Zacks Tennis

Mittwoch, 18. November 2009

Davis-Cup gegen Frankreich in Toulon

In den deutschen Medien scheint es noch nicht angekommen zu sein, deshalb an dieser Stelle ein kurzer Hinweis: Der Austragungsort für die Davis-Cup-Erstrundenbegegnung zwischen Frankreich und Deutschland steht fest. Man spielt vom 5. bis zum 7. März in Toulon.

Anders als der deutsche Tennis-Bund, der sein Heimspiel gegen Österreich in diesem Jahr in Garmisch-Partenkirchen austrug, damit wenigstens die Gästefans für eine gut gefüllte Halle sorgen, können es sich die Franzosen leisten, an die Côte d’Azur zu gehen.

Samstag, 4. Juli 2009

Mittwoch, 1. Juli 2009

Nadal verliert Platz 1 definitiv...

... wenn er nicht durch ein Wunder kurzfristig seine Verletzung überwindet, eine Wild Card für Hamburg annimmt und das Turnier gewinnt...

Ansonsten tritt nach Roger Federers Sieg im Wimbledon-Halbfinale spätestens am 27. Juli eines der vor zehn Tagen angeführten Rechenbeispiele in Kraft.

(Und Tommy Haas schiebt sich mit seinen 720 Punkten für das Halbfinale wieder unter die ersten 20 der Weltrangliste.)

Sonntag, 28. Juni 2009

Queen droht, Wimbledon-Tradition zu zerstören

Es gehört zum guten Ton einer jeden Fernseh-Übertragung vom Center Court in Wimbledon, dass der Kommentator einmal pro Match darauf hinweist, dass sich die Spieler vor der königlichen Loge nur noch dann verbeugen müssen, wenn die Königin drinsitzt und dass dies seit über 30 Jahren nicht mehr der Fall gewesen ist.

Jetzt könnte sich alles ändern: Elisabeth II. hat sich den Kalender für den 5. Juli freigehalten. Wenn Andy Murray das Endspiel bestreitet (und davon geht man in Großbritannien allgemein aus), dann wird die Queen in ihrer Loge weilen.

Freitag, 19. Juni 2009

Nadal sagt Wimbledon ab - und kann Platz 1 verlieren

Nach langer Pause ist es an der Zeit für ein neues Zacks Telegramm: Rafael Nadal hat Wimbledon abgesagt. Knie kaputt. Nebenbei bedeutet das: Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er den Platz an der Spitze der Weltrangliste nach nicht einmal einem Jahr wieder verliert. Roger Federer ist wieder die Nummer 1, wenn er Wimbledon gewinnt (was man für nicht sehr unwahrscheinlich halten darf). Wenn Federer nicht gewinnt, dann vielleicht Andy Murray. Der würde Nadal zwar nicht sofort einholen, aber während der Hartplatz-Saison, wenn unter anderem die Punkte von seinem Olympiasieg verfallen, könnte Nadal seinen Vorsprung vor Murray kaum halten.

Mehr dazu am Sonntag

Samstag, 9. Mai 2009

Tommy Haas spielt Quali

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren versucht Tommy Haas, sich über die Qualifikation ins Hauptfeld eines ATP-Turniers zu spielen. Nach mehreren Verletzungen und formschwachen Perioden ist Tommy auf Weltranglistenplatz 76 zurückgefallen. Für Hauptfeld wäre Platz 52 erforderlich gewesen. In Madrid trifft Tommy heute (Sonnabend) auf Carlos Gomez-Herrera, einen 19-jährigen Spanier mit Weltranglistenplatz 1816.
Sein letztes Quali-Match bestritt Tommy im April 1997 in Atlanta. Zwei Wochen später erreichte er das Halbfinale am Hamburger Rothenbaum.

Hier die Auslosung für die Qualifikation in Madrid (PDF)

Donnerstag, 9. April 2009

Federer spielt doch noch in Monte Carlo

Eigentlich wollte er sich schonen: Roger Federer hatte schon vor Monaten angekündigt, das Nicht-mehr-so-ganz-Masters-Turnier von Monte Carlo in diesem Jahr auszulassen. Vier Tage vor Beginn hat er nun doch noch eine Wild Card akzeptiert. Eine Begründung für seinen Sinneswandel gibt er bislang nicht.

In Monte Carlo gibt es zwar nach wie vor die volle Masters-Punktzahl für die Weltrangliste, es zählt aber nicht mehr als Pflichtturnier wie die anderen Masters-Events.

Dienstag, 31. März 2009

Drei Jahre Haft für Maxi Abel

Der frühere deutsche Tennismeister Maximilian Abel (27) muss für drei Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt am Main hat ihn heute wegen Diebstahls und Betrugs verurteilt. Schon im vergangenen November war der Ex-Profi wegen gleicher Delikte zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Abel hatte unter anderem Spielerkollegen und Nachbarn die Scheckkarten geklaut, um seine Kokainsucht zu finanzieren.

Volandris Dopingsperre aufgehoben

Filippo Volandri darf ab sofort wieder spielen. Der internationale Sportgerichtshof CAS hat die Dopingsperre, die der Tennis-Weltverband Mitte Januar gegen ihn verhängt hatte, aufgehoben. Die Sperre wäre in zwei Wochen ohnehin abgelaufen. Bedeutender für den Italiener ist: Er bekommt Weltranglistenpunkte und Preisgelder zurück. In der Rangliste dürfte Volandri, der seit jahresbeginn wegen seiner Zwangspause von Platz 109 auf Platz 161 zurückgefallen ist, davon allerdings kaum profitieren. Die ATP hatte ihm nur die Punkte, die er seit August 2008 gewonnen hatte, abgezogen. In dieser Zeit hatte Volandri ohnehin kaum etwas gewonnen.

Volandri war beim Masters-Turnier in Indian Wells vor einem Jahr positiv auf ein Asthmamittel getestet worden. Er hatte eine Ausnahmegenehmigung für das Medikament, nach Ansicht des ITF aber die ihm zugestandene Dosis überschritten.

Montag, 30. März 2009

Zverev spielt World Team Cup

Das deutsche Team für den World Team Cup (17. bis 23. Mai) ist komplett. Neben Rainer Schüttler und Philipp Kohlschreiber werden Nicolas Kiefer und erstmals Mischa Zverev bei der Mannschafts-WM in Düsseldorf antreten.

Mittwoch, 11. März 2009

Noch kein neuer Trainer für Federer

Roger Federer hat Meldungen dementiert, er habe den Australier Darren Cahill als neuen Trainer engagiert. In der vergangenen Woche hatte Federer in Dubai mit Cahill zusammengearbeitet. Eine Entscheidung über eine dauerhafte Bindung sei aber noch nicht gefallen, lässt Federer jetzt mitteilen.

Im Mai 2007 hatte sich Federer von Tony Roche getrennt. Seitdem war er überwiegend ohne Trainer untewegs, im vergangenen Jahr arbeitete er zeitweise mit dem Spanier José Higueras zusammen.

Darren Cahill (43) war unter anderem Coach von Lleyton Hewitt und Andre Agassi. Als aktiver Spieler schaffte Cahill es 1989 im Einzel auf Platz 22 und im Doppel auf Platz 10.

Montag, 9. März 2009

Und jetzt nach Teneriffa?

