Zacks Tennis

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Kiefer hört auf

Jetzt ist es offiziell: Nicolas Kiefer beendet seine Karriere.

Ich hatte erwartet, dass er wenigstens noch das eine oder andere Abschiedsturnier bestreitet, aber anscheinend hat er das nicht vor. Sein letzter Auftritt als Profi war dann also das Doppel an der Seite von Stefan Seifert beim Challenger von Aachen im November.

Mehr dazu am Sonntag. Bis dahin verlinke ich einfach mal die Kiwi-Abschiedsartikel, die ich in den letzten anderthalb Jahren verfasst habe:

Kiwi sagt zum Abschied leise "Abwarten" (25. Juli 2010)

Kiefer geht in die Zweite Liga (28. September 2009)

Das langsame Karriereende von Nicolas Kiefer (2. August 2009)

Sonntag, 19. Dezember 2010

Eltingh/Haarhuis planen Comeback

Thomas Muster hat es erfolglos vorgemacht, jetzt wollen Jacco Eltingh (40) und Paul Haarhuis (44) es besser machen. Die beiden Holländer, die im Laufe der 90er allen vier Grand-Slam-Turniere einmal gewannen, planen ein Comeback beim 500er-Turnier von Rotterdam (7. bis 13. Februar).

Charlotte statt New Haven

Während sich die ATP zum Aus des World Team Cups bisher nicht geäußert hat, ist eine andere - kleinere - Baustelle abgearbeitet: Es gibt einen neuen Standort für das 250er-Turnier in der Woche vor den US Open, das bisher in New Haven, Connecticut, stattfand. Vom 22. bis zum 28, August 2011 geht es nach Charlotte, North Carolina.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Davis Cup in Zagreb

Der Austragungsort für die Davis-Cup-Erstrundenbegegnung zwischen Kroatien und Deutschland steht fest: Vom 4. bis 6. März wird auf Hartplatz in Zagreb gespielt - und zwar im Dom športova.

Montag, 13. Dezember 2010

World Team Cup abgeschafft

Das war's. Der World Team Cup 2010 war wohl der letzte in der Tennisgeschichte.

Heute gaben die Veranstalter vom Rochusclub in Düsseldorf das Aus für die traditionsreiche Mannschafts-WM bekannt. Sie fanden keinen Hauptsponsor mehr.

Irgendwie war das abzusehen. Und nach dem, was ich über die letzte Veranstaltung im Mai schrieb, darf ich nun wohl nicht jammern.

Trotzdem schade.

Montag, 8. November 2010

Taylor Dent beendet Karriere

Noch ein Serve-und-Volley-Spieler weniger auf der ATP-Tour: Taylor Dent (USA, 29 Jahre) hat heute via Facebook sein Karriereende bekanntgegeben. Vor fünf Jahren war er mal die Nummer 21 der Welt. Kurz darauf schien seine Karriere nach einer schweren Rückenverletzung beendet. 2008 gelang ihm das Comeback, und er etablierte sich wieder unter den ersten 100. Im Moment steht er auf Platz 85.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Endlich ein Livescore-App

Das wurde aber auch mal Zeit: ATP und WTA bieten endlich ein Livescore-App fürs iPhone an.

Die Grand-Slam-Turniere haben sowas schon seit gefühlten Ewigkeiten, aber bei allen anderen Turnieren war es bisher extrem umständlich, mit dem iPhone irgendwelche Zwischenstände von laufenen Tennismatches in Erfahrung zu bringen. Der offizielle Internet-Livescore läuft nämlich über den Flash-Player, den Applegeräte bekanntlich nicht mögen.

Also: Hier gibt es das kostenlose offizielle Pro-Tennis-Live-App.

Es funktioniert eigentlich ganz prima, bietet allerdings nicht die Zusatzinformationen, die ich von den Grand-Slam-Apps gewohnt bin. Es ist ein reiner Ergebnis-Service - immerhin mit statistischen Details wie Aufschlag-Quoten, Breakballen usw.. Aber man kann zum Beispiel nicht die Auslosungen der Turniere einsehen. Und wenn ein Spiel nicht stattfindet, erfährt man nicht, warum. Als ich am Freitagabend sehen wollte, wie das Wiener Viertelfinale zwischen Jürgen Melzer und Philipp Kohlschreiber ausgegangen ist, sah ich nichts. Ich konnte nur mutmaßen, dass wohl einer der beiden verletzungsbedingt nicht angetreten ist, aber ich wusste nicht, wer. (Aus dem normalen Internert erfuhr ich dann, dass Kohlschreiber Probleme im Adduktorenbereich hatte.)

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Captain Courier

Der ehemalige Weltranglistenerste Jim Courier (40) ist neuer US-Davis-Cup-Kapitän und damit Nachfolger von Patrick McEnroe, der mit zehn Jahren Amtszeit der langgedienteste Kapitän der US-Davis-Cup-Geschichte ist.

Nach Angaben des US-Tennisverbands USTA gab es eine ganze Reihe von hoch qualifizierten Bewerbern, gegen die sich Courier durchsetzen konnte. "Jim will continue to bring class and character to the role of U.S. Davis Cup captain along with an outstanding pedigree in Davis Cup competition", wird USTA-Chefin Lucy S. Garvin zitiert.

Freitag, 22. Oktober 2010

Der beste Flo aller Zeiten

Guten Abend allerseits,

bin gerade in Stockholm, am Sonntag gibt es also einen Turnierbericht. Im Moment bin ich noch ganz im Bann von Florian Mayers Sieg gegen Schwedens nationale Hoffnung Robin Söderling. Heute bin ich der Ansicht, den besten Flo aller Zeiten gesehen zu haben. Mal sehn, ob ich das am Sonntag immer noch so sehe.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Future-Titel für Kiefer

Wer hätte das gedacht: Plötzlich gewinnt Nicolas Kiefer (33) ein Turnier. Seit er im August Vater geworden ist, hat Kiwi ja eigentlich eine Turnierpause eingelegt, um in Hannover bei Freundin und Tochter zu bleiben.

