewann er auch (3:6, 6:0, 6:0 gegen Kristian Pless/Dänemark).

In der ersten Runde des Hauptfeldes wurde er dem topgesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka zugelost. Das Ergebnis: 6:7, 6:2, 7:6 für Petzschner. "Das war mein erstes Match gegen einen Top-Ten-Mann, also steht es jetzt 1:0 und ich sollte vielleicht aufhören", sagte er nach dem Spiel.

Das Zweitrundenspiel morgen wird er aber wohl noch mitnehmen. Gegen Jan Hernych (Tschechien) ist Philipp Petzchner Favorit.

(Danke an Jan, den Petzschner-Fan Nr. 1 , der schon am Donnerstag den Flugplan Tokio-Wien recherchiert hat.)

Rothenbaum-Prozess: DTB geht in Berufung

Der Deutsche Tennisbund kämpft weiter um sein Masters-Turnier am Hamburger Rothenbaum. Heute legte der DTB Berufung gegen das Urteil in den USA ein, demzufolge die ATP das Recht hatte, dem Rothenbaum-Turnier den Masters-Status abzuerkennen.

Das Geschworenengericht im US-Staat Delaware hatte sein Urteil schon am 5. August gefällt. Die schriftliche Begründung ist aber erst in der letzten Woche eingegangen. Danach entschied sich der DTB erstaunlich schnell, in Berufung zu gehen.

Der DTB scheint sich eher Chancen auf Schadenersatz auszurechnen als darauf, tatsächlich den Masters-Status des Turniers erhalten zu können. Verbandspräsident Georg von Waldenfels sagte: "Unsere Anwälte gehen davon aus, dass das Urteil gerade im Punkt des Schadenersatzes im hohen Maße anfechtbar ist." Der DTB hatte mehrere Millionen Euro in das Stadion am Rothenbaum investiert - im Vertrauen darauf, dort auch in den kommenden Jahren ein Masters-Turnier ausrichten zu können, bei dem alle Top-Spieler zur Teilnahme verpflichtet sind.

Für 2009 hat Hamburg einen neuen Termin vom 20. bis zum 26. Juli zugewiesen bekommen, mit dem Status eines "500er-Turnier". Das ist die Kategorie eine Stufe unter den Masters-Turnieren.

Im dpa-Bericht zum Thema hieß es heute, parallel zu Hamburg finde ein weiteres 500er-Turnier auf Hartplatz in Washington statt. Das halte ich bis auf Weiteres für eine Fehlinformation. Auf dem ATP-Turnierkalender für 2009 ist Washington zwei Wochen später verzeichnet (3. bis 9. August). Den Termin geben die Washingtoner auch auf ihrer eigenen Internetseite an.

Trotzdem bleibt das Problem mit dem Juli-Termin: Viele Spieler, auch die Deutschen, sind zu der Zeit längst in Amerika, um sich auf die US Open vorzubereiten.

Hier die Mitteilung des DTB

Hintergründe zum Prozess gibt's in diesem Artikel von vor dem Urteil.

Was die Degradierung und der neue Termin bedeuten, dazu gibt's ein paar Thesen in diesem Artikel vom Februar.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Doppelerfolg für Mischa Zverev

Davis-Cup ist zwar erst wieder im März, aber die Fans der deutschen Nationalmannschaft debattieren schon seit Monaten eine Frage mit Herzblut: Wer soll denn nun im Doppel spielen? Die lang verletzten alten Haudegen Kohlmann/Waske? Philipp Kohlschreiber mit Philipp Petzschner, wie die letzen beiden Male? Oder Christopher Kas, immerhin bester Deutscher in der Doppel-Weltrangliste? Und wenn ja, mit Kohlschreiber oder mit Petzschner? Oder doch noch mal unsere Athener Silberjungen Kiefer/Schüttler?