Das Davis-Cup-Viertelfinale zwischen Spanien und Deutschland (10. bis 12. Juli) könnte in Teneriffa stattfinden. Nach spanischen Medienberichten bemüht sich die Regionalregierung der kanarischen Insel massiv um den Zuschlag.

Samstag, 7. März 2009

Wieder ATP-Turnier in Kitzbühel

Eigentlich war Kitzbühel für 2009 aus dem ATP-Turnierkalender gestrichen. Jetzt geht es doch noch weiter. Osterreichs Tennis-Zampano Ronnie Leitgeb zieht mit seinem Turnier in der Woche vor den French Open von Poertschach (Kärnten) nach Kitzbühel um. Die Kärntner Landesregierung hatte die Veranstaltung nicht subventionieren wollen. In den letzten Monaten war spekuliert worden, Leitgeb koennte die Turnierlizenz ins Ausland verkaufen oder vermieten.

Donnerstag, 5. März 2009

Andreas aus der Kiste soll Schweden retten

Die endgültigen Aufstellungen für die Davis-Cup-Erstrundenpartien sind veröffentlicht. Und es gibt ein paar Überraschungen: Thomas Johansson und Andreas Vinciguerra spielen für Schweden. Nach der Absage seiner Nummer 1 Robin Söderling stand Kapitän Mats Wilander plötzlich ohne Top-200-Spieler da. Thomas Johansson (33) hatte sich im Herbst verletzt und danach laut über sein Karriereende nachgedacht. Andreas Vinciguerra (28), war 2001 schon mal nah an den Top 30, hat aber nach dauernden Verletzungsproblemen seit Oktober 2006 kein Profi-Match mehr gespielt.

Außerdem: Bei Frankreich ist, wie erwartet, Doppel-Spezi Michael Llodra nachgerückt, und zwar für Gael Monfils. Bei Argentinien hat David Nalbandian kurzfristig abgesagt. Spekulationen, für ihn könnte der mit ihm dem Vernehmen nach verfeindete Juan Martin del Potro nachrücken, bewahrheiteten sich nicht. Nun spielen Juan Ignacio Chela und Juan Monaco.

Bei der Schweiz hat fürs zweite Einzel Marco Chiudinelli den Vorzug vor Stephane Bohli bekommen.

Bei Deutschland-Österreich spielen am Freitag Rainer Schüttler gegen Stefan Koubek und Philipp Kohlschreiber gegen Jürgen Melzer. Fürs deutsche Doppel sind bisher Nicolas Kiefer und Christopher Kas eingeplant.

Hier alle Partien im Überblick

Dienstag, 3. März 2009

Kiefer kommt nach München

Kleine Sandplatz-Turniere lässt Nicolas Kiefer normalerweise aus. Alle sechs bis sieben Jahre macht er eine Ausnahme: 1996 und 2002 spielte er in München. Jetzt hat er auch für 2009 zugesagt. Turnierdirektor in München ist übrigens Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen.

Zugesagt haben auch schon Titelverteidiger Fernando Gonzalez (Chile) und die Doppel-Zwillinge Bob und Mike Bryan (USA). Das Turnier der 250er-Kategorie findet vom 4. bis zum 10. Mai statt.

Montag, 2. März 2009

Davis-Cup: Kas ersetzt Petzschner

Philipp Petzschner fällt für den Davis-Cup an diesem Wochenende gegen Österreich aus. Für ihn rückt Doppelspezialist Christophr Kas ins Team. Petzschner hatte schon in der letzten Woche in Delray Beach (Florida) sein Erstrundenmatch wegen einer Handgelenksverletzung aufgeben müssen. Im Doppel hatte er danach allerdings zunächst wieder gespielt.

Samstag, 28. Februar 2009

Klingelverbot für Nishikori

Manche Spieler - insbesondere, wenn sie gerade verlieren - werden ja fuchsteufelswild, wenn während des Aufschlags plötzlich irgendwo im Stadion ein Handy klingelt.

Kei Nishikori (Nr. 93) war bei seiner Erstrunden-Niederlage letzte Woche in Memphis selber schuld. Es war das Handy in seiner eigenen Jackentasche, das da klingelte.

Japans Davis-Cup-Kapitän Eiji Takeuchi sieht sich jetzt zu radikalen Maßnahmen veranlasst: Beim Davis-Cup gegen China (6. bis 8. März) möge sein 19 Jahre alter Spitzenspieler doch bitte wenigstens auf Vibrationsalarm umschalten.

Vor ein paar Jahren hat auch mal das Telefon einer WTA-Spielerin während eines Matches geklingelt; sie ist dann in aller Ruhe zu ihrem Platz gegangen und hat das Gespräch entgegengenommen. Ich weiß aber nicht mehr, wer das war.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zverev fühlt sich von Kühnen "ausreichend beachtet"

So ganz umumstritten ist er ja nicht, unser Davis-Cup-Kapitän. Diesmal beklagen namentlich nicht bekannte Spieler, Patrik Kühnen habe sich während der Australian Open zu sehr um Tommy Haas gekümmert und die anderen Profis vernachlässigt.

Einer, der sich Hoffnungen auf eine Davis-Cup-Nominierung gemacht hatte und gegen Österreich nun nicht dabei ist, fühlt sich indes nicht übergangen. "Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich mich von Patrik absolut ausreichend beachtet fühle", sagt Mischa Zverev in seinem Blog für das Hamburger Abendblatt. "Natürlich habe ich gemerkt, dass er sich sehr um Tommy gekümmert hat, aber das finde ich nicht schlimm. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich noch nie das Gefühl hatte, dass sich andere Menschen großartig um mich kümmern müssten."

Davis-Cup-Teams stehen

Die Kapitane haben gesprochen: Im Davis-Cup (6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen) spielen für Deutschland Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer, Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner. Für Osterreich sind Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Alexander Peya und Julian Knowle dabei.

Montag, 23. Februar 2009

Schweden verlegt Davis-Cup doch nicht nach Stockholm

Jetzt ist es wohl definitiv: Wenn Schweden in der ersten Davis-Cup-Runde (6. bis 8. März) gegen Israel antritt, dürfen keine Zuschauer dabei sein. Der Stadtrat von Malmö hat in dieser Woche beschlossen, dass die Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll - offiziell, wei die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. Malmös Bürgermeister hatte allerdings auch andere politische Gründe angedeutet. "Nach den Kämpfen im Gaza-Streifen sollten wir keine Sportveranstaltungen mit Israel austragen", zitiert die International Herald Tribune den Bürgermeister.

In Schwedens Hauptstadt sehen das die verantwortlichen Politiker etwas anders. Dort setzt man nun alle Hebel in Bewegung, um die Davis-Cup-Begegnung kurzfristig in die Königliche Tennishalle zu verlegen. Dort findet auch das alljährliche ATP-Turnier von Stockholm statt. Innerhalb weniger Tage ließ sich der Umzug aber nicht mehr organisieren.

Beim Welttennisverband ITF ist man nicht gerade amüsiert vom Beschluss der Malmöer Stadtvertreter, nimmt ihn aber hin.

Es ist übrigens schon das zweite Mal, dass Schweden im Davis-Cup die Fans aussperrt. Das erste Mal war 1975 gegen Chile, wo sich zwei Jahre zuvor der Diktator Augusto Pinoichet an die Macht geputscht hatte. Auch damals ging es offiziell um Sicherheitsbedenken.