In dieser Woche aber fand in Isernhagen bei Hannover ein Future statt, die unterste Kategorie im Profitennis mit 10.000 Dollar Gesamtpreisgeld und 18 Weltranglistenpunkten für den Sieger. Das ist Kiwi hingefahren und hat im Doppel mitgemacht. An der Seite von Stefan Seifert (Nr. 1190 im Einzel und Nr. 1476 im Doppel) gewann er das Turnier.

Es ist Kiwis erster Doppel-Turniersieg seit 2003. Auf der Doppel-Weltrangliste wurde er seit ein paar Monaten gar nicht mehr geführt. Nach dem Turniersieg von Isernhagen wird er Montag in einer Woche ungefähr auf Platz 1000 wieder einsteigen.

Hier die Ergebnisse aus Isernhagen (PDF)

Sonntag, 10. Oktober 2010

Gold für Devvarman

Jetzt können wir die Geschichte vom letzten Sonntag über die Commonwealth Games zu Ende bringen: Somdev Devvarman (Indien, Nr. 96) hat die Goldmedaille im Herreneinzel gewonnen. Er gewann das Finale gegen Greh Jones (Australien, Nr. 234). Bronze ging an Matthew Ebden (Australien, Nr. 165). Die Goldmedaille im Herrendoppel ging an Paul Hanley und Peter Luczak (Australien), Silber an die Engläner Ross Hutchings und Ken Skupski.

Bei den Damen gewann Anastasia Rodionova (Australien) Einzel-Gold gegen Sania Mirza (Indien) mit 7:6 im dritten Satz. Das Damendoppel-Finale war - Überraschung - eine rein australische Angelegenheit. Sally Peers und Anastasia Rodionova gewannen gegen Jessica Moore und Olivia Rogoswka.

Gold im Mixed gewann Schottland: Joceyln Rae und Colin Fleming.

Mehr Ergebnisse suche ich jetzt nicht mehr raus. Die Results-Seite der Commonwealth Games ist ein Ausbund an Unübersichtlichkeit.

Der Gesamt-Medaillenspiegel deutet darauf hin, dass die Inder sich richtig ins Zeug gelegt haben. Sie liegen auf Rang 2 nur hinter Australien und vor England, Kanada, Südafrika. Wenn man bedenkt, dass die Inder die Olympischen Spiele vor zwei Jahren in Peking mit nur einer einzigen Goldmedaille auf Platz 50 beendeten, ist das beachtlich.

Dienstag, 21. September 2010

Muster gewinnt

Er kann es tatsächlich noch: Thomas Muster (42) hat gewonnen. Beim Challenger in Ljubljana schlug er heute den Slowenen Borut Puc mit 6:3, 6:1. Es war das fünfte Turnier und der erste Sieg für den ehemaligen Weltranglistenersten aus der Steiermark, seit er im Juni seinen Comebackversuch startete.

Allerdings war Puc ein auch für Challenger-Verhältnisse leichter Gegner. Ein 19-jähriger Nachwuchsmann mit Weltranglistenplatz 570. Er war ebenso wie Muster mit einer Wild Card ins Hauptfeld gelangt. In Runde 2 wartet ein anderes Kaliber: Alessio di Mauro (Italien, Nr. 173).

Hier die Ergebnisse aus Ljubljana (PDF)

Donnerstag, 16. September 2010

Neues von Crazy Dany



Die Szene ist aus dem Erstrundenmatch von Daniel Köllerer in dieser Woche beim Challenger in Stettin gegen Pablo Cuevas.

Soweit ich das einschätzen kann, ist das die erste Schwalbe in der Geschichte des Profitennis. Ein paar Punkte später gab Köllerer das Match auf.

Mittwoch, 15. September 2010

Melzer/Petzschner für London qualifiziert

Die ATP hat nachrechnen lassen: Jürgen Melzer und Philipp Petzschner stehen nach den US Open als Teilnehmer für das Doppel-World-Tour-Finale der acht besten Teams (21. bis 28. November in London) fest. Außer unseren Wimbledonsiegern haben bisher nur die Gebrüder Bob und Mike Bryan und Daniel Nestor/Nenad Zimonjic die Qualifikation sicher.

Melzer und Petzschner stehen auf der Team-Jahreswertung zwar nur auf dem unsicheren siebenten Platz. Aber als Sieger eines Grand-Slam-Turniers sind sie in London auf jeden Fall startberechtigt, wenn sie am Ende der Saison unter den ersten 20 rangieren - und das ist ihnen auch theoretisch nicht mehr zu nehmen.

Die Nachricht ist auch deshalb beruhigend, weil sich Philipp Petzschner in der letzten Woche in einem österreichischen Bundesligaspiel (sowas spielt der also auch noch) am rechten Knöchel verletzte und nun für ein paar Wochen pausieren muss, also auch keine weiteren Punkte fürs World-Tour-Finale sammeln kann. Bis November soll er aber wieder fit sein, heißt es.

Montag, 13. September 2010

Wohl ein Jahr Pause für Gonzalez

Chiles Weltklassemann Fernando Gonzalez scheint für nahezu ein Jahr außer Gefecht zu sein. Wegen kaputter Hüfte und Knie hatte er schon seit den French Open im Mai pausiert. Sein Versuch, zu den US Open anzutreten, scheiterte: Sein Erstrundenmatch gegen Ivan Dodig (Kroatien) musste er nach zwei Sätzen aufgeben und machte sich danach ernsthafte Sorgen um den Fortgang seiner Karriere.

Chilenische Medien spekulieren nun, er werde nach erforderlichen Operation für mindestens sechs Monate ausfallen. Tennistalk-Twitterer Ricky Dimon will nun erfahren haben, dass Gonzo erst zu den French Open 2011 wieder spielen kann.

Dienstag, 31. August 2010

6:0, 3:6, 4:6, 6:0, 5:0...

