Zacks Tennis

Sonntag, 13. März 2011

Federer geht in die zweite Liga, Murray in die dritte

Roger Federer will in diesem Jahr wieder im Davis-Cup antreten. Ohne Federer ist die Schweiz im letzten Jahr in die 2. Liga abgestiegen und trifft dort nun vom 8. bis zum 10. Juli auf Portugal. Weil wahrscheinlich auch Stanislas Wawrinka (Nr 14) mitspielen wird, dürfte die Begegnung für die Schweiz ein Selbstgänger werden. Gewinnt die Schweiz, qualifiziert sie sich für die Relegationsrunde zum Wiederaufstieg in die Weltgruppe. Ob Federer da auch mitspielt, hat er bisher nicht zu erkennen gegeben.

Auch wenn Federer in seiner Davis-Cup-Erklärung kein Wort zu den Olympischen Spielen 2012 gesagt hat: Bei seiner Entscheidung dürfte die Regel eine Rolle gespielt haben, dass ein Spieler seinem Land für den Davis-Cup "zur Verfügung stehen" muss, wenn er für Olympia nominiert werden will.

Auch Andy Murray wird deshalb nach zweijähriger Pause wohl wieder Davis-Cup für Großbritannien spielen - in der dritten Liga gegen Luxemburg.

Freitag, 11. März 2011

No Sunrise in 2011

Was mir gerade auffällt, und damit zugegebenermaßen sehr spät: Das berühmte Challenger von Sunrise, Florida, das eigentlich in der nächsten Woche hätte ausgespielt werden sollen, fällt aus. Die Veranstalter haben kein Geld. In den vergangenen Jahren hatten sie stets so viele Spitzenspieler angelockt, dass das Teilnehmerfeld stärker war als bei manchem ATP-Turnier.

Der vorerst letzte Sieger der Traditionsveranstaltung ist Florian Mayer.

Kyoto: Sechs Deutsche im Viertelfinale - drei im Halbfinale

Sowas sieht man nicht oft: Beim Challenger im japanischen Kyoto (weit weg vom Erdbebengebiet) standen heute sechs deutsche Spieler im Viertelfinale: Sebastian Rieschick, Cedrik-Marcel Stebe, Andre Begemann, Simon Stadler, Dominik Meffert und Matthias Bachinger. Die beiden übrigen Viertelfinalisten kamen aus Japan: Go Soeda und Tatsuma Ito.

Und drei der sechs nun spielen morgen im Halbfinale: Simon Stadler und Dominik Meffert gegeneinander, der Qualifikant Cedrik-Marcel Stebe trifft auf den topgesetzten Go Soeda.

Im Doppel-Endspiel treffen Meffert und Stadler auf Andre Begemann und dessen australischen Partner James Lemke.

Hier die Ergebnisse aus Kyoto (PDF)

Dienstag, 8. März 2011

251 km/h

Ein kleiner Nachtrag noch zu meinem Report vom Davis-Cup in Zagreb. Beim Doppel am Sonnabend soll Ivo Karlovic beim Stande von 6:3, 3:6, 5:7, 1:0 und Einstand (aus deutscher Sicht) mit 251 km/h den schnellsten Aufschlag aller Zeiten serviert haben. Wie auch anderen Beobachtern, ist mir das gar nicht aufgefallen, und ich kann nicht beurteilen, ob das Geschwindigkeitsmessgerät richtig geeicht war oder nicht.

Als Gegenargument wird angeführt, Philipp Petzschner habe den Schläger an den Ball bekommen, und das wäre ja eher unwahrscheinlich, wenn der Aufschlag tatsächlich so schnell gewesen wäre. Naja, Philipp Petzschner hat in diesem Match einige eher unwahrscheinliche Return gelandet. Und in diesem Fall flog der Ball ja genau so auf ihn zu, dass er einigermaßen bequem (sofern man in diesem Fall von bequem reden kann) den Schläger hinter den Ball halten konnte. Und dann hat er den Ball ja gar nicht kontrolliert ins Feld geschlagen, sondern sein Return landete weit im Aus.

Ab und zu habe ich während des Matches schon mal auf die Geschwindigkeitsanzeige geschaut, da stand bei Karlovic meistens sowas wie 208 km/h - also relativ hohe Werte, aber nichts Spektakuläres, und ich erinnerte mich daran, wie ein deutscher Spieler, ich glaube, es war Mischa Zverev, mal erzählte, das Problem mit Karlovics Aufschlägen sei gar nicht einmal das hohe Tempo (das können andere Spieler auch), sondern der extreme Winkel, aus dem der Ball aus schwindelerregenden Höhen angeflogen kommt und entsprechend wieder vom Boden abspringt. In der Tat war auch in Zagreb schön zu beobachten, wie Philipp Petzschner den Return meistens irgendwo in Schulterhöhe erwischte.

Hier ein Youtube-Clip von Karlovics Rekord-Aufschlag

Den bisherigen Rekord hielt Andy Roddick mit 249 km/h (ebenfalls im Davis-Cup - 2004 gegen Wladimir Woltschkow aus Weißrussland)

Meinen Artikel vom Sonntag habe ich jetzt übrigens - wie versprochen -mit Bildern angereichert.

Dienstag, 1. März 2011

Philippoussis spielt in Indian Wells

Falls sich jemand gefragt haben sollte, ob Mark Philippoussis (34), der australische Wimbledon-Finalist von 2003, eigentlich noch aktiv ist: Die Antwort lautet: Ja.

In der nächsten Woche spielt er die Qualifikation für das Masters-Turnier von Indian Wells (Kalifornien). Bei seinen gelegentlichen Auftritten bei Senioren-Turnieren hatte Philippoussis, den auch Geldsorgen plagten, stets betont, sich dort auf sein Comeback auf der ATP-Tour vorbereiten zu wollen. Seinen bisher einzigen Versuch in dieser Richtung unternahm er vor gut einem Jahr bei einem Challenger-Turnier in Dallas, wo er in der ersten Runde ausschied.

Edit: Jetzt hat er doch noch abgesagt für Indian Wells. Philippoussis spielt in dieser Woche stattdessen bei einer Senioren-Veranstaltung mit Thomas Muster, Pete Sampras und Goran Ivanisevic in Zürich.

Auch Meldungen, Tommy Haas würde in Indian Wells sein Comeback probieren, stellten sich als verfrüht heraus.

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zackstennis@web.de


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