Israels Ministerpräsident fordert Ram zum Dubai-Boykott auf

Die Geschichte von Andy Ram und seinem Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate ist noch nicht zu Ende. Die Einreise-Erlaubnis für die Vereinigten Arabischen Emirate hat er in der Tasche. Nach seiner Finalniederlage am Sonntag in Marseille dürfte er jetzt wohl gerade auf dem Weg nach Dubai sein.

Unterdessen hat Israels noch amtierender Ministerpräsident Ehud Olmert an seinen Landsmann appelliert, nicht nach Dubai zu reisen. "Ich war ein bisschen überrascht, dass Andy Ram vorhatte, da hinzufahren", zitiert ihn die israelische Zeitung Haaretz. "Es wäre angebracht, dass ihm jemand rät, Patriotismus und Solidarität zu beweisen und das Turnier zu boykottieren.

Freitag, 20. Februar 2009

Bild trifft Tennis-Star im Knast

... und wenn Bild von einem Tennis-Star spricht, dann meint es natürlich keinen geringeren als Maximilian Abel (Karriere-Bestplatzierung Nr. 183).

Weil wir das Techtelmechtel zwischen Abel und der Bildzeitung ja auch im vergangenen Jahr aufmerksam begleitet haben, machen wir natürlich weiter:

Hier das neue Interview. Danke an Jan für den Hinweis.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Andy Ram bekommt angeblich Visum für Dubai

Der internationale Druck samt abspringender Sponsoren scheint zu wirken. Der israelische Doppelspezialist Andy Ram soll angeblich ein Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate bekommen, um nächste Woche am ATP-Turnier von Dubai teilnehmen zu können. Das berichtet jedenfalls Bloomberg.com und beruft sich dabei auf einen US-Kongressabgeordneten, der sich wiederum auf den Botschafter der Emirate in den USA beruft.

Den Anfang der Geschichte kann man hier nachlesen.

Kurzes Update am Donnerstag: Andy Ram hat jetzt das Visum. Das sagt jedenfalls ATP-Chef Adam Helfant, und Rams Mama soll es auch schon mit eigenen Augen gesehen haben. Underdessen hat Rafael Nadal seinen Start in Dubai wegen Knieverletzung abgesagt.

Dienstag, 17. Februar 2009

Federer sagt Dubai ab

... aber natürlich nicht deswegen. Federer hat ja sogar seine Trainingsbasis in Dubai...

"Nach meiner Rückenverletzung letzten Herbst blieb mir leider nicht genügend Zeit, die betroffene Muskulatur wieder aufzubauen und die Beschwerden vollständig auszukurieren. Ich werde die kommenden Wochen nun zur weiteren Rehabilitation nutzen, um sicher zu sein, dass ich wieder ganz fit und für den Rest der Saison bereit bin."

Auch zu der längst ausverkauften Davis-Cup-Begegnung in den USA (6. bis 8. März) wird er nicht antreten.

Auch Rafael Nadals Start in Dubai nächste Woche ist ausgesprochen fraglich. Am Sonntag im Finale von Rotterdam, das er gegen Andy Murray verlor, hatte er mit einer Beinverletzung zu kämpfen.

Die ATP macht jetzt immerhin ganz sanften Druck auf Dubai. Andy Ram, der israelische Doppelspezialist, will dort spielen und hat bisher - genauso wie Shahar Peer - kein Visum bekommen. Sieht aus, als soll die Sache folgendermaßen ausgehen: Die ATP droht damit, das Turnier ausfallen zu lassen, wartet aber so lange ab, ob Ram nicht doch noch das Visum bekommt, bis alle Spieler angereist sind und sagt dann: "Naja, wenn sowieso schon alle die weite Reise auf sich genommen haben, ist es auch blöd, jetzt unverrichteter Dinge nach Hause zu fliegen. Dann spielen wir halt ohne den Andy."

Montag, 16. Februar 2009

Kiefer will zum Davis-Cup

Nicolas Kiefer ist von seinem Bänderriss, den er sich Anfang Januar zugezogen hatte, genesen. Beim Davis-Cup am übernächsten Wochenende gegen Österreich möchte er dabeisein, schreibt er auf seiner Internetseite.

Ob er vorher noch Spielpraxis sammeln darf, wird sich weisen. Die Meldefristen für die Turniere der kommenden Woche sind längst verstrichen. Kiwi hat jetzt in Delray Beach (Florida) und in Dubai nach einer Wild Card gefragt. Delray Beach hat zwei seiner drei Wild Cards schon amerikanischen Nachwuchsspielern versprochen (Edit: Ups, Kommentator hat natürlich recht: Eine der beiden vergebenen Wild Cards ist für Marcos Baghdatis). In Dubai scheinen die Wild Cards noch frei zu sein. Und mit dem Visum wird es dann wohl auch klappen....

Sonntag, 15. Februar 2009

Dubai boykottieren

An dieser Stelle müssen wir mal den Zuständigkeitsbereich von Zack Tennis (Herrentennis) auf das andere Geschlecht erweitern. Heute hat das WTA-Turnier von Dubai begonnen. Es ist eine der größten Veranstaltungen nach den Grand Slams. Fast alle Spitzenspielerinnen sind dabei. Aber eine darf nicht: Shahar Peer (Nr. 48). Sie ist aus Israel, und deshalb verweigern die Vereinigten Arabischen Emirate ihr die Einreise.

WTA-Chef Larry Scott reagiert windelweich: „Wir sind tief enttäuscht, dass Shahar Peer kein Visum erhalten hat und deshalb nicht bei den Dubai Open starten kann. Sie hatte das Recht, dort zu spielen. Nach einigen Konsultationen haben wir uns aber entschlossen, die Zustimmung zur Fortsetzung des Turniers bis zum nächsten Wochenende zu geben.“ Es geht um Millionen, während überall sonst auf der Welt Finanzkrise ist, gibt es in Dubai immer noch genug Geld.

Für die WTA-Tour ist dieser Vorgang aber vollkommen inakzeptabel. Der Tennis-Zirkus basiert auf dem Grundprinzip, dass jede Spielerin jedes Turnier spielen kann, für das sie sich sportlich qualifiziert hat.

Nach den Damen kommen in einer Woche die Herren nach Dubai. Für die gilt genau dasselbe. Aber es ist kaum zu erwarten, dass die ATP sich in dieser Frage rührt, solange es keinen konkreten Anlass gibt. Kein israelischer Spieler hat für dieses Turnier gemeldet. Aber auch die ATP darf sich dieses Vorgehen nicht gefallen lassen. In einem Land, in das nicht alle sportlich qualifizierten Teilnehmer einreisen dürfen, kann so ein Turnier nicht stattfinden. Das ist eigentlich ganz einfach. Dazu braucht man noch nicht einmal den politischen Willen zum Boykott. Das ergibt sich allein schon aus dem Regelwerk von WTA und ATP. Es ist schlicht Wettbewerbsverzerrung, wenn bestimmte Spieler bei Turnieren, für die sie sportlich qualifiziert sind, nicht teilnehmen und also auch keine Ranglistenpunkte machen können.