... und dann brachte Jan Hajek doch noch mal seinen Aufschlag durch. Trotzdem war es das wohl einseitigste Fünfsatzmatch aller Zeiten (oder weiß jemand ein noch einseitigeres?).

Weil's so lustig aussieht, also ausnahmsweise mal Ergebnisberichterstattung aus der ersten Runde der US Open:

Mardy Fisch (USA) - Jan Hajek (Tschechien)
6:0, 3:6, 4:6, 6:0, 6:1

Wie man Krumm ausspricht

Neulich befassten wir uns mit der Aussprache des dänischen Namens Caroline. Bei den Eurosport-Kommentatoren hat das leider keinen Eindruck hinterlassen, die sagen auch während der US Open wieder munter "Cärolein".

Sie treiben es sogar noch wilder: Der Kollege, der vorhin die Ergebnisse der ersten Runde im Damen-Einzel vortrug, sprach von der japanischen Spielerin Kimiko Date-Krumm, als trüge sie ihren Doppelnamen deshalb, weil sie die Witwe von Gottfried von Cramm ist. Dabei ist ihr Ehemann quicklebendig. Der Berufsrennfahrer Michael Krumm kommt zwar aus Schwaben, wo man die deutsche Sprache ja relativ originell interpretiert, trotzdem heißt er nicht Maikel Cramm.

Murray mag US Open lieber

Da hoffen die Briten seit Generationen, dass endlich mal einer der ihren in Wimbledon gewinnt, und nun sowas: Andy Murray, der erste Anwärter seit Fred Perry 1936, der realistische Chancen hat, dieses Kunststück zu vollbringen, findet die US Open viel schöner als Wimbledon. In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung von heute sagt er: "Es ist laut und die Zuschauer sind immer in Bewegung; verglichen mit Wimbledon, wo immer alle still sind, ist hier eine Menge los. Ich mag das."

Kein Link zum Interview. Es steht nur in der Printausgabe.

Dienstag, 24. August 2010

Davis-Cup: Südafrikas Team steht

Südafrikas bester Mann, Kevin Anderson (Nr. 77), spielt im Relegationsspiel gegen Deutschland (17. bis 19. September in Stuttgart) nach zwei Jahren wieder im Davis-Cup. Außerdem im Team: Die Doppelspezialisten Wesley Moodie und Jeff Coetzee sowie Izak van der Merwe und Rik de Voest. Das sind fünf Mann. Einer muss also noch draußen bleiben.

Die deutsche Mannschaft ist nich nicht nominiert.

US Open beginnen: Ab heute Quali

Die Großen spielen zwar erst ab kommenden Montag, aber das Qualifikationsturnier für die US Open geht heute los. Hier die Auftaktgegner der Deutschen:

Andre Begemann spielt gegen den kolumbianischen Senkrechtstarter Robert Farah, der in diesem Sommer nach dem College mit dem Profitennis begann und sofort zwei Futures und ein Challenger gewann.

Mischa Zverev, letztes Jahr noch Top 50, ist mittlerweile weit von den Top 100 entfernt und muss nun also Quali spielen. Sein erster Gegner ist Milos Raonic (Kanada), der uns neulich beim Challenger in Granby begegnete, als er im Endspiel gegen Tobias Kamke verlor. (Kamke ist direkt fürs US-Open-Hauptfeld qualifiziert.)

Bastian Knittel hat ein scheinbar leichtes Los: ein 18-jähriger amerikanischer Wildcard-Spieler von Platz 573 namens Alexander Domijan.

Dieter Kindlmann trifft auf den stets ernst zu nehmenden Franzosen Adrian Mannarino und
Simon Stadler auf den nicht minder ernst zu nehmenden, wenn auch noch nicht ganz so etablierten Franzosen Benoit Paire.

Ja, und das war's auch schon. Nur fünf Deutsche in der Quali. Im Hauptfeld (mit ebenfalls 128 Spielern insgesamt) sind es elf. Erstaunlich, dass zum Beispiel Julian Reister, der sich für die French Open und für Wimbledon nicht nur qualifiziert hat, sondern auch die dritte bzw. zweite Runde erreichte, in dieser Woche lieber ein Challenger in Genf spielt.

Die deutschen Frauen sind reiselustiger. Sechs von ihnen sind bei der Quali am Start: Kathrin Woerle, Mona Barthel, Anna-Lena Grönefeld, Tatjana Malek, Julia Schruff, Sarah Gronert.

Hier die komplette Auslosung für die Männer und für die Frauen.

Donnerstag, 12. August 2010

Mabelle Emilienne

Das Kapitel über die Namen von Tennisspielerkindern können wir um einen Eintrag erweitern. Nicolas Kiefer ist Papa geworden, und seine Tochter heißt Mabelle Emilienne.

Montag, 9. August 2010

Ohne Sieg: Muster jetzt Nummer 999

Thomas Muster hat seit dem Beginn seines Comeback-Versuchs zwar noch kein Match gewonnen, trotzdem hat er jetzt 18 Weltranglistenpunkte im Doppel, was ihm den schönen Platz Nummer 999 einbringt. Die Punkte in Kitzbühel gab es gratis, weil seine Gegner Pablo Andujar und Alexandre Sidorenko in der ersten Runde nicht angetreten waren. Im Viertelfinale verloren Muster und Martin Fischer dann glatt gegen Philipp Marx und Igor Zelenay.

Hier die Doppel-Ergebnisse aus Kitzbühel (PDF)

Sonntag, 8. August 2010

Verqualmtes Finale in Moskau

Ein bisschen dunstig sieht es schon aus auf diesem Bild:

http://www.kamelzon.ru/viewer.aspx?si=0&obj=piccollection&ri=1581&i=1609

Die Profis scheinen sich von der Qualmwolke, unter der Moskau in diesen Tagen liegt, nicht aufhalten zu lassen. Während polnische, österreichische und kanadische Diplomaten die Stadt verlassen haben, wird das Tennis-Future-Turnier in Moskau heute brav zu Ende gespielt. Im Finale stehen sich heute Ilya Belyaev (Nr.382) und Denis Matsukevitch (Nr. 480) gegenüber.