Im Windschatten all dieser Namen hat sich der Hamburger Mischa Zverev herangepirscht. Zusammen mit Michail Juschni (Russland) gewann er heute das Turnier von Tokio. Im Finale bezwangen sie die an eins gesetzten Lukas Dlouhy (Tschechien) und Leander Paes (Indien) 6:3 und 6:4. Nach Halle (Westfalen) ist das in diesem Jahr schon der zweite Finalsieg für Juschni/Zverev gegen Dlouhy/Paes.

Im Einzelfinale von Tokio gewann Tomas Berdych gegen Juan Martin del Potro.

Hier die Ergebnisse im Detail: Einzel und Doppel.

Und hier die Ergebnisse aus Metz, wo Dimitri Tursunov im Finale gegen Paul-Henri Mathieu gewann.

Freitag, 3. Oktober 2008

Pim-Pim kommt zurück

Wenn die Not am größten, ist die Rettung am nächsten: Mit Roger Federers Absage war das ATP-Turnier von Stockholm in der nächsten Woche seines einzigen Zugpferds verlustig gegangen. Aber heute kam eine Nachricht, die die schwedischen Tennisfans vermutlich noch mehr verzückt, als es Federer je hinbekommen hätte: Joachim Johansson kehrt zurück. Er hat eine Wild Card angenommen.

Schwedens glorreiche Zeiten im Tennis sind lange vorbei. Nur einer schaffte es in den letzten Jahren unter die besten Zehn der Welt: Joachim "Pim-Pim" Johansson. Seit 2005 konnte er allerings wegen einer langwierigen Schulterverletzung kaum noch spielen. 2007 trat er nur zu drei Turnieren an. Zuletzt vor genau einem Jahr in Stockholm. Im Februar dieses Jahres erklärte er mit 25 Jahren sein Karriereende.

Ob er wieder dauerhaft auf die Tour zurückkommt, hat er offen gelassen.

Deutschland startet beim Hopman-Cup

Beim Hopman-Cup im Januar, der offiziellen Mixed-WM, startet nach zwei Jahren Pause 2009 wieder ein deutsches Team: Nicolas Kiefer und Sabine Lisicki.

Acht Nationen nehmen teil. Neben Deutschland stehen bisher Frankreich, Russland und Australien fest.

Der Hopman-Cup findet vom 3. bis 9. Januar in Perth (Australien) statt und gilt als Vorbereitungsturnier für die Australian Open zwei Wochen darauf.

In den 90er Jahren waren die Deutschen fast immer am Start. 1993 gewannen Steffi Graf und Michael Stich den Titel, 1995 Anke Huber und Boris Becker.

In diesem Jahrtausend startete Deutschland erst zweimal und schied jeweils in der Vorrunde aus. Anna-Lena Grönefeld spielte 2005 mit Tommy Haas und 2006 mit Nicolas Kiefer.

Kiefer (ATP Nr. 25) und Lisicki (WTA Nr. 64) sind momentan die bestplatzierten Deutschen in der Weltrangliste.

Davis-Cup: Punktabzug für Kroatien

Es gehört im Davis-Cup zum guten Ton, als Gastgeber einen Bodenbelag zu verlegen, der dem Gegner möglichst gar nicht behagt. Die Kroaten haben das übertrieben, entschied jetzt das Davis-Cup-Kommitee des Welttennisverbands ITF. Der Boden beim Relegationsspiel gegen Brasilien war zu schnell. Die kroatischen Aufschlagungeheuer Mario Ancic und Ivo Karlovic hatten die brasilianischen Sandplatzspezialisten mit 4:1 besiegt.

Allerdings lehnte das Davis-Cup-Kommitee es ab, Kroatien zu disqualifizieren, wie die Brasilianer es gefordert hatten. Der Schiedsrichter habe den Platz für gut bespielbar befunden, und die Brasilianer hätten sich erst während des zweiten Tages der Begegnung beschwert.

