Zacks Tennis

Sonntag, 11. Dezember 2011

Struff ist Deutscher Meister

So gut besetzt wie noch vor wenigen Jahren, als der Sieger eine Wild Card für das ATP-Masters am Hamburger Rothenbaum bekam, sind Deutschen Tennismeisterschaften nicht mehr. Aber immerhin: Mit dem topgesetzten Jan-Lennard Struff gab es heute in Biberach einen würdigen Titelträger 2011. Er schlug Holger Fischer mit 6:2 und 6:2. Struff (21 Jahre, Nr. 239 in der Welt) ist eine der wenigen Nachwuchshoffnungen, die das deutsche Tennis derzeit hat. Wenn im nächsten Jahr überhaupt irgendeiner den Durchbruch in die Top 100 schafft, dann er.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Davis-Cup in Bamberg

Die Davis-Cup Erstrundenbegegnung zwischen Deutschland und dem diesjährigen Finalisten Argentinien wird in Bamberg ausgetragen, und zwar auf Sand. Termin ist der 10. bis 12. Februar. Dort gibt es eine 7000-Zuschauer-Halle, in der normalerweise Basketball-Bundesliga gespielt wird.

Sonntag, 4. September 2011

Erster Challenger-Titel für Stebe

Die US-Open waren für Cedrik-Marcel Stebe ein Komplett-Reinfall (2:6, 3:6 in der ersten Qualifikationsrunde). So war er, als das Turnier in New York richtig losging, schon längst in Bangkok. Und dort holte er gestern den ersten Challenger-Titel seiner Karriere. Im Endspiel schlug er Amir Weintraub (Israel) 7:5, 6:1.

Das bringt 80 Punkte. In Weltrangliste steigt er damit von Platz 151 auf ungefähr Platz 128. Bis Februar hat er keinen einzigen Punkt mehr zu verteidigen. Es kann also nur noch weiter nach oben gehen.

Hier die Ergebnisse aus Bangkok (PDF)

Dienstag, 23. August 2011

Einzel-Comeback für Waske

Im Doppel ist er schon seit Mai wieder auf der Tour: Jetzt plant Alexander Waske (36) nach langer Verletzungspause auch sein Comeback im Einzel. Bei der Qualifikation für die US Open, die heute beginnt, trifft er in der ersten Runde auf Adrian Menendez-Maceiras aus Spanien. Es ist Waskes erstes Einzel-Match seit fast drei Jahren.

Hier das Tableau für die US-Open-Quali

Freitag, 1. Juli 2011

Djokovic Nummer 1

Jetzt ist es geschehen: Rafael Nadal kann am Sonntag Wimbledon gewinnen und sich hinterher auf den Kopf stellen. Er wird trotzdem seinen Platz als Weltranglistenerster verlieren. Novak Djokovic hat mit einem Viersatzsieg gegen Jo-Wilfrihttp://www.blogger.com/img/blank.gifed Tsonga (Frankreich) das Finale erreicht und hat damit so viele Punkte gesammelt, dass er an Nadal vorbeizieht, auch wenn er das Finale gegen Nadal verliert. (Hier steht, woran das im Detail liegt.)

Dienstag, 28. Juni 2011

Frankreich in Bestbesetzung zum Davis-Cup

Zum Davis-Cup-Viertelfinale (8. bis 10. Juli in Stuttgart) tritt Deutschland mit denselben vier Spielern an wie im Frühjahr in Kroatien: Florian Mayer (Nr. 18), Philipp Kohlschreiber (Nr. 39), Philipp Petzschner (Nr. 67/ Nr. 10 im Doppel) und Christopher Kas (Nr. 44 im Doppel).

Die Franzosen kommen - anders als noch in der ersten Runde gegen Österreich - in Bestbesetzung. Kaptiän Guy Forget nominierte heute Gael Monifils (Nr. 8), Richard Gasquet (Nr. 13), Jo-Wilfried Tsonga (Nr. 19) und Michael Llodra (Nr. 35 / Nr. 12 im Doppel).

Montag, 20. Juni 2011

Freitag, 17. Juni 2011

Die Isner-Mahut-Wahrscheinlichkeit: 1:142,5

Das ist der Knaller der Wimbledon-Auslosung: John Isner und Nicolas Mahut treffen in der ersten Runde aufeinander. Die beiden Männer, die sich vor einem Jahr an gleicher Stelle drei Tage lang duellierten, bis Isner das Rekord-Match mit 70:68 im fünften Satz für sich entschied. Ein Mathe-Blogger kam seinerzeit zu der Erkenntnis, das so etwas nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit nur alle 200 Jahre vorkommen dürfte.