Hier die Ergebnisse aus Moskau

Djokovic und Nadal zusammen

Jetzt wird sich zeigen, ob zwei gute Einzelspieler zusammen ein überragendes Doppel ergeben. Beim Masters in Toronto, das morgen beginnt, treten die Nummer 1 und die Nummer 2 der Einzel-Weltrangliste gemeinsam an. Wenn Rafael Nadal und Novak Djokovic ihr Erstrundenmatch gegen das kanadische Wild-Card-Duo Vasek Pospisil/Milos Raonic gewinnen, treffen sie in Runde 2 auf die Wimbledonsieger Jürgen Melzer und Philipp Petzschner.

Hier die Doppel-Auslosung von Toronto (PDF)

Dienstag, 3. August 2010

Illinois: Lucky Loser an 1 gesetzt

Keine Ahnung, ob sowas schon jemals vorgekommen ist: Beim Future-Turnier von Decatur (Illinois) ist der topgesetzte Spieler ein Lucky Loser: Ryler Deheart, Weltranglistenplatz 265.

Mit seinem Weltranglistenplatz 265 ist Deheart tatsächlich der besteplatzierte Spieler im Teilnehmerfeld. Trotzdem musste er durch die Qualifikation. So etwas kommt vor, wenn ein Spieler den Meldeschluss fürs Hauptfeld verpasst. Wenn das Hauptfeld dann erst nach Ende der Qualifikation ausgelost wird, kann in einem solchen Fall auch ein Qualifikant auf die Setzliste kommen.

Also kann auch ein Lucky Loser das schaffen. Dazu bedarf es allerdings einer weiteren Voraussetzung: Der Spieler, den der Lucky Loser (als Verlierer der letzten Qualifikationsrunde) ersetzt, muss seine Teilnahme im Zeitfenster zwischen Beginn des Qualifikationswettbewerbs und der Auslosung des Hauptfelds absagen. Und dass so etwas vorkommt, wenn zugleich ein hochplatzierter Spieler sich kurzfristig zur Teilnahme enschließt, der Veranstalter ihm keine Wild Card gibt, er deswegen durch die Quali muss - und da dann auch noch in der letzten Runde verliert, wie Ryler Deheart es getan hat - das ist nun wirklich ein extrem seltenes Ereignis.

Hier das Teilnehmerfeld von Decatur (Illinois)

Sonntag, 1. August 2010

Kamke gewinnt Challenger in Kanada

Auch wenn ich es nicht mehr schaffe, jeden Challenger-Titel eines deutschen Spielers im Telegramm zu melden, wenigstens meine schleswig-holsteinischen Landsleute möchte ich nicht ganz vergessen. Also: Tobias Kamke hat heute das Endspiel von Granby (Québec) gewonnen, und zwar mit 6:3 und 7:6 gegen den Kanadier Milos Raonic. Das gibt 90 Punkte für die Rangliste, womit Kamke sich verdientermaßen in den Top 100 etabliert. Montag dürfte er auf Platz 85 rangieren.

Hier die Ergebnisse aus Granby (PDF)

Donnerstag, 22. Juli 2010

52,78 Prozent Sport

Gerade entdeckt. So genau wusste ich es gar nicht: Zacks Tennis handelt zu 52,78 Prozent vom Sport, zu 19,44 Prozent vom Ausland, zu 16,67 Prozent von Deutschland und zu jeweils 5,56 Prozent von Kultur und von Peoplen. (Stand von heute Abend)

del Potro plant Comeback im September

US-Open-Sieger Juan Martin del Potro will beim ATP-Turnier von Bangkok (27. September bis 3. Oktober) antreten. Es wäre sein erstes Turnier seit den Australian Open im Januar. Seither laboriert der 21-jährige Argentinier an einer Verletzung am Handgelenk.

Einige nord- und südamerikanischen Medien berichten zwar auch von del Potros bevorstehendem Comeback als Titelverteidiger bei den US Open (ab 30. August). Dabei berufen sie sich allerdings bloß darauf, dass sein Name auf der offizielen Meldeliste steht. Das hat aber nichts zu sagen, denn bei Grand Slams (ebenso wie bei Masters-Turnieren) sind die besten Spieler zur Teilnahme verpflichtet und stehen automatisch auf der Teilnehmerliste, von der sie, wenn sie verletzt sind, erst hinterher wieder gestrichen werden, sobald sie offiziell abgesagt haben.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Muster: Nächster Einsatz in Kitzbühel

Thomas Muster macht weiter: Nach seiner deutlichen Erstrundenniederlage vor zwei Wochen beim Challenger in Braunschweig tritt der 42-jährige frühere Weltranglistenerste aus der Steiermark nun mit einer Wildcard in Kitzbühel an. Das traditionsreiche Sandplatzturnier (2. bis 8. August) trägt zwar die stolze Bezeichnung "Austrian Open", ist aber in diesem Jahr aus der ATP-World-Tour abgestiegen und nur noch ein Challenger mit 64.000 Euro Gesamtpreisgeld.

Sonntag, 11. Juli 2010

Manipulationsverdacht in Newport

Aus aktuellem Anlass kramen wir mal den Artikel über Wettmanipulationen aus dem Archiv hervor.

