Zacks Tennis

Samstag, 28. Februar 2009

Klingelverbot für Nishikori

Manche Spieler - insbesondere, wenn sie gerade verlieren - werden ja fuchsteufelswild, wenn während des Aufschlags plötzlich irgendwo im Stadion ein Handy klingelt.

Kei Nishikori (Nr. 93) war bei seiner Erstrunden-Niederlage letzte Woche in Memphis selber schuld. Es war das Handy in seiner eigenen Jackentasche, das da klingelte.

Japans Davis-Cup-Kapitän Eiji Takeuchi sieht sich jetzt zu radikalen Maßnahmen veranlasst: Beim Davis-Cup gegen China (6. bis 8. März) möge sein 19 Jahre alter Spitzenspieler doch bitte wenigstens auf Vibrationsalarm umschalten.

Vor ein paar Jahren hat auch mal das Telefon einer WTA-Spielerin während eines Matches geklingelt; sie ist dann in aller Ruhe zu ihrem Platz gegangen und hat das Gespräch entgegengenommen. Ich weiß aber nicht mehr, wer das war.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zverev fühlt sich von Kühnen "ausreichend beachtet"

So ganz umumstritten ist er ja nicht, unser Davis-Cup-Kapitän. Diesmal beklagen namentlich nicht bekannte Spieler, Patrik Kühnen habe sich während der Australian Open zu sehr um Tommy Haas gekümmert und die anderen Profis vernachlässigt.

Einer, der sich Hoffnungen auf eine Davis-Cup-Nominierung gemacht hatte und gegen Österreich nun nicht dabei ist, fühlt sich indes nicht übergangen. "Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich mich von Patrik absolut ausreichend beachtet fühle", sagt Mischa Zverev in seinem Blog für das Hamburger Abendblatt. "Natürlich habe ich gemerkt, dass er sich sehr um Tommy gekümmert hat, aber das finde ich nicht schlimm. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich noch nie das Gefühl hatte, dass sich andere Menschen großartig um mich kümmern müssten."

Davis-Cup-Teams stehen

Die Kapitane haben gesprochen: Im Davis-Cup (6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen) spielen für Deutschland Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer, Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner. Für Osterreich sind Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Alexander Peya und Julian Knowle dabei.

Montag, 23. Februar 2009

Schweden verlegt Davis-Cup doch nicht nach Stockholm

Jetzt ist es wohl definitiv: Wenn Schweden in der ersten Davis-Cup-Runde (6. bis 8. März) gegen Israel antritt, dürfen keine Zuschauer dabei sein. Der Stadtrat von Malmö hat in dieser Woche beschlossen, dass die Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll - offiziell, wei die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. Malmös Bürgermeister hatte allerdings auch andere politische Gründe angedeutet. "Nach den Kämpfen im Gaza-Streifen sollten wir keine Sportveranstaltungen mit Israel austragen", zitiert die International Herald Tribune den Bürgermeister.

In Schwedens Hauptstadt sehen das die verantwortlichen Politiker etwas anders. Dort setzt man nun alle Hebel in Bewegung, um die Davis-Cup-Begegnung kurzfristig in die Königliche Tennishalle zu verlegen. Dort findet auch das alljährliche ATP-Turnier von Stockholm statt. Innerhalb weniger Tage ließ sich der Umzug aber nicht mehr organisieren.

Beim Welttennisverband ITF ist man nicht gerade amüsiert vom Beschluss der Malmöer Stadtvertreter, nimmt ihn aber hin.

Es ist übrigens schon das zweite Mal, dass Schweden im Davis-Cup die Fans aussperrt. Das erste Mal war 1975 gegen Chile, wo sich zwei Jahre zuvor der Diktator Augusto Pinoichet an die Macht geputscht hatte. Auch damals ging es offiziell um Sicherheitsbedenken.

Israels Ministerpräsident fordert Ram zum Dubai-Boykott auf

Die Geschichte von Andy Ram und seinem Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate ist noch nicht zu Ende. Die Einreise-Erlaubnis für die Vereinigten Arabischen Emirate hat er in der Tasche. Nach seiner Finalniederlage am Sonntag in Marseille dürfte er jetzt wohl gerade auf dem Weg nach Dubai sein.

Unterdessen hat Israels noch amtierender Ministerpräsident Ehud Olmert an seinen Landsmann appelliert, nicht nach Dubai zu reisen. "Ich war ein bisschen überrascht, dass Andy Ram vorhatte, da hinzufahren", zitiert ihn die israelische Zeitung Haaretz. "Es wäre angebracht, dass ihm jemand rät, Patriotismus und Solidarität zu beweisen und das Turnier zu boykottieren.