Aber wie groß war nun die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet Isner und Mahut in diesem Jahr wieder in der ersten Wimbledon-Runde aufeinandertreffen. Dazu kursierten heute die absonderlichsten Zahlen bis hin zu einer Wahrscheinlichkeit von 1:16256. Aber rechnen wir mal nach. Dazu hole ich gern meine lang verschütteten Kenntnisse aus dem Mathe-Leistungskurs heraus und bedanke mich bei Herrn Kabus für seine hohen Unterrichtsansprüche.

Zunächst einmal setzen wir aus gegeben voraus, dass Isner und Mahut überhaupt beide wieder an Wimbledon teilnehmen. Auf den ersten Blick scheint es nun ganz einfach: 128 Spieler nehmen teil. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler auf einen bestimmten anderen trifft, beträgt also 1:127. So einfach ist es aber nicht. Denn es gibt ja eine Setzliste. Die 32 gesetzten Spieler können nicht aufeinander treffen. Isner und Mahut sind beide ungesetzt, insofern könnte man denken, das ist dann ja egal. Ist es aber nicht. Denn weil die gesetzten Spieler garantiert alle auf ungesetzte Spieler treffen, hat ein ungesetzter Spieler eine höhere Wahrscheinlichkeit, auf einen gesetzten zu treffen als auf einen ungesetzten.

Im Wimbledon-Tableau sind also 32 Plätze schon einmal für die gesetzten Spieler belegt. John Isner wird auf einen der verbleibenden anderen 96 Plätze gelost. Seine Wahrscheinlichkeit, einen der 32 gesetzten Spieler als Gegner abzubekommen, beträgt also 32:96, das ist genau 1:3.

Die Wahscheinlichkeit für John Isner, auf einen ungesetzten Spieler zu treffen, beträgt also 2:3. Das entspricht bekanntlich 66,67 Prozent. Nun muss dieser ungesetzte Spieler also von allen 95 Kandidaten ausgerechnet Nicolas Mahut sein. Die Wahrscheinlichkeit beträgt also ein Fünfundneunzigstel von diesen 66,67 Prozent. Das sind 0,702 Prozent, oder - wie man es mathematisch ausdrückt: 0,007017543859649. Das wiederum entspricht exakt 1:142,5

Montag, 13. Juni 2011

ATP-Chef Adam Helfant geht

Er hat deutlich weniger öffentliche Aufregung erzeugt als sein schillernder Vorgänger Etienne de Villiers. Aber anscheinend ist auch der amtierende ATP-Chef Adam Helfant nicht ganz unumstritten. Heute gab die ATP bekannt, dass Helfant mit Ablauf des Jahres aus dem Amt scheiden wird. Es wird lanciert, der Grund liege bei Helfants Gehaltsvorstellungen, was aber alle Beteiligten dementieren. Angeblich sollen einige Turnierveranstalter Probleme mit Helfant gehabt haben.

Freitag, 3. Juni 2011

Muster spielt Qualifikation in Halle

Thomas Musters seltsame Comeback-Tournee läuft ja schon seit fast einem Jahr. Bisher hat er sich hauptsächlich auf der zweitklassigen Challenger-Tour versucht und zwei Wild Cards für das Hauptfeld von ATP-Turniereb in seiner österreichischen Heimat angenommen.

Nun versuch er zum ersten Mal, über die Qualifikation in ein ATP-Hauptfeld zu gelangen. Beim Rasenturnier von Halle/Westfalen trifft er in der ersten Qualifikationsrunde auf einen großen Namen: Sergei Bubka, Sohn der gleichnamigen Stabhochsprunglegende aus der Ukraine und aktuell die Nr. 230 der Welt.

Hier die Auslosung für die Quali in Halle

Mittwoch, 25. Mai 2011

Gilles Simon im Auto

In letzter Zeit dachte ich ja, Gilles Simon, den ich lange stinklangweilig fand, ist vielleicht doch ganz cool. Dieses Interview ist dann doch wieder eher öde. Außer dass er Rafael Nadal für den Titelfavoriten hält. Das ist dann doch eine gewagte These.

Dienstag, 24. Mai 2011

Wawrinka im Auto

Hier, wie angekündigt, das erste Video der "Road to Roland Garros". Interviewt wird der Schweizer Stanislas Wawrinka. Für Leute mit so miserablen Französischkenntnissen, wie ich sie habe, ist es etwas ärgerlich, dass die englischen Untertitel in weißer Schrift auf meist hellgrauem Grund erscheinen, aber was soll's...