Richard Bloomfield (Großbritannien, Nr. 552) hat in Newport übrigens nicht nur das fragliche Match gegen Christophe Rochus (Belgien, Nr. 160) gewonnen, sondrn auch Santiago Giraldo (Kolumbien, Nr. 56) und Ryan Harrison (USA, Nr. 262) geschlagen, eher er im Halbfinale gegen Mardy Fish (USA, Nr. 79) verlor.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Davis-Cup gegen Südafrika in Stuttgart

Drinnen oder draußen, das war die Frage, und heute gab der DTB die Antwort: draußen. Die Davis-Cup-Begegnung um den Klassenerhalt in der Weltgruppe zwischen Deutschland und Südafrika findet vom 17. bis zum 19. September im Sandplatz-Stadion am Stuttgarter Weissenhof statt. 220 Kilometer weiter westlich wird an demselben Wochenende schon drinnen gespielt: Mit der Qualifikation für das ATP-Turnier von Metz (Frankreich) beginnt die europäische Hallensaison.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Melzer/Petzschner im Wimbledon-Finale - und keiner guckt hin

Da steht endlich mal wieder ein Landmann im Endspiel von Wimbledon - und dann dies: Es wird in Deutschland wohl so gut wie keiner sehen, wie Philipp Petzschner zusammen mit Jürgen Melzer (Österreich) das Doppelfinale gegen Robert Lindstedt (Schweden) und Horia Tecau (Rumänien) bestreitet.

Denn das Spiel findet am Sonnabend nach dem Dameneinzel-Endspiel zwischen Serena Williams und Vera Zvonareva statt. Das Damenspiel beginnt um 14 Uhr englischer Zeit, 15 Uhr bei uns.

Zum Herrendoppelfinale würde also wohl irgendwann während des WM-Viertelfinals zwischen Deutschland und Argentinien aufgeschlagen. Wer gleich nach dem Abpfiff in Kapstadt vom ZDF rüberzappt zum Wimbledon-Sender Sport 1, könnte Pech haben: Dort plant man - jedenfalls bislang - die Tennisübertragung um 17.30 Uhr zu beenden und zeigt lieber das Formel-3-Rennen am Norisring. Wer Bezahlfernsehen hat, ist besser dran: Sky wird das Finale auf jeden Fall zeigen.

Mittwoch, 30. Juni 2010

DTB verliert Rothenbaum-Prozess

Es liest sich fast wie eine Meldung aus einem vergangenen Zeitalter: Der Deutsche Tennis-Bund hat in den USA seinen Berufungsprozess um den Masters-Status des Turniers am Hamburger Rothenbaum verloren.

Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren war die Sache ein großer Aufreger.

Montag, 28. Juni 2010

Stich keilt gegen Kiefer

Das hatte sich Turnierdirektor Michael Stich vermutlich anders vorgestellt: Beim morgen (Dienstag) beginnenden Challenger in Braunschweig ist mit Andreas Beck nur ein einziger Top-100-Spieler am Start. Eine ausgesprochen magere Ausbeute für die für Challenger-Verhältnisse ausgesprochen hoch dotierte Veranstaltung in der zweiten Woche von Wimbledon.

Florian Mayer, Fabio Fognini und Pere Riba hatten schon vor der Auslosung am Wochenende abgesagt. Daniel Brands konnte nicht kommen, weil er sensationellerweise heute noch im Wimbledon im Einsatz war (und sein Achtelfinale gegen Tomas Berdych verlor). Nach der Auslosung meldete sich auch noch der topgesetzte Uruguayer Pablo Cuevas verletzt. Der Mann (dessen Foto den Titelkopf dieses Blogs ziert) hat Rücken.

Nun wollte Stich eine Wild Card an Nicolas Kiefer geben. Aber der lehnte ab, und zwar anscheinend nicht dankend, sondern, wie Stich fand und auf der Turnier-Webseite verbreiten ließ, undankbar. ("Nicolas Kiefer muss sich langsam mal fragen, warum er denkt, sich so etwas rausnehmen zu können - selbst aktuelle Top-10-Spieler würden sich so nicht verhalten.")

Als echte Attraktion bleibt nur noch das Zirkuspferd Thomas Muster.

Hier das Tableau von Braunschweig (PDF)

Sonntag, 27. Juni 2010

Alle wollen Mahut

Sein Match gegen John Isner hat er nach elf Stunden mit 68:70 im fünften Satz verloren, aber der frische Ruhm hat für Nicolas Mahut schon gleich praktischen Nutzen: Für das Rasentennisturnier von Newport (Rhodes Island), das direkt nach Wimbledon beginnt, hat der Weltranglisten-145. eine Wild Card bekommen. Es wird gewiss nicht seine letzte Wild Card in diesem Jahr sein, auch wenn Newport das letzte Rasenturnier in diesem Jahr ist und Rasen Mahuts bester Bodenbelag.

In Newport spielt man zwar in der Regel keine Matches, die sich über drei Tage hinziehen, dafür aber gern mal vier Matches an einem Tag.

Freitag, 25. Juni 2010

Hanescu hatte keine Lust mehr und ging nach Hause

Großartiger Erfolg für Daniel Brands (ATP Nr. 98) aus Deggendorf: Nach seinem Fünfsatzsieg gegen Victor Hanescu (Rumänien) steht er im Achtelfinale von Wimbledon.

Offiziell gab Hanescu beim Stand von 0:3 aus seiner Sicht im fünften Satz wegen einer Oberschenkelverletzung auf. Im Bild sieht es allerdings etwas anders aus: Nachdem der Rumäne im dritten Satz mehrere Matchballe vergab, hatte er anscheinend keine Lust mehr. Dann fingen wohl auch noch irgendwelche Zuschauer an, sich über ihn lustig zu machen, bis Hanescu schließlich dem Schiri und dem Gegner kurz die Hand gab und den Platz verließ (besonders spannend ca. ab Minute 8):



Im Achtelfinale trifft Brands auf Tomas Berdych aus Tschechien.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Rassimus-Vorwurf gegen Köllerer