Wenn WTA und ATP schon nicht reagieren: Ich fände es extrem cool, wenn wenigstens die eine oder andere Spielerin oder der eine oder andere Spieler ihren oder seinen Start in Dubai jetzt absagt. Aber das ist wohl ein zu frommer Wunsch.

Es gibt übrigens auch arabische Staaten, die keine Probleme mit Tennisspielern aus Israel haben: In Doha (Katar) durfte Shahar Peer antreten.

Erstes Doppel-Finale für Tommy Haas

Es ist tatsächlich das erste Mal: Tommy Haas steht im Doppel-Endspiel eines ATP-Turniers. Zusammen mit Radek Stepanek (Tschechien) spielt er heute Nacht in San Jose gegen Rohan Bopanna (Indien) und Jarkko Nieminen (Finnland).

Wenn ich richtig gezählt habe, hat Tommy es seit seinem ersten Doppel-Auftritt 1996 in Scottsdale, Arizona, immerhin fünf Mal ins Halbfinale geschafft. Dort war dann spätestens Endstation.

Auch diesmal hat er das Halbfinale gegen James Blake und Mardy Fish (USA) nicht gewonnen, sondern profitierte davon, dass Blake mit einer Knöchelverletzung absagte.

Das hier sind die gesammelten Doppel-Ergebnisse von Tommy Haas. Allzu oft tritt er zwar nicht im Doppel an, aber es waren in den letzten 13 Jahren immerhin mehr als 50 Turniere. (Das einzige Finale, das darin aufgeführt ist, ist der World Team Cup 2005, aber das ist ja keine reine Doppel-Konkurrenz.)

Freitag, 13. Februar 2009

Del Potro schwänzt Davis-Cup

Die schlechte Stimmung nach der Final-Niederlage 2008 hat offenbar nicht gerade Lust auf mehr gemacht: Argentinien muss in der ersten Davis-Cup-Runde (6. bis 8. März) ohne seinen besten Mann auskommen: Juan Martin del Potro (Nr. 7 der Welt) spielt im Moment Hartplatz-Turniere in den USA. Für ein Wochenende Sandplatz-Tennis in Argentinien einzuschieben "wäre sehr schwierig für mich", sagt er.

Gegen Holland ist Argentinien auch ohne del Potro haushoher Favorit. Im Viertelfinale, sagt der, würde er wieder mitmachen wollen.

Hier die Davis-Cup-Begegnungen im Überblick

Donnerstag, 12. Februar 2009

"Dimitrov besser als Federer"

Wer sich den Namen Grigor Dimitrov noch nicht gemerkt hat, sollte es langsam tun. Heute Abend (ab 19.30 Uhr) spielt er in der zweiten Runde von Rotterdam gegen Rafael Nadal. Dimitrow ist ein 17-jähriger Bulgare und steht noch auf Platz 478 der Weltrangliste. In der ersten Runde von Rotterdam hat er Tomas Berdych (Tschechien, Nr. 23) geschlagen.

Dimitrovs Trainer ist Peter Lundgren, der lange Zeit Roger Federer betreute. Lundgren soll gesagt haben, Dimitrov sei besser als Federer in dessen Alter.

Montag, 9. Februar 2009

Davis-Cup-Aufgebot am 24. Februar

Am Dienstag, 24. Februar, will der deutsche Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen die vier Spieler für das Erstrundenmatch gegen Osterreich (6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen) nominieren. Außer Tommy Haas sind alle in Frage kommenden Kandidaten bereit mitzuspielen.

Das hier deutet übrigens darauf hin, dass die Begegnung für die Deutschen tatsächlich zum befürchteten Auswärtsspiel mutiert.

Sonntag, 8. Februar 2009

Berrer gewinnt Challenger in Breslau

Für Michael Berrer (28 Jahre, Stuttgart) geht das Jahr 2009 gut los. Heute gewann er das Challenger in Breslau mit einem glatten 6:3, 6:4 gegen den Russen Alexandre Kudriawtsew. In der vorigen Woche in Heilbronn hatte er schon das Halbfinale erreicht, und bei den Australian schaffte er als Qualifikant immerhin die zweite Runde.

Für Berrers Vorhaben, von seinem derzeitigen Platz 129 unter die ersten 100 der Weltrangliste zurückzukehren, ist das Timing allerdings etwas ungünstig. Die etwas eigenwillige Umrechnungsformel der ATP ihrer Ranglistenreform hat dazu geführt, dass Challengersiege aus 2009 viel weniger Wert sind als die von 2008.

Hier die Ergebnisse aus Breslau (PDF)

Samstag, 7. Februar 2009

Wild Card für Lars Pörschke in San Jose

Als ich mir vorhin die Auslosung für das ATP-Turnier von San Jose ansah, das am Montag beginnt, war ich etwas verdutzt: Eine der drei Wild Cards geht an Lars Pörschke aus Buseck bei Gießen. 24 Jahre alt und Nummer 589 auf der Weltrangliste.

Pörschke hat in den USA sehr erfolgreich College-Tennis gespielt, und zwar an der Baylor University in Texas, wo auch Benjamin Becker und Benedikt Dorsch waren.

Erst seit einem halben Jahr sammelt Pörschke ATP-Punkte. Besser als Platz 589 dürfte er wohl sein. Die Wild Card für San Jose ist trotzdem erstaunlich.

Was ich vor lauter Staunen fast übersehen hätte: Pörschke trifft in der ersten Runde auf Tommy Haas.

Hier die Auslosung für San Jose (PDF)

Freitag, 6. Februar 2009

Jetzt rufen sie wieder Schiebung

2007 war Wettbetrug ein großes Thema im Tennis. 2008 sprach plötzlich fast niemand mehr davon. Jetzt geht es wieder los.

Der Wettanbieter Betfair will in Autralien auffällig hohe Einsätze auf das Spiel zwischen Guillermo Canas (Argentinien) und Antonio Veic (Kroation) Anfang dieser Woche in Zagreb beobachtet haben und hat eine Untersuchung angekündigt.

Der völlig unbekannte Veic (Nr. 255) gewann 4:6, 6:4, 6:2. Das ist für sich genommen nicht sonderlich spektakulär: Der ehemalige Top-Ten-Spieler Canas (Nr. 68) pfeift seit Monaten aus dem letzten Loch; gegen ihn zu wetten, ist immer eine plausible Idee. Allerdings sollen in diesem Fall die Wetteinsätze für Veic in die Höhe geschnellt sein, nachdem Canas den ersten Satz gewonnen hatte. Das ist das typische Muster eines abgekarteten Spiels. Allerdings gab es zu dieser Zeit auch Anzeichen, Canas könnte verletzt sein.

Der Zagreber Turnierdirektor, Branko Horvat, hat nach eigener Aussage schon Morddrohungen von Leuten erhalten, die angeben, viel Geld verloren zu haben, weil bei seinem Turnier die falschen Spieler gewinnen.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Deutsche Krankenwelle

Boris Becker weiß es ja schon lange: Dem deutschen Tennis geht's mal wieder gar nicht gut. Und jetzt sind die Spieler auch noch krank. Alexander Waske meldete sich Anfang des Jahres mit einer Herzmuskelreizung für ein paar Wochen vom Spielbetrieb ab. Ansonsten grassiert eine fiebrige Erkältung. Philipp Petzschner erwischte es schon vor den Australian Open. Denis Gremelmayr und Andreas Beck machten in der vergangenen Woche während des Challengers in Heilbronn schlapp und machen in dieser Woche erstmal Pause.