Montag, 18. April 2011

Bachinger Nr. 99

Deutschland hat einen neuen Top-100-Spieler: Matthias Bachinger (24) aus München hat mit seinem Sieg beim Challenger-Turnier von Athen einen Sprung von Platz 134 auf Platz 99 gemacht. Dabei half ihm, dass sein meines Erachtens favorisierter Endspielgegner Dimitri Tursunow (Russland) wegen Knieproblemen nicht antreten konnte. Weil Bachinger in den nächsten Wochen keine Ranglistenpunkte aus 2010 zu verteidigen hat, hat er seinen Startplatz im Wimbledon-Hauptfeld nahezu sicher.

Ähnliches gilt für Julian Reister (25) aus Reinbek, aktuell die Nummer 94, der sich schon vor zwei Wochen mit einem Challenger-Sieg in Monza (Italien) in die Top 100 spielte. Allerdings spielte er vor einem Jahr als Qualifikant bei den French Open (dritte Runde) und in Wimbledon (zweite Runde) die Turniere seines bisherigen Lebens. Wenn er das nicht wiederholt, sind für ihn die Top 100 bald wieder in weiter Ferne.

Freitag, 8. April 2011

Davis-Cup-Viertelfinale in Stuttgart

Der Austragungsort für das Davis-Cup-Viertelfinale zwischen Deutschland und Frankreich steht fest. Gespielt wird vom 8. bis zum 10. Juli auf Sand im Stuttgart-Weissenhof. Am Tag danach beginnt in demselben Stadion das Stuttgarter ATP-Turnier. Das heißt, die Qualifikation wird auf den Nebenplätzen parallel zum Davis-Cup ausgetragen, oder wie muss ich mir das jetzt vorstellen?

Edit: Genau so haben wir uns das vorzustellen. Daviscup und Quali parallel. Der DTB spricht von "organisatorischen Herausforderungen und logistischen Synergien". Was ich mich gerade frage, ist, ob jemand wie Chris Kas Davis-Cup-Doppel und am selben Abend ATP-Einzel-Quali spielen dürfte.

Sonntag, 13. März 2011

Federer geht in die zweite Liga, Murray in die dritte

Roger Federer will in diesem Jahr wieder im Davis-Cup antreten. Ohne Federer ist die Schweiz im letzten Jahr in die 2. Liga abgestiegen und trifft dort nun vom 8. bis zum 10. Juli auf Portugal. Weil wahrscheinlich auch Stanislas Wawrinka (Nr 14) mitspielen wird, dürfte die Begegnung für die Schweiz ein Selbstgänger werden. Gewinnt die Schweiz, qualifiziert sie sich für die Relegationsrunde zum Wiederaufstieg in die Weltgruppe. Ob Federer da auch mitspielt, hat er bisher nicht zu erkennen gegeben.

Auch wenn Federer in seiner Davis-Cup-Erklärung kein Wort zu den Olympischen Spielen 2012 gesagt hat: Bei seiner Entscheidung dürfte die Regel eine Rolle gespielt haben, dass ein Spieler seinem Land für den Davis-Cup "zur Verfügung stehen" muss, wenn er für Olympia nominiert werden will.

Auch Andy Murray wird deshalb nach zweijähriger Pause wohl wieder Davis-Cup für Großbritannien spielen - in der dritten Liga gegen Luxemburg.

Freitag, 11. März 2011

No Sunrise in 2011

Was mir gerade auffällt, und damit zugegebenermaßen sehr spät: Das berühmte Challenger von Sunrise, Florida, das eigentlich in der nächsten Woche hätte ausgespielt werden sollen, fällt aus. Die Veranstalter haben kein Geld. In den vergangenen Jahren hatten sie stets so viele Spitzenspieler angelockt, dass das Teilnehmerfeld stärker war als bei manchem ATP-Turnier.

Der vorerst letzte Sieger der Traditionsveranstaltung ist Florian Mayer.

Kyoto: Sechs Deutsche im Viertelfinale - drei im Halbfinale

Sowas sieht man nicht oft: Beim Challenger im japanischen Kyoto (weit weg vom Erdbebengebiet) standen heute sechs deutsche Spieler im Viertelfinale: Sebastian Rieschick, Cedrik-Marcel Stebe, Andre Begemann, Simon Stadler, Dominik Meffert und Matthias Bachinger. Die beiden übrigen Viertelfinalisten kamen aus Japan: Go Soeda und Tatsuma Ito.