Neues vom Tennis-Ekel Daniel Köllerer: Der farbige brasilianische Profi Julio Silva sagt, Köllerer habe ihn im Erstrunden-Match des Challengers von Reggio Emilia (Norditalien) rassistisch beschimpft. Bisher berichten darüber nur brasilianische Medien. Weil ich kein Portugiesisch kann, bin ich nicht in der Lage, alle Einzelheiten korrekt wiederzugeben, die automatische Google-Übersetzung ins Englische funktioniert mittlerweile aber erstaunlich gut. Also: Während des Matches gegen Silva Anfang dieser Woche soll Köllerer (Nr. 110) seinen Gegner Silva (Nr. 169) mehrmals mit nicht näher genannten rassistischen Schimpfwörtern bedacht haben. Silva hat dann offenbar bei der italienischen Polizei Anzeige gegen Köllerer erstattet. Silvas brasilianischer Kollege Ricardo Hocevar spricht von einer Petition mit dem Ziel, Köllerer von der ATP-Tour zu verbannen. Im Jahr 2006 war Köllerer bereits mal wegen seiner Ausfälle gegen Gegner, Schiedsrichter, Ballkinder und Zuschauer für ein halbes Jahr für alle ATP-Turniere gesperrt (durfte allerdings bei den Grand Slams und den unterklassigen Future-Turnieren weiterhin antreten, weil diese nicht direkt von der ATP organisiert werden).

Zuletzt hörten wir von Köllerer, als er seinen Landsmann Stefan Koubek einen "Wichser" geheißen haben soll, woraufhin Koubek Köllerer an die Gurgel ging.

Köllerer gewann das Spiel gegen Silva mit 6:2 und 6:3 und steht nach einem weiteren Sieg inzwischen im Viertelfinale von Reggio Emilia.

Brasilianischer Artikel 1

Brasilianischer Artikel 2

Und hier die Ergebnisse aus Reggio Emilia (PDF)

Mittwoch, 23. Juni 2010

Nicolas Mahut - John Isner 4:6 6:3 7:6 6:7 59:59

Während Deutschland bei der WM irgendwie doch noch Gruppensieger wurde, spielte sich in London heute ein ganz anderes Drama ab: Erste Runde Wimbledon: Zehn Stunden haben die beiden schon gespielt, das mit Abstand längste Match aller Zeite. Zwei Mal wurde er schon wegen Dunkelheit abgebrochen, heute (Donnerstag) um 15.30 Uhr Ortszeit (also 16.30 Uhr MESZ) geht es weiter - hoffentlich wieder live auf Sport1.



Andy Roddick fragte unterwegs per Twitter, ob nicht der Schiri mal auf Klo müsse irgendwann...

Mahut ist ein Serve-und-Volley-Stilist. Komischerweise war seine elegante Spielweise auch nach neuneinhalb Stunden, als ich in der Halbzeit von Deutschland-Ghana auf Wimbledon umschaltete, noch immer zu erahnen. Der Franzose ist zwar nur Nummer 148 der Welt und Qualifikant, aber mit seiner Spielweise auf Rasen absolut wettbewerbsfähig. 2007 stand er beim Wimbledon-Vorbeireitungsturnier im Londoner Queen's Club im Endspiel - und verlor gegen Andy Roddick. Dort wurde - anders als in Wimbledon - der letzte Satz im Tie-Break entschieden, sonst wären Mahut und Roddick vielleicht heute auch noch nicht fertig.

Isner, das 2,06 Meter große Aufschlag-Ungeheuer schlafwandelte zwar nur noch über den Platz, servierte aber immer noch mit weit über 200 km/h.

Montag, 21. Juni 2010

Papa Wozniacki: Männliche Profis sind faul

In unregelmäßigen Abständen macht immer mal wieder der eine oder andere männliche Tennisprofi mit der Ansicht Schlagzeilen, das Damentennis sei doch gar nicht ernst zu nehmen. Jetzt keilt mal jemand zurück: Piotr Wozniacki, Vater und Trainer der dänischen Weltranglistenvierten Caroline Wozniacki, hält die Männer auf der ATP-Tour für faul, meldet das Kopenhagener Boulevardblatt Ekstra Bladet. Die Frauen würden sowohl auf dem Platz als auch außerhalb des Platzes mehr trainieren. Die Trainingsfaulheit der Verfolger sei auch der Grund dafür, warum Rafael Nadal und Roger Federer seit so langer Zeit das Herrentennis ungefährdet dominieren, meint Wozniacki.

Freitag, 18. Juni 2010

Neuer Coach für Zverev

Mischa Zverev (22), vor einem Jahr noch die Nummer 45 der Welt und jetzt nur noch auf Platz 145, will mit einem neuen Coach wieder Anschluss an die ATP-Tour finden, meldet das Hamburger Abendblatt: Detlev Irmler. Der Mann leitet auch die Bundesliga-Mannschaft des Rochus-Clubs Düsseldorf, für die Zverev spielt. Irmler hat seinen neuen Schützling auch schon bei den French Open im Mai betreut. Bisher wurde Mischa von seinem Vater Alexander, einem früheren sowjetischen Daviscupspieler, gecoacht.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Kamke schon wieder qualifiziert

Tobias Kamke hat es schon wieder geschafft: Nach den French Open überstand der Lübecker auch die Qualifikation für Wimbledon. Im entscheidenden Match gewann er in vier Sätzen gegen die US-Hoffnung Jesse Levine. Julian Reister (der ja in Paris erst in der dritten Runde von Roger Federer gestoppt wurde), ist dagegen in der letzten Quali-Runde ausgeschieden, genauso wie Andre Begemann. Beide scheinen eine realistische Chance zu haben, als Lucky Loser ins Hauptfeld nachzurücken, weil es in dieser Woche haufenweise kurzfristige Absagen gab.

Im Doppel hat Mischa Zverev zusammen mit Rik de Voest aus Südafrika die Qualifikation überstanden.

Hier die Ergebnisse aus der Qualifikation

Rothenbaum ohne Geld und ohne Gonzalez

"Tennisturnier gestrichen!" steht heute in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund in der Hamburger Morgenpost, darunter ein Foto vom Rothenbaum-Stadion.