Jetzt schwächelt auch noch Mischa Zverev. Der hat zwar gestern in Zagreb einen Achtungserfolg gegen Andreas Seppi (Italien, Nr.33) hingelegt, hatte aber da schon Halsschmerzen. In der zweiten Runde gegen Viktor Hanescu (Rumänien) will er es aber trotzdem versuchen. Die Trainingshalle in Zagreb ist unbeheizt. Mischa spricht von fünf Grad und sieht darin einen Grund für seine Erkältung.

Nachtrag am Freitag: Gegen Hanescu hat Mischa es trotzdem geschafft (und dabei fünf Matchbälle abgewehrt). Das Viertelfinale gegen Jan Hernych musste er aber im ersten Satz abbrechen. Bronchitis. Rotterdam nächste Woche hat er abgesagt.

Dienstag, 3. Februar 2009

BBC hat Thatcher-Monfils-Golliwog-Affäre




Wieder was gelernt. Golliwog-Puppen kannte ich bislang nicht.

Carol Thatcher hingegen kennt Golliwogs schon länger. Das wurde ihr jetzt zum Verhängnis.

Carol Thatcher ist die Tochter der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher. 2005 wurde sie Dschungelkönigin in der englischen Version von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus".



In ihrer Eigenschaft als B-Promi war sie in der vergangenen Woche in der "One Show" im Vorabendprogramm von BBC 1 im Einsatz. Dort kam die Rede auf die Australian Open und auf den französischen Weltranglistenzwölften Gael Monfils. Thatcher verglich Monfils mit seiner schlaksigen Figur und abstehenden Haaren mit einer Golliwog-Puppe.

Die Sache löste einen kleinen Skandal aus, denn der Begrif Golliwog ist im Englischen rassistisch belegt. Die BBC will Carol Thatcher in ihre Sendungen wohl vorläufig nicht mehr einladen.

Montag, 2. Februar 2009

Nadal will weniger Hartplatz

Nach seinem Triumph auf dem Hartplatz von Melbourne sagte Rafael Nadal, was ihm schon lange auf dem Herzen lag: "Dieser Belag ist anstrengender für den Körper als Gras oder roter Sand, aber wir spielen ständig auf Hartplätzen. Jetzt habe ich einen Major-Titel auf Hartplatz gewonnen, jetzt darf ich das sagen. Vorher hätte es geheißen, ich sei
nur ein Sandplatzspezialist."

Nun, streng genommen hat Rafael Nadal all dies auch schon vorher gesagt, immer dann, wenn er sich darüber beklagte, dass die ATP die amerikanischen Interessen mehr berücksichtigt als die europäischen. Und natürlich durfte er das auch schon vorher sagen. Schließlich hat er schon vier Masters-Turniere auf Hartplatz gewonnen. Und Olympiasieger wurde er auch auf Hartplatz.

Sonntag, 1. Februar 2009

Melbourne: Deutscher im Finale chancenlos

Ein Grieche lässt Tennisdeutschland auf eine bessere Zukunft hoffen: Alexandros-Ferdinandos Georgoudas. Das Endspiel des Juniorenwettbewerbs der Australian Open hat er zwar glatt mit 1:6 und 3:6 gegen den topgesetzten Inder Yuki Bhambri verloren. Aber in den Runden zuvor hat er mehrere der weltbesten Nachwuchsspieler aus dem Turnier geworfen.

Dabei hatte kaum jemand Georgoudas auf dem Zettel. Bislang wird er auf der Junioren-Weltrangliste auf Platz 56 geführt. Auch beim griechischen Tennisverband rechnete man anscheinend nicht mit ihm. Weil er sich zu Hause in Thessaloniki nicht ausreichend gefördert fühlte, ging er mit 14 Jahren nach Deutschland, in die Heimat seiner Mutter. Seither trainiert er im Leistungszentrum des niedersächsischen Tennisverbands in Hannover - unter anderem mit Nicolas Kiefer.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Spieler gegen neues Ranglisten-System

Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt scheint das Thema "neues Welttanglistensystem" bei den ATP-Spielern angekommen zu sein. Die Zeitung Heilbronner Stimme hat am Rande des Challenger-Turniers in Heilbronn eine Umfrage unter den Spielern gemacht: "Ich kenne keinen Spieler, der es gut findet", sagte Benjamin Becker. "Für mich ist es im Anpassungsjahr zwischen altem und neuem System unmöglich, mich dieses Jahr von Position 130 in die Top 100 zu spielen."

Besonders die pauschale Verdoppelung der Punkte aus 2008 sorgt also für Unmut. Michael Berrer, Mitglied im ATP-Spielerrat: "Das alles wurde vor mehr als einem Jahr entschieden. Wir Spieler hatten nur noch Einfluss auf die Details."

Hintergründe zum Ranglistensystem gibt es hier.

Apropos Heilbronn: Morgen und übermorgen bin ich dort. Sofern nichts dazwischenkommt, werde ich ein paar Kurzberichte von den Matches schreiben. Auf jeden Fall gibt es am Sonntag einen ausführlichen Report.

Nadal kritisiert neue Anti-Doping-Regeln

Seit Jahresbeginn gilt ein neues Regelwerk der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA: Sportler müssen für jeden einzelnen Tag im Jahr eine Stunde angeben, zu der sie an einem bestimmten Ort anzutreffen sind. Rafael Nadal spricht von einer "Schande" und einer "Verletzung der Intimsphäre". Fast alle Profis würden das genauso sehen wie er.

In Belgien wollen jetzt 65 Sportler gegen die Wada klagen, darunter Fußballer vom KV Mechelen und Fahrradfahrer aus dem Quickstep-Team. Über einen solchen Schritt scheint auch Nadal nachzudenken.

Auch Roger Federer ist unzufrieden mit der neuen Regelung, wählt aber deutlich mildere Worte: "Ich bin zwar für aggressive Kontrollen, denn wenn einer betrügen will, muss man ihn sofort packen und entsprechend bestrafen können. Deshalb habe ich Verständnis für die harten Neuerungen – nur müsste man für das Tennis eine bessere Lösung finden."

Mittwoch, 28. Januar 2009

Melbourne: Nur Verdasco bleibt cool


Melbourne ächtzt unter der heftigsten Hitzewelle seit 101 Jahren. Die Spieler bei den Australian Open ächzten verständlicherweise besonders, wie zum Beispiel in der Süddeutschen nachzulesen ist.

Nur einer bleibt cool: Fernando Verdasco. Zum obligatorischen PR-Foto schickten ihn die ATP-Leute in den Schnee - zu den Pinguinen im Melbourner Aquarium, das offenbar eine gut funktionierende Klimaanlage hat.



Ob es daran lag, dass Verdasco seine Gegner alle an die Wand spielt? Nach dem 6:4, 6:0, 6:0 gegen Radek Stepanek, dem er in der vorletzten Woche im Finale von Brisbane noch unterlegen war, schlug er auch noch Andy Murray und den Vorjahresfinalisten Jo-Wilfried Tsonga.