Und drei der sechs nun spielen morgen im Halbfinale: Simon Stadler und Dominik Meffert gegeneinander, der Qualifikant Cedrik-Marcel Stebe trifft auf den topgesetzten Go Soeda.

Im Doppel-Endspiel treffen Meffert und Stadler auf Andre Begemann und dessen australischen Partner James Lemke.

Hier die Ergebnisse aus Kyoto (PDF)

Dienstag, 8. März 2011

251 km/h

Ein kleiner Nachtrag noch zu meinem Report vom Davis-Cup in Zagreb. Beim Doppel am Sonnabend soll Ivo Karlovic beim Stande von 6:3, 3:6, 5:7, 1:0 und Einstand (aus deutscher Sicht) mit 251 km/h den schnellsten Aufschlag aller Zeiten serviert haben. Wie auch anderen Beobachtern, ist mir das gar nicht aufgefallen, und ich kann nicht beurteilen, ob das Geschwindigkeitsmessgerät richtig geeicht war oder nicht.

Als Gegenargument wird angeführt, Philipp Petzschner habe den Schläger an den Ball bekommen, und das wäre ja eher unwahrscheinlich, wenn der Aufschlag tatsächlich so schnell gewesen wäre. Naja, Philipp Petzschner hat in diesem Match einige eher unwahrscheinliche Return gelandet. Und in diesem Fall flog der Ball ja genau so auf ihn zu, dass er einigermaßen bequem (sofern man in diesem Fall von bequem reden kann) den Schläger hinter den Ball halten konnte. Und dann hat er den Ball ja gar nicht kontrolliert ins Feld geschlagen, sondern sein Return landete weit im Aus.

Ab und zu habe ich während des Matches schon mal auf die Geschwindigkeitsanzeige geschaut, da stand bei Karlovic meistens sowas wie 208 km/h - also relativ hohe Werte, aber nichts Spektakuläres, und ich erinnerte mich daran, wie ein deutscher Spieler, ich glaube, es war Mischa Zverev, mal erzählte, das Problem mit Karlovics Aufschlägen sei gar nicht einmal das hohe Tempo (das können andere Spieler auch), sondern der extreme Winkel, aus dem der Ball aus schwindelerregenden Höhen angeflogen kommt und entsprechend wieder vom Boden abspringt. In der Tat war auch in Zagreb schön zu beobachten, wie Philipp Petzschner den Return meistens irgendwo in Schulterhöhe erwischte.

Hier ein Youtube-Clip von Karlovics Rekord-Aufschlag

Den bisherigen Rekord hielt Andy Roddick mit 249 km/h (ebenfalls im Davis-Cup - 2004 gegen Wladimir Woltschkow aus Weißrussland)

Meinen Artikel vom Sonntag habe ich jetzt übrigens - wie versprochen -mit Bildern angereichert.

Dienstag, 1. März 2011

Philippoussis spielt in Indian Wells

Falls sich jemand gefragt haben sollte, ob Mark Philippoussis (34), der australische Wimbledon-Finalist von 2003, eigentlich noch aktiv ist: Die Antwort lautet: Ja.

In der nächsten Woche spielt er die Qualifikation für das Masters-Turnier von Indian Wells (Kalifornien). Bei seinen gelegentlichen Auftritten bei Senioren-Turnieren hatte Philippoussis, den auch Geldsorgen plagten, stets betont, sich dort auf sein Comeback auf der ATP-Tour vorbereiten zu wollen. Seinen bisher einzigen Versuch in dieser Richtung unternahm er vor gut einem Jahr bei einem Challenger-Turnier in Dallas, wo er in der ersten Runde ausschied.

Edit: Jetzt hat er doch noch abgesagt für Indian Wells. Philippoussis spielt in dieser Woche stattdessen bei einer Senioren-Veranstaltung mit Thomas Muster, Pete Sampras und Goran Ivanisevic in Zürich.

Auch Meldungen, Tommy Haas würde in Indian Wells sein Comeback probieren, stellten sich als verfrüht heraus.

Dienstag, 22. Februar 2011

Davis-Cup-Team steht

Kapitän Patrick Kühnen hat die Mannschaft für die Davis-Cup-Begegnung in Zagreb (4. bis 6. März) nominiert: Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer, Philipp Petzschner und
Christopher Kas. Für Kroatien treten an: Marin Cilic, Ivan Dodig, Ivo Karlovic und Antonio Veic.