Wie auch die meisten anderen Landesregierungen hat der Hamburger Senat jetzt ein Sparpaket vorgestellt. Darin enthalten: keine Subventionen mehr für sportliche Großveranstaltungen. Das Tennisturnier am Rothenbaum hat im vorigen und in diesem Jahr von der Stadt Hamburg jeweils 200.000 Euro bekommen - bei einem Gesamt-Etat von dem Vernehmen nach rund 3,4 Millionen Euro. "Tennisturnier gestrichen" ist vor diesem Hintergrund eine etwas extrem zugespitzte Überschrift.

Vorstellbar ist aber trotzdem, dass die fehlenden 200.000 Euro dem ohnehin darbenden Turnier den Rest geben. Das würde mir als regelmäßigem Besucher und treuem Anhänger des Turniers die Stimmung ziemlich verhageln. Aber ich wiederhole mich gern: Ich sehe überhaupt nicht ein, wieso die Steuerzahler eine Profisportveranstaltung durchfüttern sollen, dessen Mittel zu einem großen Teil dazu verwendet werden, Preisgelder an Leute auszuzahlen, die längst genug Geld haben.

Übrigens ist der Rothenbaum viele Jahren lang ohne öffentliche Zuschüsse ausgekommen. Die 200.000 Euro flossen letztes Jahr als freundlicher Ausgleich dafür, dass die Stadt Hamburg es dem Turnier untersagte, einen österreichischen Sportwettenanbieter als Hauptsponsor zu führen. Dsss es die 200.000 Euro in diesem Jahr erneut gab, war ohnehin etwas seltsam.

Übrigens steht das Teilnehmerfeld für das Turnier vom 17. bis zum 25. Juli nun fest:
http://german-open-hamburg.de/turnierspieler/spieler-profile/
Zu erwähnen ist noch, dass der hier noch aufgeführte Fernando Gonzalez verletzt ist und längst angekündigt hat, erst im August wieder spielen zu können. "I will have to skip Gstaad, Bastad, Hamburg and, most sadly, Davis Cup", steht auf seiner Internetseite.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Wild Card für Muster in Braunschweig

Als Thomas Muster (42) neulich sagte, er wolle jetzt wieder anfangen, Challenger-Turniere zu spielen, dachten noch alle, der Mann scherzt entweder oder er spinnt. Aber nun macht er ernst, der frühere Weltranglistenerste aus der Steiermark. Er hat eine Wild Card angenommen für das Challenger in Braunschweig in der übernächsten Woche.

Hier geht's zum Challenger in Braunschweig

Deutschland und Australien am langsamsten

Am Montag in Durban sah es ja so aus, als wären die Deutschen deutlich flinker unterwegs als die Australier. Diese Erkenntnis gilt aber nicht für die nationalen Tennisverbände. Da sind Deutschland und Australien gleichermaßen langsam:

Während sechs der acht Austragungsorte für die Davis-Cup-Relegationsspiele vom 17. bis zum 19. September schon feststehen, lässt man sich bei uns und downunder Zeit. Vom Deutschen Tennis-Bund ist man diese Langsamkeit ja schon gewohnt. Da rechnet man wohl ohnehin nicht damit, im langfristigen Vorverkauf viele Karten absetzen zu können.

Das hier sind die Relegationsbegegnungen:
Israel - Österreich in Tel Aviv
Kolumbien - USA in Bogota
Schweden - Italien in Lidköping (Vänersee)
Indien - Brasilien in Chennai (Madras)
Kasachstan - Schweiz in Astana
Rumänien - Ecuador in Bukarest
Australien - Belgien irgendwo
Deutschland - Südafrika auch irgendwo
http://www.daviscup.com/ties/wgpo.asp

Aber vom 9. bis 11. Juli sind erstmal die Viertelfinals dran:
Frankreich - Spanien in Clermont-Ferrand
Russland - Argentinien in Moskau
Kroatien - Serbien in Split
Chile - Tschechien in Coquimbo
http://www.daviscup.com/ties/wg.asp

Sonntag, 6. Juni 2010

Köllerer in Koubeks Würgegriff

Während Jürgen Melzer in dieser Woche als erster Österreicher nach Thomas Muster in ein Grand-Slam-Halbfinale und in die Top 20 der Weltrangliste vorgestoßen ist, lieferten sich die Nummern 2 und 3 des Österreichischen Tennis ein ganz besonderes Duell.

Stefan Koubek (ATP Nr. 117, gelbes Hemd) und Daniel Köllerer (ATP Nr. 111, weißes Hemd) trafen in einer Begegnung der österreichischen Tennis-Bundesliga zwischen dem TC Gleisdorf und dem UTC Straßburg aufeinander.

Man sehe sich dieses Video an:



"Der Kärntner Koubek argumentierte, er sei mit einem derben Schimpfwort provoziert worden, doch der Schiedsrichter hatte nichts gehört", meldet der seriöse Wiener "Standard". ("Wichser hat er nicht zum sagen.")

Schwer vorstellbar, dass Koubek und Köllerer in absehbarer Zeit gemeinsam Davis-Cup spielen.

Wer Köllerer noch nicht kennt, klickt hier.

Freitag, 4. Juni 2010

Bopanna an der Saale

Alle Jahre wieder steht irgendein Tennisprofi vor dem Bahnhof von Halle an der Saale und wundert sich, wieso ihn niemand abholt. Diesmal traf es den indischen Doppelspezialisten Rohan Bopanna. Er hat noch Zeit, seinen Fehler zu korrigieren: Das Rasenturnier in Halle/Westfalen geht erst am Montag los.

Bopanna und sein Coach Shayamal Vallabhjee hielten uns via Twitter immer auf dem Laufenden über ihre Reise.
("After arriving at the WRONG Halle, we now on route to the right one.Seen the entire German countryside by train.. Santa Maria!!")

Gestern behauptete Bopanna noch, Halle sei ihm noch gut in Erinnerung (vor vier Jahren war er da und verlor in der ersten Runde gegen Roger Federer), das war wohl nicht geographisch gemeint.