Freitag, 20. Februar 2009

Bild trifft Tennis-Star im Knast

... und wenn Bild von einem Tennis-Star spricht, dann meint es natürlich keinen geringeren als Maximilian Abel (Karriere-Bestplatzierung Nr. 183).

Weil wir das Techtelmechtel zwischen Abel und der Bildzeitung ja auch im vergangenen Jahr aufmerksam begleitet haben, machen wir natürlich weiter:

Hier das neue Interview. Danke an Jan für den Hinweis.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Andy Ram bekommt angeblich Visum für Dubai

Der internationale Druck samt abspringender Sponsoren scheint zu wirken. Der israelische Doppelspezialist Andy Ram soll angeblich ein Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate bekommen, um nächste Woche am ATP-Turnier von Dubai teilnehmen zu können. Das berichtet jedenfalls Bloomberg.com und beruft sich dabei auf einen US-Kongressabgeordneten, der sich wiederum auf den Botschafter der Emirate in den USA beruft.

Den Anfang der Geschichte kann man hier nachlesen.

Kurzes Update am Donnerstag: Andy Ram hat jetzt das Visum. Das sagt jedenfalls ATP-Chef Adam Helfant, und Rams Mama soll es auch schon mit eigenen Augen gesehen haben. Underdessen hat Rafael Nadal seinen Start in Dubai wegen Knieverletzung abgesagt.

Dienstag, 17. Februar 2009

Federer sagt Dubai ab

... aber natürlich nicht deswegen. Federer hat ja sogar seine Trainingsbasis in Dubai...

"Nach meiner Rückenverletzung letzten Herbst blieb mir leider nicht genügend Zeit, die betroffene Muskulatur wieder aufzubauen und die Beschwerden vollständig auszukurieren. Ich werde die kommenden Wochen nun zur weiteren Rehabilitation nutzen, um sicher zu sein, dass ich wieder ganz fit und für den Rest der Saison bereit bin."

Auch zu der längst ausverkauften Davis-Cup-Begegnung in den USA (6. bis 8. März) wird er nicht antreten.

Auch Rafael Nadals Start in Dubai nächste Woche ist ausgesprochen fraglich. Am Sonntag im Finale von Rotterdam, das er gegen Andy Murray verlor, hatte er mit einer Beinverletzung zu kämpfen.

Die ATP macht jetzt immerhin ganz sanften Druck auf Dubai. Andy Ram, der israelische Doppelspezialist, will dort spielen und hat bisher - genauso wie Shahar Peer - kein Visum bekommen. Sieht aus, als soll die Sache folgendermaßen ausgehen: Die ATP droht damit, das Turnier ausfallen zu lassen, wartet aber so lange ab, ob Ram nicht doch noch das Visum bekommt, bis alle Spieler angereist sind und sagt dann: "Naja, wenn sowieso schon alle die weite Reise auf sich genommen haben, ist es auch blöd, jetzt unverrichteter Dinge nach Hause zu fliegen. Dann spielen wir halt ohne den Andy."

Montag, 16. Februar 2009

Kiefer will zum Davis-Cup

Nicolas Kiefer ist von seinem Bänderriss, den er sich Anfang Januar zugezogen hatte, genesen. Beim Davis-Cup am übernächsten Wochenende gegen Österreich möchte er dabeisein, schreibt er auf seiner Internetseite.

Ob er vorher noch Spielpraxis sammeln darf, wird sich weisen. Die Meldefristen für die Turniere der kommenden Woche sind längst verstrichen. Kiwi hat jetzt in Delray Beach (Florida) und in Dubai nach einer Wild Card gefragt. Delray Beach hat zwei seiner drei Wild Cards schon amerikanischen Nachwuchsspielern versprochen (Edit: Ups, Kommentator hat natürlich recht: Eine der beiden vergebenen Wild Cards ist für Marcos Baghdatis). In Dubai scheinen die Wild Cards noch frei zu sein. Und mit dem Visum wird es dann wohl auch klappen....

Sonntag, 15. Februar 2009

Dubai boykottieren

An dieser Stelle müssen wir mal den Zuständigkeitsbereich von Zack Tennis (Herrentennis) auf das andere Geschlecht erweitern. Heute hat das WTA-Turnier von Dubai begonnen. Es ist eine der größten Veranstaltungen nach den Grand Slams. Fast alle Spitzenspielerinnen sind dabei. Aber eine darf nicht: Shahar Peer (Nr. 48). Sie ist aus Israel, und deshalb verweigern die Vereinigten Arabischen Emirate ihr die Einreise.

