Zacks Tennis

Montag, 31. Januar 2011

Lapentti hat aufgehört

Die Nachricht ist schon ein paar Tage alt, aber ich muss zugeben, dass sie erst heute zu mir vorgedrungen ist. Nicolas Lapentti (34) hat seine Karriere offiziell beendet. Sein letzten Match bestritt er allerdings schon vor mehr als einem halben Jahr bei den French Open.

Der Mann aus Ecuadort war immerhin mal Weltranglistensechster (1999). Also soll er mir hier eine Meldung wert sein.

Kein Melzer in Kairo

Die Unruhen in Ägypten haben sich jetzt auch auf den ATP-Turnierkalender ausgewirkt. In Kairo hätte heute eigentlich ein Future-Turnier beginnen sollen. Bis gestern stand es tatsächlich noch auf den offiziellen Kalendern. Seit heute morgen ist es mit einem wenig überraschenden Hinweis versehen: "cancelled".

Auf der Meldeliste für das Turnier stand auch Gerald Melzer, der in meinem gestrigen Hauptartikel erwähnte Bruder von Jürgen. Aus Deutschland hatte Steven Moneke (Nr. 810) für die Qualifikation gemeldet.

Odesnik begnadigt

Wayne Odesnik ist wieder da. Das ist der junge Mann aus den USA, der den australische Zoll am 2. Januar vorigen Jahres am Flughafen von Brisbane mit Wachstumshormonen im Handgepäck aufgriff.

Der internationale Tennisverband ITF brauchte seinerzeit drei Monate, bis er Odesnik, damals Nummer 98 der Welt, für zwei Jahre wegen Dopings sperrte. Obwohl Odesnik in dieser Zeit weiter gespielt hatte, galt die Sperre rückwirkend ab Januar. Nun wurden ihm die zweite Hälfte der Sperre erlassen - anscheinend, weil er sich bei den Ermittlungen ausgesprochen kooperativ zeigte. Aus zwei Jahren wurden also neun Monate Sperre. Preisgeld und Ranglistenpunkte aus 2010 musste er allerdings wieder abgeben. Im Ranking fängt er wieder bei Null an - auf der Future-Tour. Bei seinem ersten Auftirtt in der vorletzten Woche erreichte er in Plantation, Florida, das Viertelinfale. Damit dürfte er auf der Weltrangliste von heute, wenn sie denn endlich veröffentlicht wird, Neueinsteiger auf Platz 1300 sein.

Samstag, 29. Januar 2011

Tommy Haas will in einer Weile zurückkehren

Nachdem Nicolas Kiefer seine Karriere beendet hat, fragt man sich: Was ist eigentlich mit Tommy Haas? Der Mann ist mit seinen 32 Jahren schließlich fast genau so alt wie Kiwi, auch dauernd verletzt und auch kürzlich Papa geworden.

Jetzt hat sich Haas auf seiner Webseite mal wieder zu Wort gemeldet. Er hat in dieser Woche in Florida mit Rikardas Berankis (Litauen, Nr. 95) trainiert und will "in einer Weile" auf die Tour zurückkehren, wenn sein Knie mehr Kraft bekommen hat.

Dienstag, 25. Januar 2011

Steve G. ist wieder da

Vor ein paar Wochen hatte sich - wie an dieser Stelle berichtet - der legendäre Tennis-Statistiker Steve G. aus der Onlinewelt verabschiedet. Jetzt ist er wieder da. Aktuelle Ranglisten sind schon wieder online, und in wenigen Tagen soll es auch wieder mit den Ergebnissen klappen, schreibt Steve. Steve selbst bleibt bei seinem Entschluss, sich zurückzuziehen, aber er scheint würdige Nachfolger gefunden zu haben, die sein Projekt fortsetzen.

Sonntag, 23. Januar 2011

Kaum Tennisprofis im Indischen Ozean

200 Kilometer bis Mauritius, 800 Kilometer bis Madagaskar: Die Insel La Réunion ist ein abgelegener Ort. Wer vermutet hat, dass es dort - mitten im Indischen Ozean - nicht viel gibt, darf sich nun bestätigt fühlen. Zum Beispiel gibt es dort nicht viele Tennisprofis.

Morgen beginnt in Sainte Clotilde auf La Réunion ein ATP-Challengerturnier um 30.000 Euro Preisgeld und um 80 Weltranglistenpunkte. Das sind fast so viele Punkte, wie man bei den Australian Open für das Erreichen der dritten Runde bekommt.

Aber kaum jemand geht hin nach Sainte Clotilde. Normalerweise muss man irgendwo zwischen Platz 250 und Platz 300 der Weltrangliste spielen, um ohne Qualifikation bei einem Challenger starten zu dürfen. Nicht so auf La Réunion. Dort gibt es keine Qualifikation. Wozu auch? Es haben ja nicht einmal ausreichend Spieler den Weg auf die Insel geschafft, um das 32er-Hauptfeld vollzubekommen. Es haben sich nur 30 Spieler angemeldet. Die beiden Topgesetzten, Florent Serra aus Frankreich und Michal Przysiezny aus Polen, haben in Runde 1 ein Freilos.

Hier das komplette Teilnehmerfeld von La Réunion (PDF),

Und hier zum Vergleich das Feld des Challengers in Heilbronn, das ebenfalls morgen losgeht.

Jürgen Melzer so gut wie Top 10

Wenn nicht noch ein mittleres Wunder geschieht, hat Österreich in einer Woche erstmals seit Thomas Muster vor genau 13 Jahren wieder einen Spieler unter den ersten 10 der Weltrangliste.

Jürgen Melzer hat mit seinem Achtelfinal-Einzug bei den Australian Open genug Punkte geholt, um am derzeitigen Zehnten Michail Juschni (Russland) vorbeizuziehen. Dabei hilft ihm, dass Juschni gegen den kanadischen Qualifikanten Milos Raonic ausgeschieden ist.

Selbst wenn Melzer sein Achtelfinalmatch gegen Andy Murray heute Nacht verliert, könnte er nur noch von Stanislas Wawrinka von Platz 10 verdrängt werden, der dazu aber ins Finale kommen müsste, oder von Marin Cilic, der sogar das Turnier gewinnen müsste. (In dem theoretischen Fall, dass er ukrainische Achtelfinalteilnehmer Alexander Dolgopolow, im Moment Nummer 45, den Titel holt, würde dieser sich im Ranking hauchdünn hinter Melzer einsortieren.)

Mittwoch, 5. Januar 2011

Schweizer Drama ohne Federer

In der Schweiz können aktive Tennisspieler noch Schagzeilen mit privaten Dramen machen, und zwar selbst dann, wenn sie nicht Roger Federer sind. In diesen Tagen bewegt die Eidgenossen die Trennung Stanislas Wawrinkas (ATP Nr. 21) von Frau und Kind.

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