Verdasco ist nervenstark und macht auf dem Platz fast keine Fehler. Er ist der Spieler, der mich bei diesem Turnier bisher mit Abstand am meisten beeindruckt hat. (So stark wie Federer und Nadal ist er natürlich trotzdem nicht.)

Dienstag, 27. Januar 2009

Link in eigener Sache

Unter Bloggern scheint es ja zum guten Ton zu gehören, den Lesern mitzuteilen, wenn man selber irgendwo anders vorkommt. Also hier: Feel it Tennis, das deutschsprachige PR-Blog der ATP, hat mich interviewt.

Sonntag, 25. Januar 2009

Rusedski plant Comeback

Greg Rusedski (35), US-Open-Finlist von 1997, will zwei Jahre nach seinem Karriereende wieder mit dem Profitennis anfangen: "Ich habe bei einigen ATP-Turnieren um Wildcards gebeten. Mal sehen, wie es nun weitergeht."

Auch für das britische Davis-Cup-Team wollte Rusedski gern spielen. Kapitän John Lloyd gab ihm aber einen Korb. Dass Lloyd für den Davis-Cup doch lieber auf die aktiven Profis vertraut, zeigt, wie er Rusedskis Aussichten auf der ATP-Tour einschätzt: Die besten Briten hinter Andy Murray stehen auf der Weltrangliste irgendwo um Platz 200.

Freitag, 23. Januar 2009

Ausschreitungen nach Djokovic-Match

Prügelnde Fangruppen verschiedener Nationalitäten werden bei den Australian Open langsam zur unangenehmen Gewohnheit. In diesem Jahr waren es Serben und Bosnier, die sich in die Haare kriegten, nachdem der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic den bosnisch-stämmigen US-Amerikaner Amer Delic besiegt hatte. Eine Frau wurde verletzt; die Polizei nahm drei Männer in Gewahrsam.

Hier ein Video

Djokovic und Delic verstehen sich außerhalb des Platzes übrigens ausgezeichnet. Aber seine Fans kann man sich nun einmal nicht aussuchen.

Eurosport zeigt Haas-Nadal nicht live

Morgen, so ungefähr um 11.30 Uhr MEZ, spielt Tommy Haas bei den Australian Open sein Drittrundenmatch gegen Rafael Nadal. Eurosport wird das Match voraussichtlich nicht zeigen. Denn gleichzeitig ist in Kitzbühel die Streif. Dieses Abfahrtsrennen ist unbestritten eines der wichtigsten Wintersport-Ereignisse des Jahres und - wenn ich die Tennis-Scheuklappen abnehme - wichtiger als Haas-Nadal. Aber ZDF und ORF übertragen die Streif auch live. Das reicht doch eigentlich.

Man kann sich zwar für 4,90 Euro im Monat den Eurosport-Player fürs Internet kaufen. Kostet nicht die Welt. Aber erstens hat ja noch nicht jeder DSL, und zweitens ist so ein Internet-Player noch nicht so ganz dasselbe wie echtes Fernsehen.

Vielleicht ändert Eurosport ja noch seine Meinung? In verschiedenen Internetforen (zum Beispiel hier) wird zum Protestmailen aufgerufen: info@eurosport.com

Mittwoch, 21. Januar 2009

Kohli sauer: Gegner zu fit

Philipp Kohlschreiber ist heute in der zweiten Runde der Australian Open ausgrschieden - nach vier Stunden und fünf Sätzen gegen Fabrice Santoro. Der 36-jährige Franzose hatte am Ende die bessere Puste, weshalb Kohli nach dem Match grundsatzlich wurde und das Grand-Slam-Prinzip mit den drei Gewinnsätzen kritisierte: "Das macht keinen Sinn. Die Fitness entscheidet, und nicht das spielerische Können."

Dienstag, 20. Januar 2009

Pavel hört auf

Das war ein kurzes Comeback: Nach fast einem Jahr Verletzungspause bestritt Andrei Pavel (34) bei den Australian Open sein Comeback - und das gleich gegen Andy Murray. Anderthalb Sätze lang hielt Pavel durch, dann machte sein Rücken wieder schlapp.

Die Reise nach Melbourne war dennoch nicht ganz umsonst. Schließlich ist Pavel inzwischen auch rumänischer Davis-Cup-Kapitän. In den nächsten Tagen will er in Ruhe seine Spieler beobachten.

Andrei Pavel wohnt, seit er 16 ist, in Deutschland. Seine beste Ranglistenplatzierung war 2004 die Nummer 13.

Uns geht's gold, sagt die ATP

Na denn... "Der Tennissport ist von der Weltfinanzkrise weitestgehend verschont geblieben", ziert die Nachrichtenagentur AP den ATP-Kommunikationsdirektor Kris Dent. (Hat die ATP eigentlich auch Mitarbeiter, die keine Direktoren sind?) Zwar seien viele Sponsoren aus dem Finanz- und Automobilsektor abgesprungen, aber es sei erstaunlich einfach, Ersatz zu finden, sagt Dent.

Die ATP hat zwar längst nicht in allen Fällen Ersatz gefunden, aber nur weil etwas einfach ist, muss es ja auch nicht gleich gelingen.

Samstag, 17. Januar 2009

Fünf deutsche Qualifikanten in Melbourne

Andreas Beck, Björn Phau, Michael Berrer, Florian Mayer und Dieter Kindlmann haben heute Nacht die Qualifikation für die Australian Open geschafft - und wurden überwiegend machbaren Erstrundengegnern zugelost.

Drei von ihnen treffen auf australische Wild-Card-Spieler:
Andreas Beck - Colin Ebelthite
Michael Berrer - Carsten Ball
Björn Phau - Brydan Klein

Florian Mayer spielt gegen einen anderen Qualifikanten: Lamine Ouahab (Algerien).


Dieter Kindlmann rückt im Tableau an die Stelle von Nicolas Kiefer, der wegen seines Bänderrisses inzwischen erwartungsgemäß abgesagt hat, und spielt gegen formschwachen Guillermo Canas (Argentinien).

Hier die komplette Auslosung

Freitag, 16. Januar 2009

Volandri gedopt

Vorhin hab ich mich noch gewundert, das Filippo Volandri (Italien) plötzlich aus dem Australian-Open-Tableau verschwunden war. Wird er sich wohl verletzt haben, dachte ich mir.

Irrtum. Volandri hat sich eine Dopingsperre eingehandelt, wie der Welttennisverband ITF bekanntgibt.

In Indian Wells 2008 wurde er positiv auf Salbutamol getestet. Jetzt muss er drei Monate aussetzen. Die relativ kurze Sperre kommt daher, dass die ITF Volandris Entschuldigung, er habe die Substanz gegen sein Asthma eingenommen, teilweise akzeptierte. Allerdings war die Dosis höher als in seiner Ausnahmegenehmigung gestattet. Von einer Leistungssteigerung war am nächsten Tag übrigens nichts zu erkennen: Volandri verlor sein Erstrundenmatch gegen Jonas Björkman in zwei Sätzen.

Volandri (27) ist momentan die Nummer 109 der Welt. Vor anderthalb Jahren stand er mal auf Platz 25, nachdem er beim Masters in Rom Roger Federer geschlagen und ins Halbfinale eingezogen war.