WTA-Chef Larry Scott reagiert windelweich: „Wir sind tief enttäuscht, dass Shahar Peer kein Visum erhalten hat und deshalb nicht bei den Dubai Open starten kann. Sie hatte das Recht, dort zu spielen. Nach einigen Konsultationen haben wir uns aber entschlossen, die Zustimmung zur Fortsetzung des Turniers bis zum nächsten Wochenende zu geben.“ Es geht um Millionen, während überall sonst auf der Welt Finanzkrise ist, gibt es in Dubai immer noch genug Geld.

Für die WTA-Tour ist dieser Vorgang aber vollkommen inakzeptabel. Der Tennis-Zirkus basiert auf dem Grundprinzip, dass jede Spielerin jedes Turnier spielen kann, für das sie sich sportlich qualifiziert hat.

Nach den Damen kommen in einer Woche die Herren nach Dubai. Für die gilt genau dasselbe. Aber es ist kaum zu erwarten, dass die ATP sich in dieser Frage rührt, solange es keinen konkreten Anlass gibt. Kein israelischer Spieler hat für dieses Turnier gemeldet. Aber auch die ATP darf sich dieses Vorgehen nicht gefallen lassen. In einem Land, in das nicht alle sportlich qualifizierten Teilnehmer einreisen dürfen, kann so ein Turnier nicht stattfinden. Das ist eigentlich ganz einfach. Dazu braucht man noch nicht einmal den politischen Willen zum Boykott. Das ergibt sich allein schon aus dem Regelwerk von WTA und ATP. Es ist schlicht Wettbewerbsverzerrung, wenn bestimmte Spieler bei Turnieren, für die sie sportlich qualifiziert sind, nicht teilnehmen und also auch keine Ranglistenpunkte machen können.

Wenn WTA und ATP schon nicht reagieren: Ich fände es extrem cool, wenn wenigstens die eine oder andere Spielerin oder der eine oder andere Spieler ihren oder seinen Start in Dubai jetzt absagt. Aber das ist wohl ein zu frommer Wunsch.

Es gibt übrigens auch arabische Staaten, die keine Probleme mit Tennisspielern aus Israel haben: In Doha (Katar) durfte Shahar Peer antreten.

Erstes Doppel-Finale für Tommy Haas

Es ist tatsächlich das erste Mal: Tommy Haas steht im Doppel-Endspiel eines ATP-Turniers. Zusammen mit Radek Stepanek (Tschechien) spielt er heute Nacht in San Jose gegen Rohan Bopanna (Indien) und Jarkko Nieminen (Finnland).

Wenn ich richtig gezählt habe, hat Tommy es seit seinem ersten Doppel-Auftritt 1996 in Scottsdale, Arizona, immerhin fünf Mal ins Halbfinale geschafft. Dort war dann spätestens Endstation.

Auch diesmal hat er das Halbfinale gegen James Blake und Mardy Fish (USA) nicht gewonnen, sondern profitierte davon, dass Blake mit einer Knöchelverletzung absagte.

Das hier sind die gesammelten Doppel-Ergebnisse von Tommy Haas. Allzu oft tritt er zwar nicht im Doppel an, aber es waren in den letzten 13 Jahren immerhin mehr als 50 Turniere. (Das einzige Finale, das darin aufgeführt ist, ist der World Team Cup 2005, aber das ist ja keine reine Doppel-Konkurrenz.)

Freitag, 13. Februar 2009

Del Potro schwänzt Davis-Cup

Die schlechte Stimmung nach der Final-Niederlage 2008 hat offenbar nicht gerade Lust auf mehr gemacht: Argentinien muss in der ersten Davis-Cup-Runde (6. bis 8. März) ohne seinen besten Mann auskommen: Juan Martin del Potro (Nr. 7 der Welt) spielt im Moment Hartplatz-Turniere in den USA. Für ein Wochenende Sandplatz-Tennis in Argentinien einzuschieben "wäre sehr schwierig für mich", sagt er.

Gegen Holland ist Argentinien auch ohne del Potro haushoher Favorit. Im Viertelfinale, sagt der, würde er wieder mitmachen wollen.