Hier die Nominierungen für alle acht Erstrundenbegegnungen Für Österreich spielen Jürgen Melzer, Martin Fischer, Stefan Koubek und Julian Knowle.

Dienstag, 8. Februar 2011

Laureus Nadal

Mit dem Tennis scheinen sie es zu haben, die Juroren des "Laureus Sports Award", die für sich in Anspruch nehmen, die Weltsportler des Jahres zu küren.

Gestern durfte Rafael Nadal sich in Abu Dhabi den Preis abholen (zusammen mit seinen Landsleuten von der spanischen Nationalmannschaft, die, wie es sich für Fußball-Weltmeister schickt, Weltmannschaft des Jahres wurde).

Roger Federer gewann den Preis 2005 bis 2008 gleich viermal hintereinander. Der Preis wird seit dem Jahr 2000 vergeben, und auch bei den Frauen wurde schon vier Mal eine Tennisspielerin gekrönt: Jennifer Capriati 2002, Serena Williams 2003 und 2010, Justin Henin 2008.

Auch in der Kategorie "Comeback des Jahres" werden ständig Tennisspieler ausgezeichnet: Jennifer Capriati 2001, Goran Ivanisevic 2002, Martina Hingis 2006, Serena Williams 2007, Kim Clijsters 2010

Freitag, 4. Februar 2011

Flo Mayer ist Deutschlands neue Nummer 1

Ab Montag ist Florian Mayer (27) der bestplatzierte Deutsche auf der Weltrangliste - zum ersten Mal in seiner Laufbahn. Nachdem er heute im Viertelfinale von Zagreb gegen den topgesetzten Marin Cilic (Kroatien) gewonnen hat, stehen 1168 Punkte auf seinem Konto. Deutschlands bisherige Nummer 1 Philipp Kohlschreiber steht bei 1150 Punkten.

Aktuell bewegen sich die beiden auf den Plätzen 34 und 35. Aber Florian Mayer kann ja in Zagreb noch nachlegen. Im Halbfinale trifft er auf den Vorjahresfinalisten Michael Berrer (Stuttgart, Nr. 66).

Montag, 31. Januar 2011

Lapentti hat aufgehört

Die Nachricht ist schon ein paar Tage alt, aber ich muss zugeben, dass sie erst heute zu mir vorgedrungen ist. Nicolas Lapentti (34) hat seine Karriere offiziell beendet. Sein letzten Match bestritt er allerdings schon vor mehr als einem halben Jahr bei den French Open.

Der Mann aus Ecuadort war immerhin mal Weltranglistensechster (1999). Also soll er mir hier eine Meldung wert sein.

Kein Melzer in Kairo

Die Unruhen in Ägypten haben sich jetzt auch auf den ATP-Turnierkalender ausgewirkt. In Kairo hätte heute eigentlich ein Future-Turnier beginnen sollen. Bis gestern stand es tatsächlich noch auf den offiziellen Kalendern. Seit heute morgen ist es mit einem wenig überraschenden Hinweis versehen: "cancelled".

Auf der Meldeliste für das Turnier stand auch Gerald Melzer, der in meinem gestrigen Hauptartikel erwähnte Bruder von Jürgen. Aus Deutschland hatte Steven Moneke (Nr. 810) für die Qualifikation gemeldet.

Odesnik begnadigt

Wayne Odesnik ist wieder da. Das ist der junge Mann aus den USA, der den australische Zoll am 2. Januar vorigen Jahres am Flughafen von Brisbane mit Wachstumshormonen im Handgepäck aufgriff.

Der internationale Tennisverband ITF brauchte seinerzeit drei Monate, bis er Odesnik, damals Nummer 98 der Welt, für zwei Jahre wegen Dopings sperrte. Obwohl Odesnik in dieser Zeit weiter gespielt hatte, galt die Sperre rückwirkend ab Januar. Nun wurden ihm die zweite Hälfte der Sperre erlassen - anscheinend, weil er sich bei den Ermittlungen ausgesprochen kooperativ zeigte. Aus zwei Jahren wurden also neun Monate Sperre. Preisgeld und Ranglistenpunkte aus 2010 musste er allerdings wieder abgeben. Im Ranking fängt er wieder bei Null an - auf der Future-Tour. Bei seinem ersten Auftirtt in der vorletzten Woche erreichte er in Plantation, Florida, das Viertelinfale. Damit dürfte er auf der Weltrangliste von heute, wenn sie denn endlich veröffentlicht wird, Neueinsteiger auf Platz 1300 sein.