Kroatien bekommt nun eine milde Strafe: 2000 Punkte Abzug in der Davis-Cup-Rangliste. Die spielt nur bei der Auslosung für die Setzliste eine Rolle, und der Davis-Cup für das nächste Jahr ist schon ausgelost. Kroatien bleibt trotz des Punktabzugs auf Platz fünf.

Wer wissen will, wie die ITF feststellt, wie schnell ein Platz ist, kann hier nachlesen.

Die Davis-Cup-Regelung finde ich etwas willkürlich: Das Tempolimit gilt nur für Teppich und Hartplatz. Sandplätze dürfen langsamer sein, Rasen schneller.

Hier die offizielle ITF-Mitteilung

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Längere Pause für Federer?

Roger Federer hat heute seinen Start beim Turnier in Stockholm in der nächsten Woche abgesagt. Er denkt anscheinend darüber nach, auch alle weiteren Turniere für dieses Jahr abzusagen.

"Ich schätze mich äußerst glücklich, jetzt wieder gesund zu sein. Ich möchte aber so lange wie möglich weiter auf Top-Niveau Tennis spielen und auch die Nummer eins wieder in Angriff nehmen. Um das zu tun, brauche ich eine richtige Pause. Im Moment weiß ich nicht genau, wann ich wieder bereit sein werde zu spielen. Ich hoffe aber, dass es vor dem Ende des Jahres sein wird," schreibt er auf seiner Internetseite.

Als Federer zu Anfang des Jahres seinen Turnierplan für 2008 bekanntgab, wunderte sich mancher Fan: Im Herbst wollte er vier Turniere in vier Wochen bestreiten: Stockholm, Madrid, Basel und Paris-Bercy. Für Spieler, die sowieso meistens in der ersten oder zweiten Runde ausscheiden, ist das nichts Ungewöhnliches. Aber wer wie Federer meistens ins Finale kommt, dosiert die Turniere meist etwas behutsamer.

Ohne Stockholm sähe Federers Herbstprogramm wieder aus wie in den vergangenen Jahren auch: Die Masters-Turniere in Madrid und Paris sind obligatorisch. Das Turnier in Basel für Federer auch - das ist schließlich seine Heimatstadt.

Für Stockholm ist Federers Absage ein herber Schlag. Sein Name hat bisher das eher schwache Teilnehmerfeld überstrahlt. Nun ist mit David Nalbandian nur noch ein einziger Top-20-Spieler dabei. Dabei hat die Veranstaltung in der altehrwürdigen königlichen Tennishalle eine wunderbar entspannte Atmosphäre.

Rothenbaum-Prozess: Berufung weiter offen

Der deutsche Tennis-Bund hat immer noch nicht entschieden, ob er gegen das US-Urteil Berufung einlegen soll, nach dem die AFP dem Hamburger Rothenbaum-Turnier den Masters-Status aberkennen durfte. Die schriftliche Begründung liege noch nicht vor, weil der zuständige Richter Urlaub hatte, sagt DTB-Präsident Georg von Waldenfels.

Sonntag, 28. September 2008

Challenger-Finale für Reister


Julian Reister (22) ist in meinem Blog schon gelegentlich vorgekommen. Bislang hatte das vor allem einen Grund: Er kommt aus der Nähe von Hamburg und spielte aus naheliegenden Gründen oft genau da, wo ich zuguckte - zum Beispiel bei der Qualifikaion am Rothenbaum oder in der Zweiten Bundesliga in Hartenholm.
Heute gibt es über Reister mal eine Nachricht aus der Ferne. Er stand beim Challenger in Trnava (Slowakei) im Endspiel. Das hat er gegen Alberto Martin (Spanien) glatt mit 2:6, 0:6 verloren. Trotzdem ein großer Erfolg: Bei dem Turnier waren fünf Spieler aus den Top 100 am Start. Reister kam über die Qualifikation ins Hauptfeld. Das Finale bringt ihn in der Weltrangliste von Platz 402 in etwa auf Platz 280. Dort stand er vor gut einem Jahr schon mal. Zuletzt musste man befürchten, Reister würde als ewiges Talent in der Versenkung verschwinden. Das sieht jetzt wieder etwas besser aus.