Hier die Davis-Cup-Begegnungen im Überblick

Donnerstag, 12. Februar 2009

"Dimitrov besser als Federer"

Wer sich den Namen Grigor Dimitrov noch nicht gemerkt hat, sollte es langsam tun. Heute Abend (ab 19.30 Uhr) spielt er in der zweiten Runde von Rotterdam gegen Rafael Nadal. Dimitrow ist ein 17-jähriger Bulgare und steht noch auf Platz 478 der Weltrangliste. In der ersten Runde von Rotterdam hat er Tomas Berdych (Tschechien, Nr. 23) geschlagen.

Dimitrovs Trainer ist Peter Lundgren, der lange Zeit Roger Federer betreute. Lundgren soll gesagt haben, Dimitrov sei besser als Federer in dessen Alter.

Montag, 9. Februar 2009

Davis-Cup-Aufgebot am 24. Februar

Am Dienstag, 24. Februar, will der deutsche Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen die vier Spieler für das Erstrundenmatch gegen Osterreich (6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen) nominieren. Außer Tommy Haas sind alle in Frage kommenden Kandidaten bereit mitzuspielen.

Das hier deutet übrigens darauf hin, dass die Begegnung für die Deutschen tatsächlich zum befürchteten Auswärtsspiel mutiert.

Sonntag, 8. Februar 2009

Berrer gewinnt Challenger in Breslau

Für Michael Berrer (28 Jahre, Stuttgart) geht das Jahr 2009 gut los. Heute gewann er das Challenger in Breslau mit einem glatten 6:3, 6:4 gegen den Russen Alexandre Kudriawtsew. In der vorigen Woche in Heilbronn hatte er schon das Halbfinale erreicht, und bei den Australian schaffte er als Qualifikant immerhin die zweite Runde.

Für Berrers Vorhaben, von seinem derzeitigen Platz 129 unter die ersten 100 der Weltrangliste zurückzukehren, ist das Timing allerdings etwas ungünstig. Die etwas eigenwillige Umrechnungsformel der ATP ihrer Ranglistenreform hat dazu geführt, dass Challengersiege aus 2009 viel weniger Wert sind als die von 2008.

Hier die Ergebnisse aus Breslau (PDF)

Samstag, 7. Februar 2009

Wild Card für Lars Pörschke in San Jose

Als ich mir vorhin die Auslosung für das ATP-Turnier von San Jose ansah, das am Montag beginnt, war ich etwas verdutzt: Eine der drei Wild Cards geht an Lars Pörschke aus Buseck bei Gießen. 24 Jahre alt und Nummer 589 auf der Weltrangliste.

Pörschke hat in den USA sehr erfolgreich College-Tennis gespielt, und zwar an der Baylor University in Texas, wo auch Benjamin Becker und Benedikt Dorsch waren.

Erst seit einem halben Jahr sammelt Pörschke ATP-Punkte. Besser als Platz 589 dürfte er wohl sein. Die Wild Card für San Jose ist trotzdem erstaunlich.

Was ich vor lauter Staunen fast übersehen hätte: Pörschke trifft in der ersten Runde auf Tommy Haas.

Hier die Auslosung für San Jose (PDF)

Freitag, 6. Februar 2009

Jetzt rufen sie wieder Schiebung

2007 war Wettbetrug ein großes Thema im Tennis. 2008 sprach plötzlich fast niemand mehr davon. Jetzt geht es wieder los.

Der Wettanbieter Betfair will in Autralien auffällig hohe Einsätze auf das Spiel zwischen Guillermo Canas (Argentinien) und Antonio Veic (Kroation) Anfang dieser Woche in Zagreb beobachtet haben und hat eine Untersuchung angekündigt.

Der völlig unbekannte Veic (Nr. 255) gewann 4:6, 6:4, 6:2. Das ist für sich genommen nicht sonderlich spektakulär: Der ehemalige Top-Ten-Spieler Canas (Nr. 68) pfeift seit Monaten aus dem letzten Loch; gegen ihn zu wetten, ist immer eine plausible Idee. Allerdings sollen in diesem Fall die Wetteinsätze für Veic in die Höhe geschnellt sein, nachdem Canas den ersten Satz gewonnen hatte. Das ist das typische Muster eines abgekarteten Spiels. Allerdings gab es zu dieser Zeit auch Anzeichen, Canas könnte verletzt sein.