Die Angewohnheit, Dopingsperren erst mit vielen Monaten Verspätung zu verhängen, soll in diesem Jahr eigentlich ein Ende haben...

Federer wird doch nicht Dritter

Das war eng: Novak Djokovic wäre neuer Weltranglistenzweiter geworden, hätte er heute morgen in Sydney sein Halbfinale gegen Jarkko Nieminen gewonnen. Hat er aber nicht. 6:4, 7:6 für Nieminen.

Australian-Open-Auslosung

Das Tableau der Australian Open ist ausgelost:

http://www.australianopen.com/.../r1s1.html

Rafael Nadal und Andy Murray könnten im Halbfinale aufeinandertreffen, Titelverteidiger Novak Djokovic ist in der unteren Hälfte, könnte also im Halbfinale auf Roger Federer treffen. (Edit: Zur tieferen Analyse verlinke ich einfach mal zu Loreley.)

Nicolas Kiefer hat trotz seines frischen doppelten Bänderrisses immer noch nicht abgesagt. Sein Erstrundengegner ist Guillermo Canas (Argentinien), so wie der in letzter Zeit drauf ist, kann man den wohl tatsächlich auch mit gerissenen Bändern schlagen.

Mischa Zverev hat es hart getroffen. Er spielt gegen die Nummer 8 der Setzliste, Juan Martin del Potro.

Die weiteren Gegner der Deutschen:
Tommy Haas - Eduardo Schwank (ARG)
Rainer Schüttler - Qualifikant
Philipp Kohlschreiber - Sam Querrey (USA)
Denis Gremelmayr - David Ferrer (SPA)
Philipp Petzschner - Brian Dabul (ARG)

Mindestens zwei Deutsche werden noch aus der Qualifikation dazukommen: Die Sieger aus den Partien Björn Phau gegen Matthias Bachinger und Michael Berrer gegen Benedikt Dorsch. Außerdem sind dort noch im Rennen: Andreas Beck, Dieter Kindlmann, Florian Mayer und Simon Stadler.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Jetzt auch noch Kohlschreiber verletzt

Nach Nicolas Kiefer (Fuß) und Rainer Schuettler (Handgelenk) droht jetzt auch noch Philipp Kohlschreiber eine Verlrtzungspause. Sein Viertelfinale in Auckland (Neuseeland) gegen David Ferrer sagte er heute wegen Schmerzen in der Schulter ab. Kohlschreiber war in Auckland Titelverteidiger.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Haas-Comeback nimmt Formen an

Diesmal könnte es tatsächlich klappen mit dem Comeback von Tommy Haas. Er will noch in dieser Woche, vor den Australian Open, ein Showmatch bestreiten. Im Rahmenprogramm des Einladungsturniers von Kooyong (Melbourne) wird er nach Angaben der Veranstalter definitiv spielen. Sein Gegner steht noch nicht fest, es könnte aber Rafael Nadal sein, der nach seiner frühen Niederlage in Katar letzte Woche angeblich etwas Spielpraxis sammeln will.

Montag, 12. Januar 2009

ATP-Chef Helfant offiziell im Amt

Jetzt ist es offiziell. Adam Helfant, 44-jähriger US-Amerikaner und ehemaliger Nike-Manager, ist neuer Chef der ATP. Heute gab die Herrentennis-Organisation die Personalie bekannt, und Helfant hat auch schon gleich sein Arbeitszimmer bezogen. Vorgänger Etienne de Villiers war schon im Dezember ausgezogen.

Samstag, 10. Januar 2009

Mayer startet mit Challenger-Finale

Florian Mayer ist erfolgreich auf den Profizirkus zurückgekehrt. Nachdem er im Dezember Deutscher Meister geworden war, spielt er in dieser Woche sein erstes ATP-Challenger nach über einem halben Jahr Pause. In Noumea (Neukaledonien) kam er auf Anhieb ins Finale. Dort verlor er heute gegen Brendan Evans (USA). Eigentlich hatte ich gedacht, dass Flo den Evans (Nr. 173) auch noch schlägt, aber man soll die Erwartungen halt nicht gleich zu hoch schrauben. Hier alle Ergebnisse aus Noumea.

Nächste Woche spielt Florian Mayer die Qualifikation für die Australian Open.

Freitag, 9. Januar 2009

Zverev: Neues Ranglistensystem "sinnvoll"

Jetzt hat sich endlich mal ein Spieler zum neuen ATP-Weltranglistensystem geäußert. "In Spielerkreisen ist die neue Wertungsregelung bislang noch überhaupt kein Thema. Wir lassen es einfach auf uns zukommen", sagt Mischa Zverev in seinem extrem empfehlenswerten täglichen Blog auf abendblatt.de. Wenn die ATP es den Spielern erschweren wolle, sich nur mit Challenger-Ergebnissen unter den ersten 100 zu halten, sei das "vom Grundgedanken her sinnvoll".

Neuer ATP-Chef steht angeblich fest

Die Gerüchte werden immer lauter: Der ehemaliger Nike-Manager Adam Helfant (44) soll neuer ATP-Chef werden. Jetzt berichtet die amerikanische "Sports Illustrated", die Personalie werde Anfang kommender Woche offiziell bekanntgegeben.

Der bisheriger ATP-Chef Etienne de Villiers war schon Ende Dezember aus dem Amt geschieden. Die Suche hat deutlich länger als geplant gedauert. Eigentlich sollte der Nachfolger schon im November feststehen.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Kiefer verletzt

Das sah nicht gut aus: Beim Hopman-Cup in Perth ist Nicolas Kiefer während seines Matches gegen Dominik Hrbaty (Slowakei) mit dem rechten Fuß so schwer umgeknickt, dass er den Platz im Rollstuhl verlassen musste. Kiwi hatte zu dem Zeitpunkt im ersten Satz mit 3:1 gefuehrt. Durch seine Aufgabe hat Deutschland das Endspiel verpasst. Sabine Lisicki hatte ihr Einzel zuvor verloren.

Meffert wieder online

Als ich neulich die Internet-Seiten der deutschen Tennisprofis vorstellte, merkten einige aufmerksame Leser an, dass die einst sehr rege Seite von Dominik Meffert seit einiger Zeit aus dem Netz verschwunden ist.

Jetzt ist sie wieder da. Dominik berichtet, dass er jetzt mit dem Ex-Davis-Cup-Spieler Tomas Behrend trainiert und Ende Januar wieder ins Turniergeschehen eingreifen will.

www.dominikmeffert.de

Mittwoch, 7. Januar 2009

Dawidenko sagt Australian Open ab

Ferse kaputt: Nikolai Dawidenko (Russland) hat heute seine Teilnahme an den Australian Open (ab 19. Januar) abgesagt. Sein Zweitrundenspiel in Chennai (Indien) gegen Lukas Dlouhy (Tschechien) gab der Weltranglistenfünfte heute kampflos ab. "Ich habe große Schmerzen und muss erst einmal aussetzen, bevor ich wieder Turniere spiele," sagte er.

Montag, 5. Januar 2009

Waske muss langsamer treten


Neues Hindernis für Alexander Waske auf seinem Weg zurück auf die Tour. Er hat eine Herzmuskelreizung und muss nun "eine Weile lang etwas langsamer treten", schreibt er auf seiner Internetseite. Das ist wohl undramatisch, aber es klingt nicht so, als würde er nächste Woche die Qualifikation zu den Australian Open spielen. Offiziell abgesagt hat er dort aber bisher nicht.