Hier die Ergebisse aus Trnava

Sieger der Woche: Roddick und Tsonga

Im Januar kam Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) bei den Australian Open überraschend bis ins Finale. Danach hatte er nicht mehr viele Möglichkeiten zu zeigen, dass das kein Zufallstreffer war. Den ganzen Sommer über musste er mit kaputtem Knie pausieren. Jetzt ist er wieder da. Gleich das zweite Turnier nach seiner Verletzungspause hat er gewonnen. Und sich nebenbei für seine Finalniederlage in Melbourne revanchiert. Im Finale von Bangkok gewann Tsonga 7:6, 6:4 gegen Novak Djokovic (Serbien).

Im Endspiel von Peking setzte sich Andy Roddick (USA) gegen Dudi Sela (Israel) mit 6:4, 6:7, 6:3. Die ganz großen Titel holt der frühere Weltranglistenerste zwar schon lange nicht mehr. Aber nach Dubai und San Jose ist Peking für Roddick schon der dritte Turniersieg in diesem Jahr.

Die deutschen Halbfinalisten in Peking hatten wir ja schon hier abgehandelt.

Hier die Ergebnisse aus Bangkok

Und hier aus Peking

Papa Djokovic wittert Verschwörung

Zwei schwere Lose für das serbische Tennis:

Das erste schwere Los ist die Erstrunden-Begegnung im Davis-Cup 2009. Da müssen die Serben nach Spanien.

Das zweite schwere Los ist der Vater von Novak Djokovic. Der Mann hat in dieser Woche eine wilde Verschwörungstheorie gesponnen. Punkt 1: Der Tennis-Weltverband ist Serbien übel gesonnen; die Davis-Cup-Auslosung wurde deshalb zum Nachteil Serbiens manipuliert. Punkt 2: Diese Manipulation ist ein ganz normaler Vorgang. Alle wissen das, und die anderen Länder leisten erfolgreich Lobbyarbeit, um vernünftige Auslosungen zu bekommen. Nur Serbiens Verbandspräsident Slobodan Zivojinovic ist zu blöd dazu. Punkt 3: Früher ist auch sein Sohn Novak auf der ATP-Tour regelmäßig benachteiligt worden. Erst seitdem er Leute beschäftigt, die für ihn Lobbyarbeit machen, klappt es besser mit den Spielansetzungen.

Srdjan Djokovic redet viel, wenn der Tag lang ist. In Serbien nimmt ihn offenbar schon lange niemand mehr ernst. Trotzdem ist es natürlich eine heiße Sache, wenn der Vater des Weltranglistendritten behauptet, sein Sohn beschäftige Leute, die dafür zuständig sind, Auslosungen zu manipulieren. Der wahre Kern der Sache dürfte dieser sein: Wenn Novak Djokovic dem Turnierveranstalter sagt: "Ich möchte am Abend spielen." oder "Ich möchte erst am Dienstag spielen.", dann erfüllt man ihm diesen Wunsch inzwischen. Dass das früher nicht so war, liegt aber nicht an erfolgreicher Manipulationsarbeit, sondern daran, dass er mittlerweile ein Superstar ist und das vor zwei Jahren noch nicht war.

Ach ja, in Serbien nimmt niemand mehr Papa Djokovic ernst. Außerhalb von Serbien aber auch nicht. Deshalb gibt's für diese Geschichte nur eine serbische Quelle und eine Forums-Übersetzung ins Englische.

Samstag, 27. September 2008

Gute Chinawoche für Schüttler und Phau

Bei den Olympischen Spielen war schnell Schluss für Rainer Schüttler. Bei seinem zweiten Anlauf in Peking hatte er jetzt doch noch ein Erfolgserlebnis: Halbfinale. Dort verlor er heute allerdings glatt gegen den jungen Israeli Dudi Sela. Vorher hatte Schüttler immerhin Richard Gasquet (Nr.12) geschlagen.