Samstag, 29. Januar 2011

Tommy Haas will in einer Weile zurückkehren

Nachdem Nicolas Kiefer seine Karriere beendet hat, fragt man sich: Was ist eigentlich mit Tommy Haas? Der Mann ist mit seinen 32 Jahren schließlich fast genau so alt wie Kiwi, auch dauernd verletzt und auch kürzlich Papa geworden.

Jetzt hat sich Haas auf seiner Webseite mal wieder zu Wort gemeldet. Er hat in dieser Woche in Florida mit Rikardas Berankis (Litauen, Nr. 95) trainiert und will "in einer Weile" auf die Tour zurückkehren, wenn sein Knie mehr Kraft bekommen hat.

Dienstag, 25. Januar 2011

Steve G. ist wieder da

Vor ein paar Wochen hatte sich - wie an dieser Stelle berichtet - der legendäre Tennis-Statistiker Steve G. aus der Onlinewelt verabschiedet. Jetzt ist er wieder da. Aktuelle Ranglisten sind schon wieder online, und in wenigen Tagen soll es auch wieder mit den Ergebnissen klappen, schreibt Steve. Steve selbst bleibt bei seinem Entschluss, sich zurückzuziehen, aber er scheint würdige Nachfolger gefunden zu haben, die sein Projekt fortsetzen.

Sonntag, 23. Januar 2011

Kaum Tennisprofis im Indischen Ozean

200 Kilometer bis Mauritius, 800 Kilometer bis Madagaskar: Die Insel La Réunion ist ein abgelegener Ort. Wer vermutet hat, dass es dort - mitten im Indischen Ozean - nicht viel gibt, darf sich nun bestätigt fühlen. Zum Beispiel gibt es dort nicht viele Tennisprofis.

Morgen beginnt in Sainte Clotilde auf La Réunion ein ATP-Challengerturnier um 30.000 Euro Preisgeld und um 80 Weltranglistenpunkte. Das sind fast so viele Punkte, wie man bei den Australian Open für das Erreichen der dritten Runde bekommt.

Aber kaum jemand geht hin nach Sainte Clotilde. Normalerweise muss man irgendwo zwischen Platz 250 und Platz 300 der Weltrangliste spielen, um ohne Qualifikation bei einem Challenger starten zu dürfen. Nicht so auf La Réunion. Dort gibt es keine Qualifikation. Wozu auch? Es haben ja nicht einmal ausreichend Spieler den Weg auf die Insel geschafft, um das 32er-Hauptfeld vollzubekommen. Es haben sich nur 30 Spieler angemeldet. Die beiden Topgesetzten, Florent Serra aus Frankreich und Michal Przysiezny aus Polen, haben in Runde 1 ein Freilos.

Hier das komplette Teilnehmerfeld von La Réunion (PDF),

Und hier zum Vergleich das Feld des Challengers in Heilbronn, das ebenfalls morgen losgeht.

Jürgen Melzer so gut wie Top 10

Wenn nicht noch ein mittleres Wunder geschieht, hat Österreich in einer Woche erstmals seit Thomas Muster vor genau 13 Jahren wieder einen Spieler unter den ersten 10 der Weltrangliste.

Jürgen Melzer hat mit seinem Achtelfinal-Einzug bei den Australian Open genug Punkte geholt, um am derzeitigen Zehnten Michail Juschni (Russland) vorbeizuziehen. Dabei hilft ihm, dass Juschni gegen den kanadischen Qualifikanten Milos Raonic ausgeschieden ist.

Selbst wenn Melzer sein Achtelfinalmatch gegen Andy Murray heute Nacht verliert, könnte er nur noch von Stanislas Wawrinka von Platz 10 verdrängt werden, der dazu aber ins Finale kommen müsste, oder von Marin Cilic, der sogar das Turnier gewinnen müsste. (In dem theoretischen Fall, dass er ukrainische Achtelfinalteilnehmer Alexander Dolgopolow, im Moment Nummer 45, den Titel holt, würde dieser sich im Ranking hauchdünn hinter Melzer einsortieren.)

Mittwoch, 5. Januar 2011

Schweizer Drama ohne Federer

In der Schweiz können aktive Tennisspieler noch Schagzeilen mit privaten Dramen machen, und zwar selbst dann, wenn sie nicht Roger Federer sind. In diesen Tagen bewegt die Eidgenossen die Trennung Stanislas Wawrinkas (ATP Nr. 21) von Frau und Kind.

Kontakt

zackstennis@web.de


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