Sonntag, 4. Januar 2009

Safin auf Abschiedstour

Mit einem unterlaufenen Auge erschien Marat Safin (28) an diesem Wochenende beim Hopman-Cup in Perth. Er sei in Moskau in eine Schlägerei geraten, erklärte er. Das ist aber vermutlich nicht der Grund für seine Ankündigung, seine Karriere Ende 2009 wahrscheinlich zu beenden. Erst kürzlich hatte Safin, der vor acht Jahren für ein paar Wochen die Nummer 1 der Weltrangliste war, Spekulationen um sein Karriereende zurückgewiesen.

Beim Hopman-Cup, der offiziellen Mixed-WM, tritt Marat mit seiner Schwester Dinara für Russland an. Das Auftaktmatch gegen Italien haben die beiden heute gewonnen. Deutschland (mit Nicolas Kiefer und Sabine Lisicki) trifft morgen auf Australien.

Samstag, 3. Januar 2009

Haas verschiebt Comeback


Am Montag geht die neue ATP-Saison in Doha (Katar) los, allerdings ohne Tommy Haas. Kurz vor Weihnachten hatte ihm der Turnierveranstalter eine Wild Card gegeben. Die hat Haas nun aber nicht angenommen. Die Wild Card ging stattdessen an den alten französischen Haudegen Arnaud Clement. (Hier die komplette Auslosung.)

Haas hat wegen seiner erneuten Schulterverletzung seit den US Open Anfang September kein Turnier mehr gespielt. Die Australian Open, die in zwei Wochen beginnen, hat er bisher nicht abgesagt.

Kapitaler Sieg für Murray

Es ist zwar bloß ein Schauturnier, aber ein Ausrufezeichen für die neue Saison könnte dieses Ergebnis dennoch sein: Andy Murray hat die erstmals ausgetragene "Capitala World Tennis Championship" in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) gewonnen und dabei erst Roger Federer und dann Rafael Nadal geschlagen.

Mischa Zverev bloggt fürs Abendblatt

Das lässt auf eine interessante Lektüre hoffen: Mischa Zverev (ATP Nr. 80) will in dieser Saison regelmäßig auf der Internetseite des Hamburger Abendblatts bloggen.

An den ersten beiden Tagen hat er sich schon mal ordentlich ins Zeug gelegt. Er hatte auch Zeit dazu: Sein Qualifikationsmatch in Brisbane gegen Giovanni Lapentti (Ekuador) fiel aus. Regen.

Hier geht's zu Mischas Tagebuch

Freitag, 2. Januar 2009

Freibrief für Top-30-Spieler

Die ATP bricht mit einer ehernen Regel: Wer an einem ATP-Turnier teilnehmen darf, das richtet sich seit Jahrzehnten nach der wöchentlich fortlaufenden Weltrangliste.

In diesem Jahr ist alles anders. Jedenfalls bei den so genannten 500er-Turnieren. Das ist die Kategorie unterhalb der Masters-Serie. Dazu gehört auch das Turnier am Hamburger Rothenbaum. Spieler, die zum Jahresende unter den ersten 30 der Weltrangliste stehen, sind im folgenden Jahr automatisch für jedes 500er-Turnier, an dem sie teilnehmen möchten, qualifiziert. Das gilt auch dann, wenn sie in der fortlaufenden Weltrangliste längst so weit abgerutscht sind, dass sie eigentlich in die Qualifikation müssten.

Das geht aus dem ATP-Regelbuch für 2009 hervor, das seit gestern online ist. Auf Seite 73 heißt es dort: "Commitment players (year-end top 30) are automatically accepted into the main draw of all ATP World Tour 500 events in which they have entered in a proper manner."

Es war zu befürchten, dass die ATP sich sowas ausdenkt. Denn schon vor einiger Zeit hatte sie bekanntgegeben, dass alle diese Spieler verpflichtet sind, mindestens vier 500er-Turniere im Jahr zu spielen, eines davon nach den US Open. So eine Pflicht funktioniert natürlich nur, wenn die Spieler auch das Recht dazu haben, die Pflicht zu erfüllen.

Einer, den dies betrifft, ist Rainer Schüttler. Er war am Stichtag 17. November genau auf Platz 30. Nach Wimbledon, wenn er die Halbfinalpunkte verliert, kann er leicht so weit abrutschen, dass er nach den hergebrachten Regeln bei den großen Turnieren nicht mehr im Hauptfeld stünde.

Mehr zum Thema am Sonntag in meinem Haupt-Artikel.

Hier geht's zum neuen Regelbuch. (Achtung, ist eine PDF-Datei mit über 200 Seiten)

Donnerstag, 1. Januar 2009

Transparentes Schwieberdingen

Wer wirklich alles ganz genau wissen will, sollte sich den Internet-Auftritt des Future-Turniers von Schwieberdingen bei Stuttgart ansehen, das in der kommenden Woche ausgetragen wird.

Dort ist ein PDF-Dokument verlinkt, das mir nicht so aussieht, als wäre es für die Öffentlichkeit bestimmt. Es ist die Beurteilung, die die ITF-Supervisorin über die letztjährige Veranstaltung abgegeben hat. Es gibt Noten für Nudeln, Ballkinder und Internetverbindung. Da erfahren wir, dass die Englischnkenntnisse der Physiotherapeutin "okay" sind, dass die Mitarbeiter im Turnierbüro "friendly and helpful" sind und der Turnierdirektor enthusiastisch. Die Massage kostet einen Euro pro Minunte und der Joghurt ist gratis.

Danke an Zirconek für den Tipp! Ich find's durchaus interessant, mal zu sehen, wie solche Beurteilungsbögen aussehen. Die Beurteilung ist ja ganz ordentlich ausgefallen, deswegen kann ich wohl ohne schlechtes Gewissen diesen etwas indiskreten Link setzen (auf "Tournament Report" klicken!).

Ach ja: Das Teilnehmerfeld in Schwieberdingen ist für ein Future beachtlich: Mit Lukas Rosol (Tschechien) ist sogar ein Top-200-Spieler dabei. Die namhaftesten deutschen Starter sind Julian Reister und Peter Gojowczyk.

Helfant schlägt Drewett

Jetzt scheint Adam Helfant (43) die Nase vorn zu haben im Rennen um den ATP-Chefposten. Das berichtet jedenfalls diese chilenische Zeitung unter Berufung auf den spanischsprachigen Dienst der dpa.

Helfant war bis vor kurzem Marketing-Manager bei Nike. Roger Federer und Rafael Nadal, die beide bei Nike unter Vertrag stehen und seit diesem Sommer im ATP-Spielerrat den Ton angeben, sollen sich für ihn stark gemacht haben.

Wenn die Meldung zutrifft, hätte sich der Harward-Jurist Helfant gegen den australische Ex-Profi Brad Drewett durchgesetzt, der derzeit ATP-Direktor für Asien/Ozeanien/Afrika ist.

Die Amtszeit des umstrittenen bisherigen ATP-Chefs Etienne de Viliiers ist Ende 2008 abgelaufen. Im Moment ist die Organisation also ohne Chef.

Kontakt

zackstennis@web.de


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