Noch beachtlicher die Leistung von Björn Phau, der in den letzten zwei Jahren den Anschluss an die Top 100 verloren hatte. Er bezwang den Chilenen Fernando Gonzalez (Nr. 11), den Pekinger Bronzemedaillengewinner von neulich. Im Halbfinale konnte Phau dann gegen Andy Roddick immerhin einen Satz gewinnen.

Einen Moment lang war ich der Ansicht, es müsse eine halbe Ewigkeit her sein, dass zuletzt ein ATP-Turnier zwei deutsche Halbfinalisten hatte. Ist es aber gar nicht. Im Juni in Halle war Nicolas Kiefer im Halbfinale und Philipp Kohlschreiber im Finale. Beide verloren gegen Roger Federer.

Hier die Ergebnisse aus Peking

Freitag, 26. September 2008

Wachsfiguren-Ratespiel

Na, wer ist denn wohl das?



Die Auflösung gibt es hier.

Die Wachsfigur steht übrigens im chinesischen Nationalmuseum.

Mittwoch, 24. September 2008

Böses Ende für Djokovic 2

2:6 und 0:6. Marko Djokovics Ausflug in die Welt der ganz Großen nahm ein böses Ende. Der 17-jährige kleiner Bruder von Australian-Open-Sieger Novak Djokovic hatte in der ersten Runde des ATP-Turniers von Bangkok gegen den formschwachen Finnen Jarkko Nieminen nicht den Hauch einer Chance. Mit seiner Zirkuspferd-Wild-Card hat der Turnierveranstalter dem Jungen wohl eher keinen Gefallen getan.

Dienstag, 23. September 2008

Kas/Kohlschreiber 2009 regelmäßig zusammen

Christopher Kas, als Nummer 25 der beste Deutsche in der Doppel-Weltrangliste, will in den nächsten zwei Jahren ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Fragt sich nur, mit welchem Partner. Bei den US-Open war er an der Seite von Philipp Petzschner im Viertelfinale. "Ich spiele unglaublich gerne mit Philipp Petzschner", sagte Kas den Rosenheimer Nachrichten. Der aber lege seine Priorität nach wie vor aufs Einzel.

Im nächsten Jahr will Kas den Großteil der Turniere mit Philipp Kohlschreiber spielen, mit dem er im Juli in Stuttgart seinen ersten Titel auf der ATP-Tour holte.

Schon in diesem Oktober in Wien und Basel werden Kas und Kohlschreiber antreten. Wenn die beiden weiter erfolgreich spielen, liegt die Vermutung nahe, dass sie auch das Davis-Cup-Stammdoppel bilden werden.

Davis-Cup 2009 ausgelost

Hier die Auslosung den Davis-Cup 2009:

Argentinien - Niederlande
Tschechien - Frankreich
USA - Schweiz
Kroatien - Chile

Schweden - Israel
Rumänien - Russland
Deutschland - Österreich
Spanien - Serbien

Gespielt wird vom 6. bis zum 8. März.

Montag, 22. September 2008

Florian Mayer plant Comeback

Florian Mayer bekommt eine Wild Card für das Challenger-Turnier von Heilbronn (25. Januar bis 2. Februar 2009). „Wir wollen Florian helfen, wieder nach oben zu kommen. Er hat noch viel Potenzial; er ist jung", sagte Turnierdirektor Uli Eimüllner der "Heilbronner Stimme".

Die ehemalige Nummer 33 der Welt hat nach einer Formkrise seit Mai keine Turniere mehr gespielt ist auf Platz 349 abgerutscht. Anfang des Jahres spielte er noch für Deutschland im Davis-Cup.

