Zacks Tennis

Dienstag, 31. August 2010

6:0, 3:6, 4:6, 6:0, 5:0...

... und dann brachte Jan Hajek doch noch mal seinen Aufschlag durch. Trotzdem war es das wohl einseitigste Fünfsatzmatch aller Zeiten (oder weiß jemand ein noch einseitigeres?).

Weil's so lustig aussieht, also ausnahmsweise mal Ergebnisberichterstattung aus der ersten Runde der US Open:

Mardy Fisch (USA) - Jan Hajek (Tschechien)
6:0, 3:6, 4:6, 6:0, 6:1

Wie man Krumm ausspricht

Neulich befassten wir uns mit der Aussprache des dänischen Namens Caroline. Bei den Eurosport-Kommentatoren hat das leider keinen Eindruck hinterlassen, die sagen auch während der US Open wieder munter "Cärolein".

Sie treiben es sogar noch wilder: Der Kollege, der vorhin die Ergebnisse der ersten Runde im Damen-Einzel vortrug, sprach von der japanischen Spielerin Kimiko Date-Krumm, als trüge sie ihren Doppelnamen deshalb, weil sie die Witwe von Gottfried von Cramm ist. Dabei ist ihr Ehemann quicklebendig. Der Berufsrennfahrer Michael Krumm kommt zwar aus Schwaben, wo man die deutsche Sprache ja relativ originell interpretiert, trotzdem heißt er nicht Maikel Cramm.

Murray mag US Open lieber

Da hoffen die Briten seit Generationen, dass endlich mal einer der ihren in Wimbledon gewinnt, und nun sowas: Andy Murray, der erste Anwärter seit Fred Perry 1936, der realistische Chancen hat, dieses Kunststück zu vollbringen, findet die US Open viel schöner als Wimbledon. In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung von heute sagt er: "Es ist laut und die Zuschauer sind immer in Bewegung; verglichen mit Wimbledon, wo immer alle still sind, ist hier eine Menge los. Ich mag das."

Kein Link zum Interview. Es steht nur in der Printausgabe.

Dienstag, 24. August 2010

Davis-Cup: Südafrikas Team steht

Südafrikas bester Mann, Kevin Anderson (Nr. 77), spielt im Relegationsspiel gegen Deutschland (17. bis 19. September in Stuttgart) nach zwei Jahren wieder im Davis-Cup. Außerdem im Team: Die Doppelspezialisten Wesley Moodie und Jeff Coetzee sowie Izak van der Merwe und Rik de Voest. Das sind fünf Mann. Einer muss also noch draußen bleiben.

Die deutsche Mannschaft ist nich nicht nominiert.

US Open beginnen: Ab heute Quali

Die Großen spielen zwar erst ab kommenden Montag, aber das Qualifikationsturnier für die US Open geht heute los. Hier die Auftaktgegner der Deutschen:

Andre Begemann spielt gegen den kolumbianischen Senkrechtstarter Robert Farah, der in diesem Sommer nach dem College mit dem Profitennis begann und sofort zwei Futures und ein Challenger gewann.

Mischa Zverev, letztes Jahr noch Top 50, ist mittlerweile weit von den Top 100 entfernt und muss nun also Quali spielen. Sein erster Gegner ist Milos Raonic (Kanada), der uns neulich beim Challenger in Granby begegnete, als er im Endspiel gegen Tobias Kamke verlor. (Kamke ist direkt fürs US-Open-Hauptfeld qualifiziert.)

Bastian Knittel hat ein scheinbar leichtes Los: ein 18-jähriger amerikanischer Wildcard-Spieler von Platz 573 namens Alexander Domijan.

Dieter Kindlmann trifft auf den stets ernst zu nehmenden Franzosen Adrian Mannarino und
Simon Stadler auf den nicht minder ernst zu nehmenden, wenn auch noch nicht ganz so etablierten Franzosen Benoit Paire.

Ja, und das war's auch schon. Nur fünf Deutsche in der Quali. Im Hauptfeld (mit ebenfalls 128 Spielern insgesamt) sind es elf. Erstaunlich, dass zum Beispiel Julian Reister, der sich für die French Open und für Wimbledon nicht nur qualifiziert hat, sondern auch die dritte bzw. zweite Runde erreichte, in dieser Woche lieber ein Challenger in Genf spielt.

Die deutschen Frauen sind reiselustiger. Sechs von ihnen sind bei der Quali am Start: Kathrin Woerle, Mona Barthel, Anna-Lena Grönefeld, Tatjana Malek, Julia Schruff, Sarah Gronert.

Hier die komplette Auslosung für die Männer und für die Frauen.