Nachtrag am Sonnabend: Rohan hat es noch so rechtzeitig nach Westfalen geschafft, dass er sogar heute Mittag Einzel-Qualifikation spielen kann. Sein Gegner kam auch auf den letzten Drücker: Kevin Krawietz spielte gerade noch in Roland Garros das Halbfinale im Junioren-Doppel

Dienstag, 1. Juni 2010

Nadal bei French-Open-Sieg wieder Nummer 1

Um mal schnell eine Antwort zu geben, nach der heute Abend viele Leute googeln und dann auf meiner Seite landen: Nach Roger Federers Niederlage im Viertelfinale der French Open gegen Robin Söderling kann Rafael Nadal wieder Weltranglistenerster werden. Dazu muss er die French Open gewinnen. Eine Finalteilnahme reicht ihm noch nicht.

Freitag, 28. Mai 2010

Wie man Caroline ausspricht

Ich hab's einfach nicht mehr ausgehalten. Die Eurosport-Sprecher haben mich in dieser Woche völlig fertiggemacht mit ihrem ewigen Gerede von Cärolein Wozniacki. So heißt doch keine anständige dänische Caroline nie und nimmer nicht. Auch nicht, wenn sie Caroline Wozniacki ist und Weltranglistendritte. Ich halte es zwar für vorstellbar, dass sie sich selbst, wenn sie auf Englisch redet, der Einfachheit halber englisch ausspricht, aber das müssen wir doch auf Deutsch nicht nachmachen...

Im Herbst hatte ich ja mal einen lustigen brasilianischen TV-Beitrag mit Aussprachetipps zu Tennisspielern aus aller Welt gepostet. Leider wurde dort kein Däne zu seinen Landsleuten befragt. Also habe ich heute Abend mal selber recherchiert und mit gezielt die Sportnachrichten im dänischen Fernsehen angeschaut (und vor allem angehört). Ich bin erleichert: Der Moderator sprach, wie es sich gehört, von Caroline und nicht von Cärolein. Also werde auch ich Caroline weiter reinen Gewissens Caroline nennen.

Montag, 26. April 2010

Kiwi spielt wieder - in Tunesien

Fast genau ein halbes Jahr ist Nicolas Kiefers letztes Match auf der ATP-Tour her. Seine Leistenverletzung ist überwunden. Morgen (Dienstag, 27.04.) steht er wieder auf dem Platz - beim Challegner in Tunis, für das er eine Wild Card bekommen hat. Nächste Woche spielt er - ebenfalls mit Wild Card - in München, und zwar auch im Doppel (mit Andreas Beck), das teilt er auf seiner Internetseite mit.

Und noch etwas gibt er dort bekannt: Er wird noch in diesem Jahr Papa. Ich bin kein besonders intensiver Verfolger der Klatschspalten, aber ich glaube, seine Freundin Anna war bisher öffentlich nicht bekannt. Die letzte Meldung aus seinem Privatleben ist ungefähr ein Jahr alt und besagte, dass seine damaligen Freundin Inga und er sich getrennt haben.

Hier die Ergebnisse aus Tunis (PDF)

Mittwoch, 3. Februar 2010

Mario Ancic: Future in Nussloch

Futures, das sind die Turniere der dritten Kategorie im Profitennis, eigentlich sind es eher Halbprofi-Turniere - für Spieler zwischen den Weltranglistenplätzen 500 bis 1500. Als Zuschauer geht man dort hin, wenn man um die Ecke wohnt, wenn man mit einem der Spieler verwandt ist oder wenn man ein noch größerer Hardcore-Fan ist als ich.

Aber die Reise nach Nußloch im Badischen, einer Nachbargemeinde des berühmten Wimbledonsiegersherkunftsstädtchens Leimen, könnte sich in dieser Woche lohnen. Dort spielt kein geringerer als Mario Ancic (Kroatien), vor nicht allzu langer Zeit und vor einer Verletzungs- und Krankheitsserie noch die Nummer 7 der Welt. Er steht, obwohl er im vergangenen Jahr kaum gespielt hat, noch immer auf Platz 135 und ist damit der höchstplatzierte Spieler, den ich je in einem Future-Teilnehmerfeld entdeckt habe.

Auch ein paar anderen interessante Spieler sind in Nußloch am Start: Gilles Muller aus Luxemburg zum Beispiel, US-Open-Viertelfinalist von 2008, und unsere deutsche Hoffnung Kevin Krawietz kommt direkt vom Junioren-Doppel-Finale in Melbourne angereist.

Ancic hat sein Erstrundenmatch gestern gewonnen. Muller trifft heute Abend (Mi, 3.2.) um 19.30 Uhr auf den von mir hochgeschätzen Nachwuchsspieler Jan-Lennard Struff.

Hier der Spielplan aus Nussloch

Dienstag, 26. Januar 2010

Nadal Nummer 3 oder 4

Rafael Nadals Verletzung im Viertelfinale der Australian Open lässt ihn in der Weltrangliste zurückfallen. Ein halbes Jahr nachdem er Platz 1 verloren hat, ist er nun auch Platz 2 los. Weil Nadal als Titelverteidiger viele Punkte verliert, zieht Novak Djokovic an ihm vorbei. Auch Andy Murray wird, sofern er sein Halbfinale gegen Marin Cilic gewinnt, Nadal überholen.

Sonntag, 24. Januar 2010

Längere Pause für Kiefer

Für Nicolas Kiefer scheint sich keiner mehr zu interessieren, jedenfalls nicht in der Medienwelt. Unbemerkt von der Öffentlichkeit sagte er seine Teilnahme an den ersten Turnieren des Jahres ab. Fast eine Woche ist es nun her, dass er auf seiner Internetseite bekanntgab, dass er sich einer Leistenoperation unterziehen musste und nun eine Weile pausieren wird. Er versichert, er wolle seine Karriere fortsetzen, nennt aber keinen Termin für seine Rückkehr auf die Tour.

Kontakt

zackstennis@web.de


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