Im Zacks-Tennis-Interview hatte Florian Mayer neulich angekündigt, frühestens Ende November wieder Turniere zu spielen. "Ich wollte einfach mal eine längere Pause einlegen, damit ich den Spaß am Tennis wiederbekomme." Das Turnier in Heilbronn ist das erste, für das er öffentlich zugesagt hat. Es ist üblicherweise ein sehr stark besetztes Challenger. Der Termin liegt in der zweiten Woche der Australian Open. Regelmäßig treten dort mehrere Top-100-Spieler an, die in Melbourne zu dem Zeitpunkt schon ausgeschieden sind.

Argentinier wollen Teppich verlegen

Argentinien gegen Spanien. Das klingt nach zähen Grundlinienduellen auf knöcheltiefem Sand.
Im Davis-Cup-Finale (21. bis 23. November) wird es aber anders kommen. Die Argentinier wollen in der Halle spielen - auf Teppich, dem Bodenbelag, der eigentlich für nordeuropäische Aufschlag-Ungeheuer erfunden wurde. Austragungsort soll Córdoba sein.

Die Vorlieben der argeninischen Profis haben sich geändert. Die beiden Spitzenspieler David Nalbandian und Juan Martin del Potro fühlen sich auf schnellem Untergrund nicht minder wohl als auf Sand. Freilich gilt das mittlerweile auch für ihren Finalgegner Rafael Nadal.

Die Auslosung für den Davis-Cup 2009 ist übrigens schon an diesem Dienstag. (Hier klicken)

Sonntag, 21. September 2008

Spanien und Argentien im Davis-Cup-Finale

Spanien und Argentinien treffen im Davis-Cup-Finale vom 28. bis 30. November aufeinander. Damit setzten sich im Halbfinale die Heimmannschaften durch. Im Finale haben die Argentinier Heimrecht.

Nicht nur die Halbfinals wurden an diesem Wochenende gespielt, sondern auch die Auf- und Abstiegsspiele. In die 16 Länder umfassende Weltgruppe sind die Schweiz, die Niederlande, Kroatien und Chile aufgestiegen. Damit darf weiter spekuliert werden, ob Roger Federer 2009 versucht, den Davis-Cup zu gewinnen.

Absteiger sind Belgien, Großbritannien, Südkorea und Peru. Österreich sicherte sich den Klassenerhalt mit einem Auswärtssieg auf dem Rasen von Wimbledon. Der schottische US-Open-Finalist Andy Murray gewann zwar seine beiden Einzel, aber das reichte nicht für die Briten.

Hier gibt es alle Davis-Cup-Ergebnisse.

Samstag, 20. September 2008

Zverev will jetzt auch Grundlinie spielen

Wer zum ersten Mal Mischa Zverev Tennis spielen sieht, staunt Bauklötze: Der Hamburger Jung rennt nach jedem Aufschlang ans Netz. Sowas sah man 1987, in dem Jahr, als Zverev geboren wurde, manchmal. Aber doch nicht im 21. Jahrhundert...

Zum Zuschauen ist das eine großartige Sache, und Zverev ist mit seinem eigenwilligen Stil unter die ersten 100 der Welt gelangt. Aber in diesem Jahr ging es nicht mehr recht voran. Oft gewinnt er den ersten Satz, dann hat sich sein Gegner an die Spielweise gewöhnt und dreht das Match, und ich war nicht der Einzige, der dachte: Mischa sollte vielleicht auch mal was anderes ausprobieren als immer nur Serve-und-Volley. Bisher hat Zverev solche Vorschläge immer zurückwiesen. "Ich habe meinen Stil gefunden, und das ist Serve-und-Volley", sagte er sinngemäß. Dabei zeigt er bei Aufschlagspielen der Gegner immer wieder, dass er auch von hinten spielen kann.

Darauf will er jetzt endlich aufbauen: "Mein nächstes Ziel ist, mein Grundlinienspiel zu verbessern, um variabler zu werden", sagt er im Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Das Gespräch ist sehr lesenswert. Mischa Zverev erzählt darin viel über den Alltag als Tennisprofi.

Kontakt

zackstennis@web.de


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