Donnerstag, 12. August 2010

Mabelle Emilienne

Das Kapitel über die Namen von Tennisspielerkindern können wir um einen Eintrag erweitern. Nicolas Kiefer ist Papa geworden, und seine Tochter heißt Mabelle Emilienne.

Montag, 9. August 2010

Ohne Sieg: Muster jetzt Nummer 999

Thomas Muster hat seit dem Beginn seines Comeback-Versuchs zwar noch kein Match gewonnen, trotzdem hat er jetzt 18 Weltranglistenpunkte im Doppel, was ihm den schönen Platz Nummer 999 einbringt. Die Punkte in Kitzbühel gab es gratis, weil seine Gegner Pablo Andujar und Alexandre Sidorenko in der ersten Runde nicht angetreten waren. Im Viertelfinale verloren Muster und Martin Fischer dann glatt gegen Philipp Marx und Igor Zelenay.

Hier die Doppel-Ergebnisse aus Kitzbühel (PDF)

Sonntag, 8. August 2010

Verqualmtes Finale in Moskau

Ein bisschen dunstig sieht es schon aus auf diesem Bild:

http://www.kamelzon.ru/viewer.aspx?si=0&obj=piccollection&ri=1581&i=1609

Die Profis scheinen sich von der Qualmwolke, unter der Moskau in diesen Tagen liegt, nicht aufhalten zu lassen. Während polnische, österreichische und kanadische Diplomaten die Stadt verlassen haben, wird das Tennis-Future-Turnier in Moskau heute brav zu Ende gespielt. Im Finale stehen sich heute Ilya Belyaev (Nr.382) und Denis Matsukevitch (Nr. 480) gegenüber.

Hier die Ergebnisse aus Moskau

Djokovic und Nadal zusammen

Jetzt wird sich zeigen, ob zwei gute Einzelspieler zusammen ein überragendes Doppel ergeben. Beim Masters in Toronto, das morgen beginnt, treten die Nummer 1 und die Nummer 2 der Einzel-Weltrangliste gemeinsam an. Wenn Rafael Nadal und Novak Djokovic ihr Erstrundenmatch gegen das kanadische Wild-Card-Duo Vasek Pospisil/Milos Raonic gewinnen, treffen sie in Runde 2 auf die Wimbledonsieger Jürgen Melzer und Philipp Petzschner.

Hier die Doppel-Auslosung von Toronto (PDF)

Dienstag, 3. August 2010

Illinois: Lucky Loser an 1 gesetzt

Keine Ahnung, ob sowas schon jemals vorgekommen ist: Beim Future-Turnier von Decatur (Illinois) ist der topgesetzte Spieler ein Lucky Loser: Ryler Deheart, Weltranglistenplatz 265.

Mit seinem Weltranglistenplatz 265 ist Deheart tatsächlich der besteplatzierte Spieler im Teilnehmerfeld. Trotzdem musste er durch die Qualifikation. So etwas kommt vor, wenn ein Spieler den Meldeschluss fürs Hauptfeld verpasst. Wenn das Hauptfeld dann erst nach Ende der Qualifikation ausgelost wird, kann in einem solchen Fall auch ein Qualifikant auf die Setzliste kommen.

Also kann auch ein Lucky Loser das schaffen. Dazu bedarf es allerdings einer weiteren Voraussetzung: Der Spieler, den der Lucky Loser (als Verlierer der letzten Qualifikationsrunde) ersetzt, muss seine Teilnahme im Zeitfenster zwischen Beginn des Qualifikationswettbewerbs und der Auslosung des Hauptfelds absagen. Und dass so etwas vorkommt, wenn zugleich ein hochplatzierter Spieler sich kurzfristig zur Teilnahme enschließt, der Veranstalter ihm keine Wild Card gibt, er deswegen durch die Quali muss - und da dann auch noch in der letzten Runde verliert, wie Ryler Deheart es getan hat - das ist nun wirklich ein extrem seltenes Ereignis.

Hier das Teilnehmerfeld von Decatur (Illinois)

Sonntag, 1. August 2010

Kamke gewinnt Challenger in Kanada

Auch wenn ich es nicht mehr schaffe, jeden Challenger-Titel eines deutschen Spielers im Telegramm zu melden, wenigstens meine schleswig-holsteinischen Landsleute möchte ich nicht ganz vergessen. Also: Tobias Kamke hat heute das Endspiel von Granby (Québec) gewonnen, und zwar mit 6:3 und 7:6 gegen den Kanadier Milos Raonic. Das gibt 90 Punkte für die Rangliste, womit Kamke sich verdientermaßen in den Top 100 etabliert. Montag dürfte er auf Platz 85 rangieren.

Hier die Ergebnisse aus Granby (PDF)

Kontakt

zackstennis@web.de


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