Der Zagreber Turnierdirektor, Branko Horvat, hat nach eigener Aussage schon Morddrohungen von Leuten erhalten, die angeben, viel Geld verloren zu haben, weil bei seinem Turnier die falschen Spieler gewinnen.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Deutsche Krankenwelle

Boris Becker weiß es ja schon lange: Dem deutschen Tennis geht's mal wieder gar nicht gut. Und jetzt sind die Spieler auch noch krank. Alexander Waske meldete sich Anfang des Jahres mit einer Herzmuskelreizung für ein paar Wochen vom Spielbetrieb ab. Ansonsten grassiert eine fiebrige Erkältung. Philipp Petzschner erwischte es schon vor den Australian Open. Denis Gremelmayr und Andreas Beck machten in der vergangenen Woche während des Challengers in Heilbronn schlapp und machen in dieser Woche erstmal Pause.

Jetzt schwächelt auch noch Mischa Zverev. Der hat zwar gestern in Zagreb einen Achtungserfolg gegen Andreas Seppi (Italien, Nr.33) hingelegt, hatte aber da schon Halsschmerzen. In der zweiten Runde gegen Viktor Hanescu (Rumänien) will er es aber trotzdem versuchen. Die Trainingshalle in Zagreb ist unbeheizt. Mischa spricht von fünf Grad und sieht darin einen Grund für seine Erkältung.

Nachtrag am Freitag: Gegen Hanescu hat Mischa es trotzdem geschafft (und dabei fünf Matchbälle abgewehrt). Das Viertelfinale gegen Jan Hernych musste er aber im ersten Satz abbrechen. Bronchitis. Rotterdam nächste Woche hat er abgesagt.

Dienstag, 3. Februar 2009

BBC hat Thatcher-Monfils-Golliwog-Affäre




Wieder was gelernt. Golliwog-Puppen kannte ich bislang nicht.

Carol Thatcher hingegen kennt Golliwogs schon länger. Das wurde ihr jetzt zum Verhängnis.

Carol Thatcher ist die Tochter der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher. 2005 wurde sie Dschungelkönigin in der englischen Version von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus".



In ihrer Eigenschaft als B-Promi war sie in der vergangenen Woche in der "One Show" im Vorabendprogramm von BBC 1 im Einsatz. Dort kam die Rede auf die Australian Open und auf den französischen Weltranglistenzwölften Gael Monfils. Thatcher verglich Monfils mit seiner schlaksigen Figur und abstehenden Haaren mit einer Golliwog-Puppe.

Die Sache löste einen kleinen Skandal aus, denn der Begrif Golliwog ist im Englischen rassistisch belegt. Die BBC will Carol Thatcher in ihre Sendungen wohl vorläufig nicht mehr einladen.

Montag, 2. Februar 2009

Nadal will weniger Hartplatz

Nach seinem Triumph auf dem Hartplatz von Melbourne sagte Rafael Nadal, was ihm schon lange auf dem Herzen lag: "Dieser Belag ist anstrengender für den Körper als Gras oder roter Sand, aber wir spielen ständig auf Hartplätzen. Jetzt habe ich einen Major-Titel auf Hartplatz gewonnen, jetzt darf ich das sagen. Vorher hätte es geheißen, ich sei
nur ein Sandplatzspezialist."

Nun, streng genommen hat Rafael Nadal all dies auch schon vorher gesagt, immer dann, wenn er sich darüber beklagte, dass die ATP die amerikanischen Interessen mehr berücksichtigt als die europäischen. Und natürlich durfte er das auch schon vorher sagen. Schließlich hat er schon vier Masters-Turniere auf Hartplatz gewonnen. Und Olympiasieger wurde er auch auf Hartplatz.

Sonntag, 1. Februar 2009

Melbourne: Deutscher im Finale chancenlos

Ein Grieche lässt Tennisdeutschland auf eine bessere Zukunft hoffen: Alexandros-Ferdinandos Georgoudas. Das Endspiel des Juniorenwettbewerbs der Australian Open hat er zwar glatt mit 1:6 und 3:6 gegen den topgesetzten Inder Yuki Bhambri verloren. Aber in den Runden zuvor hat er mehrere der weltbesten Nachwuchsspieler aus dem Turnier geworfen.

Dabei hatte kaum jemand Georgoudas auf dem Zettel. Bislang wird er auf der Junioren-Weltrangliste auf Platz 56 geführt. Auch beim griechischen Tennisverband rechnete man anscheinend nicht mit ihm. Weil er sich zu Hause in Thessaloniki nicht ausreichend gefördert fühlte, ging er mit 14 Jahren nach Deutschland, in die Heimat seiner Mutter. Seither trainiert er im Leistungszentrum des niedersächsischen Tennisverbands in Hannover - unter anderem mit Nicolas Kiefer.

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